Bieratlas

Der große Bieratlas: Biere und Brauereien aus der Region

Der Niederrhein und das Ruhrgebiet haben einige besondere Biere und Brauereien zu bieten.

Der Niederrhein und das Ruhrgebiet haben einige besondere Biere und Brauereien zu bieten.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

An Rhein und Ruhr.  Von kleiner Mühlenbrauerei am Niederrhein bis hin zur hippen Biermarke direkt ausm Pott – hier gibt’s die außergewöhnlichsten Biere der Region.

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Wo die älteste Altbierbrauerei der Welt steht, was ein Grubenpferd mit Bier verbindet und welchen regionalen Hopfensaft selbst Hollywood-Stars feiern – unser großer Bieratlas hält zahlreiche Fakten über außergewöhnliche Biere und Brauereien am Niederrhein und im Ruhrgebiet bereit.

Und zu bieten hat die Region in Sachen Bier einiges. Denn während die einen Brauer traditionelle Handwerkskunst aufleben lassen, experimentieren die anderen lieber mit gänzlich neuen Ideen. So bleibt zum Schluss nur noch auf die Vielfalt anzustoßen: Prost!

Bergmann Bier aus Dortmund

Während Dortmund in den 1970er Jahren noch zu den wichtigsten Bierstädten Europas zählte, schlossen in den darauffolgenden Jahrzehnten immer mehr lokale Brauereien. So auch die alte Bergmann Brauerei. Doch deren Marke ließ Thomas Raphael im Jahr 2005 wieder aufleben – erst nur als großer Spaß mit Freunden, später als wachsende Geschäftsidee mit Mitarbeitern.

Neben dem Durstlöscher Pils hält die Brauerei noch andere Besonderheiten bereit. Dazu zählen unter anderem das Schwarzbier mit Röst- und Karamellaromen, die an Kaffee und Schokolade erinnern oder das helle Bockbier ‘72, das den Geschmack vergangener Tage aufleben lässt.

Öffnungszeiten des Bergmann Kiosks, Hoher Wall 36 in Dortmund: Montags bis donnerstags von 16 bis 22 Uhr sowie freitags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Pils (inklusive Flaschenpfand): 1,43 Euro.

Bolten aus Korschenbroich

Die älteste Altbierbrauerei steht in Korschenbroich und das seit bereitsrund 750 Jahren. Die Kunst des Brauens wurde bei Bolten über Generationen weitervererbt, stets unter dem puristischen Motto „Wichtig ist, dass das Bier schmeckt.“

Der Ur-Ahn des Boltener Sortiments ist das Alt, das unverändert mit 11,7 Prozent Stammwürze eingebraut wird. Spezialmalze, Brauwasser und zwei Hopfensorten werden mit dem hauseigenen Hefestamm vergoren, so dass am Ende ein fein-süffiges Getränk herauskommt. Weitere Produkte wie das Ur-Alt, Ur-Weizen, Pilsener, Helle oder Landbier vervollständigen das Angebot.

Öffnungszeiten des Abholmarkts, Rheydter Straße 138 in Korschenbroich: Montags bis mittwochs von 13 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Alt (inklusive Flaschenpfand): 0,91 Euro.

Borbecker Dampfbier aus Essen

Helmut Kohl und Gerhard Schröder schlürften bereits in der Dampfe frisch Gezapftes, aber auch Gäste aus dem fernen China kommen regelmäßig in dem Borbecker Brauhaus vorbei. Seit 1984 können Besucher von nah und fern Bier trinken. Auch, wenn es nicht mehr vor Ort gebraut wird.

Das Helle Dampfbier gab der Brauerei den Namen und wird bis heute nach der Gründerrezeptur gebraut. Das Bier mit leicht rauchigem Geschmack hat eine Stammwürze von 11,8 Prozent und einen Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Ebenfalls zum Sortiment gehören das Dunkle Salonbier oder das Zwickelbier sowie verschiedene Saisonbiere.

Öffnungszeiten der Brauhauses, Heinrich-Brauns-Straße 9-15 in Essen: Montags bis donnerstags von 11 bis 23 Uhr, freitags bis samstags von 11 bis 1 Uhr sowie sonntags von 10.30 bis 23 Uhr.

Preis für ein 0,3-Liter-Glas Helles Dampfbier: 3,10 Euro.

Brauhaus Zeche Jacobi aus Oberhausen

70 Jahre lang förderte die Zeche Jacobi rund drei Kilometer vom heutigen CentrO entfernt Kokskohle. Malochen unter Tage muss heute dort keiner mehr, ein „lecker Pilsken“ wie „nache Schicht“ gibt’s in einem nach der alten Zeche benannten Brauhaus immer noch.

Das helle Grubengold weist eine Stammwürze von 11,5 Prozent und ein Alkoholgehalt von 4,6 Prozent auf. Wer es lieber etwas dunkler und würziger mag, sollte sich an Mulvany’s halten. Ebenfalls im Angebot hat das Brauhaus das Ruhrpott Pils.

Öffnungszeiten des Brauhauses Zeche Jacobi, Promenade 30 in Oberhausen: Montags bis donnerstags von 9 bis 24 Uhr, freitags und samstags von 9 bis 2 Uhr sowie sonntags von 9 bis 22 Uhr.

Preis für ein 0,3-Liter-Glas Grubengold: 2,90 Euro.

Brinkhoff aus Dortmund

Fritz Brinkhoff wurde die Liebe zum Bier quasi in die Wiege gelegt, denn bereits viele Generationen vor ihm hatten eine Mälzerei betrieben. Kein Wunder also, dass er das Brauhandwerk erlernen wollte und später als erster Dortmunder Braumeister den sogenannten hellen Biertyp entwickelte. Und das eigentlich nur aus einem Missgeschick heraus.

Denn als der Braumeister aus Versehen einen Fehlsud aus hellem Malz an einen Kunden verschickt hatte, stieß das neue Gebräu überraschenderweise auf große Begeisterung. Die Grundlage für das Brinhoff’s No. 1 war geboren. Noch heute wird das Pils nach dem alten Rezept in Dortmund gebraut – mit einer Stammwürze von 11,4 Prozent und einem Alkoholgehalt von 5 Prozent.

Besichtigungen der Dortmunder Actien-Brauereien sind buchbar auf der Website.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Brinkhoff’s No. 1 (inklusive Flaschenpfand): 0,64 Euro.

Brauprojekt 777 aus Voerde

Was einst mit einer Milchkanne über einem offenen Feuer begann, hat seit 2012 einen ganz offiziellen Namen: Brauprojekt 777. Das nötige Wissen brachte der gelernte Brauer und Mälzer Arne mit, seine Freunde Torsten, Christian und Tim den Enthusiasmus. Mittlerweile stehen die Vier regelmäßig in ihrer selbst gebauten Brauerei, um ihre Biere unter anderem bei exklusiven Werksverkäufen anzubieten.

Vier Biere bietet die Brauerei das ganze Jahr über an, darunter das Pilsss, Single Hop und Red Ale. der Topseller ist aber ganz klar das gold-gelbe Triple 7 IPA mit einer Stammwürze von 18 Prozent und einem Alkoholgehalt von 8 Prozent. Weil die Jungs aber auch Spaß am Herumexperimentieren haben, versuchen sie sich je nach Saison auch mal am Mai Bock oder Kürbis Ale, am Coffee Stout oder Snow White Seven.

Werksverkäufe der Hausbrauerei, Friedrich-Wilhelm-Straße 48 in Voerde-Spellen: Einmal im Monat. Aktuelle Informationen zu den Terminen gibt es auf der Website.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Triple 7 IPA: 2,80 Euro.

Brauhaus Urfels aus Duisburg-Walsum

Handgebraut und traditionell naturtrüb: Zehn verschiedene Biersorten pro Jahr braut Betriebsleiter Christian Mönig im Walsumer Brauhaus Urfels. Das Brauhaus eröffnete 1995 und ist nicht weit von der Fähre nach Orsoy gelegen ein beliebter Treffpunkt für Radfahrer. Klassiker des Hauses sind etwa das „Walsumer Hell“ oder „Walsumer Dunkel“, es gibt aber auch saisonale Getränke wie das „Karnevals Bier“ oder das „Weihnachts Bier“.

Öffnungszeiten: täglich 12 bis 21.30 Uhr, Sonn- und Feiertag: 12 bis 19 Uhr.

Telefonisch können außerdem Termine zur Brauereibesichtigung vereinbart werden (täglich von 8 bis 16 Uhr): unter 0203/99 19 454.

Preise für die Biere für zu Hause: Bügelflasche (1 Liter). zzgl. Pfand 2,90 Euro. Weitere Preise gibt’s auf Homepage.

DAB aus Dortmund

Das Dortmunder Bier sollte die Welt erobern. Und so exportierte auch die Deutsche-Actien-Brauerei bereits 1879 ihr auf untergärige Weise hergestelltes Pils nach Afrika, Indien, Japan und Australien. Seitdem liegt der Fokus des Unternehmens besonders auf dem Exportgeschäft.

Mittlerweile gehört DAB zur Radeberger Gruppe, das Pils mit einem Alkoholgehalt von 5 Prozent wird allerdings noch immer nach Originalrezept in Dortmund gebraut. Ebenfalls zum Sortiment gehören das Maibock, Dark, Radler und Diät-Pils.

Öffnungszeiten des Brauerei-Museums, Steigerstraße 16 in Dortmund: Dienstags, mittwochs, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 20 Uhr und samstags von 12 bis 17 Uhr.

Preis für eine 0,5-Flasche-Liter Pilsener (inklusive Flaschenpfand): 0,67 Euro.

Diebels aus Issum

Das Altbier war bis ins 19. Jahrhundert die einzige in Westfalen hergestellte Biersorte und so braute auch der Krefelder Braumeister Josef Diebels 1878 in Issum erst einmal Alt. Mit der Zeit stellte sich die Brauerei jedoch immer breiter auf und produzierte schließlich fast alle in Deutschland gängigen Biersorten. Ein neues Konzept sah Anfang der 1970er Jahre allerdings eine Spezialisierung auf das vor, womit alles begann: Altbier. Damit entwickelte sich die Regionalbrauerei zu einem der Marktführer in der Branche.

Den herben, hopfenbetonten Geschmack entfaltet das Alt nach Aussage des Herstellers am besten bei einer Temperatur zwischen fünf und acht Grad. Der Klassiker weist eine Stammwürze von 11,5 Prozent und ein Alkoholgehalt von 4,8 Prozent auf, etwas milder sind dagegen von Natur aus das Radler mit Limonade oder das Dimix mit Cola. Wer jedoch ganz auf Promille oder Kalorien verzichten möchte, kann auf das Alkoholfrei oder Light zurückgreifen.

Kontakt zur Brauerei, Brauerei-Diebels-Straße 1 in Issum: Über die Website.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Diebels Alt (inklusive Flaschenpfand): 0,75 Euro.

Feldschlösschen aus Hamminkeln

Bier geht auch ohne Alkohol. Das beweist nicht zuletzt die Feldschlösschen Brauerei, die in ihren Anfängen zwar noch das regional so bedeutsame Altbier braute – sich seit den 1970er Jahre aber auf das bereits zum Sortiment gehörende Malzbier konzentriert.

Neben dem karamelligen Malz Klassik erfreuen sich auch das kalorienarme Malz Light oder das Mischgetränk Malco großer Beliebtheit

Kontakt zur Brauerei, Brauereistraße 2 in Hamminkeln über die Website.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Feldschlösschen Malz (inklusive Flaschenpfand): 0,78 Euro.

Fiege aus Bochum

Seit 1736 ist der Name Fiege den Bochumern ein Begriff. Nachdem jedoch die Familie zunächst nur Bier für das eigene Gasthaus braute, erhielt Moritz Fiege schließlich 1876 auch offiziell Braurechte. Diese übertrug er auf seinen Sohn, der zwei Jahre später den Grundstein für das heutige Unternehmen legte. Ein echtes Wagnis aber ging Moritz Fiege, Inhaber der zweiten Generation, 1926 ein – er verpflichtete einen Braumeister mit der Herstellung des neuen Moritz Fiege Pils. Damit gelang dem Familienunternehmen endgültig der Durchbruch.

Aus Malz, Hopfen und eigenem Brunnenwasser stellt die Brauerei zwölf verschiedene Produkte her. Beim Pils kommen nach dem Originalrezept von 1926 die Aromahopfen Perle und Tettnanger zusammen, um gemeinsam mit Malz und Karamellsalz für einen feinherben Geschmack zu sorgen.

Öffnungszeiten des Stammhauses, Bongardstraße 23 in Bochum: Montags bis samstags ab 12 Uhr.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Moritz Fiege Pils (inklusive Flaschenpfand): 0,97 Euro.

Fleuther aus Geldern

Seit 2016 entwickeln Oliver Stöcker und Sylvana Westphal in ihren kleinen Sudkesseln immer wieder neue Rezepturen. Was dabei herauskommt, füllen sie in Flaschen mit dem Logo der niederrheinischen Kopfweide ab. Und auch beim Markennamen scheint der Lokalkolorit deutlich durch. Fleuth heißt der Flussarm der Niers, in deren Nähe die beiden wohnen.

„Eins für dich – ein für mich“ lautet das Motto, das sich auf das erste selbstgebraute Bier aus der Geldener Brauerei bezieht. Das Pils Eins hat einen Alkoholgehalt von 4,9 Prozent und gehört ebenso zum Standardsortiment wie Oli’s Pale Ale und das Brown Ale 1420er Eichental. Sondersuden wie das mit Kirschnote versehene Starkbier Stout Sherry oder das schokoladig anmutende Bock Dark Choc gibt es nur saisonal.

Öffnungszeiten des Brauereishops, Ostwall 49 in Geldern: Variieren bis zum 23. November 2019. Danach zieht Fleuther um.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Eins und 1420er Eichental (UVP): 1,99 bis 2,29 Euro.

Füchschen aus Düsseldorf

Die hauseigene Chronik von Füchschen beginnt bei den Neandertalern, denn immerhin haben sie das Bierbrauen im Raum Düsseldorf perfektioniert. Ganz so alt ist die Hausbrauerei zwar nicht, doch immerhin ist ihr Grundstück seit bereits 1640 unter dem Namen „Im Füchschen“ bekannt. Angeblich wurde seitdem dort Alt gebraut, das seit 1848 auch den tierischen Namen trägt. Nach schweren Kriegsjahren entwickelte sich die Gaststätte schließlich zu einem Treffpunkt für Bürger, aber auch für Prominente wie Joseph Beuys oder Udo Jürgens.

Braumeister Frank Driewer braut so wie schon Generationen vor ihm. Heraus kommt dabei das würzig-herbe Alt mit einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent – natürlich in klarem Kupferrot. Ebenfalls zum ständigen Sortiment gehört das intensiv-herbe Pils mit einem Volumenprozent von 5,2. Passend zur Weihnachtszeit gibt es außerdem immer ab dem 10. November das Weihnachtsbier, das einen Hauch von Karamell und getrockneten Früchten verströmt.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Ratinger Straße 28 in Düsseldorf: Montags bis donnerstags von 10 bis 24 Uhr, freitags von 10 bis 1 Uhr, samstags von 9 bis 1 Uhr sowie sonntags von 9 bis 24 Uhr.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Füchschen Alt (inklusive Flaschenpfand): 2,40 Euro.

Geilings Bräu aus Kamp-Lintfort

Hopfen wächst überall, also wieso nicht auch am Niederrhein? Das fragte sich Braumeister Johannes Lehmbrock und startete 2014 gemeinsam mit seinem Vater, Agrarwirt Heiner Lehmbrock, ein Hopfenprojekt. 2017 eröffnete er schließlich seine Brauerei auf dem 400 Jahre alten Geilings Hof.

Das Geilings Bräu gibt es mittlerweile als Kellerpils, Indian Pale Ale, Alt, Dunkles Bockbier, Helles und Weizen. Das naturbelassene Pils kommt im sattem Goldgelb daher, um im Mund einen süffigen Geschmack zu verbreiten. Das India Pale Ale erscheint dagegen in Kastanienrot und schmeckt fruchtig-bitter.

Öffnungszeiten der Hofbrauerei, Saalhoffer Straße 327 in Kamp-Lintfort: Samstags von 9 bis 14 Uhr.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Geilings Bräu Pils: 2,99 Euro.

Gleumes aus Krefeld

Bereits im Jahr 1807 gründete Johannes Michael Winges die Brauerei „Zu den drei Kronen“ auf der Sternstraße in Krefeld, die durch die Übernahme von August Gleumes 1896 ihren heutigen Namen erhielt. Obwohl die Brauerei seit 1960 einige Male verkauft wurde, floss hier stets das Bier weiter. Bis heute.

Die Brauerei stellt verschiedene Biere in Eigenproduktion her, darunter das als als „Obergäriges Lager“ benannte Alt oder das leicht nach Banane schmeckende Weizen.

Öffnungszeiten des Gasthauses, Sternstraße 12 in Krefeld: Täglich ab 17 Uhr.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Lager: 0,95 Euro.

Gulasch aus Düsseldorf

Altbier kann es nie genug geben. Und so wird seit 2011 im alten Bahnhof das Gulasch Alt gebraut und direkt in Gläser oder große Fässer abgefüllt.

Neben der dunklen Farbe und dem würzigen Geschmack will das Alt vor allem mit einem besonders lang anhaltenden Schaum überzeugen.

Öffnungszeiten des Brauhauses, Belsenplatz 2 in Düsseldorf: Montags bis freitags von 10 bis 1 Uhr sowie samstags und freitags von 10 bis 2 Uhr.

Preis für ein 0,25-Liter-Glas: 2,20 Euro.

Hensen aus Mönchengladbach

Jonas, Norbert und Patrick hätten auch eine neue, trendige Marke entwickeln können. Doch sie entschieden sich dafür, lieber eine alte Tradition aufleben zu lassen. Und so brauen sie seit 2015 im ehemaligen Sudhaus der Brauerei Gebrüder Hensen, die in den 1970er Jahren aufgrund des allgemeinen Brauereisterbens schließend musste.

Neben den drei Hauptsorten Pils, Alt und IPA, haben die Brauer wechselnde Biere wie Schwarzmahler Coffee Stout, Ofenrohr-Rauchbier, Rote Dämmerung Red Ale oder das Weizen im Programm. Hinzu kommen Kollaborationen mit befreundeten Brauereien.

Öffnungszeiten des Restaurants in der Hausbrauerei, Untere Straße 133-135 in Mönchengladbach: Dienstags und donnerstags von 17.30 bis 23.30 Uhr, freitags und samstags von 17.30 bis 24 Uhr sowie sonntags von 17.30 bis 22.30 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Pils (inklusive Flaschenpfand): 2,87 Euro.

Hertog Jan aus Arcen

Dass Herzog Jan auch „Der Siegreiche“ genannt wurde, wissen die wenigsten. Dafür ist das nach ihm benannte Bier umso berühmter, immerhin zählte es bereits zu den besten Hundert der Welt. Die niederländische Brauerei Hertog Jan produziert nahe der Grenze seit 1998 unter seinem Namen verschiedenen Biere.

Während das Pilsener noch einen recht normalen Alkoholgehalt von 5,1 Prozent aufweist, werden die anderen Biere wie das Bockbier oder das Dubbel immer gehaltvoller. Den Spitzenreiter aber stellt das Grand Prestige mit einem Alkoholanteil von 10 Prozent dar. Mindestens sechs Jahre lang reift der Gerstensaft im Keller der Brauerei – das Ergebnis ist eine dunkle Farbe, ein kräftiger Geruch und ein bittersüßer Geschmack.

Öffnungszeiten des Brauereishops, Kruisweg 44 in Arcen: Dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 11 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Hertog Jan Grand Prestige: 5,99 Euro.

Kalkarer Mühlenbier aus Kalkar

Das Bierbrauen hat in Kalkar Tradition. Um 1500 gab es neben 42 öffentlichen auch zahlreiche private Brauereien. Ehrenamtliche Brauer aus den unterschiedlichsten Berufen halten die Tradition bis heute aufrecht und brauen in der Mühle das Kalkarer Mühlenbier.

Das Kalkarer Mühlenbier ist ein dunkles, untergäriges Bier mit einem herzhaft-würzigen Geschmack, das sich nach Aussage der Brauerei durch eine besondere Bekömmlichkeit auszeichnet. Wer das Bier selbst mal kosten möchte, sollte der Gastronomie an der Kalkarer Mühle einen Besuch abstatten. Denn eine Flaschenabfüllung findet nicht statt.

Öffnungszeiten des Brauhauses Kalkarer Mühle, Mühlenstege 8 in Kalkar: Dienstags bis donnerstags von 11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21, freitags bis samstags von 11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21.30 Uhr sowie sonntags von 11.30 bis 21 Uhr.

Preis für ein 0,3-Liter-Glas Kalkarer Mühlenbier: 2,70 Euro. Auf Vorbestellung ist das Bier auch in Ein-Liter-Bügelflaschen zum Preis von 8 Euro (inklusive 2 Euro Flaschenpfand) erhältlich.

König Pilsener aus Duisburg

Damit die Kumpel aus den umliegenden Zechen mit einem leckeren Pils auf ihren Feierabend anstoßen konnten, gründete Theodor König im Jahr 1858 eine Brauerei in Duisburg-Beeck. Der wirtschaftliche Erfolg der Region wirkt sich auch auf den der Brauerei aus. So entwickelte sich das stärker gehopfte Bier nach Pilsener Brauart im Laufe der Zeit zu einem echten Trend auf dem Biermarkt.

Das Feierabendbier König Pilsener schmeckt nach Aussage der Brauerei am besten bei einer Trinktemperatur von sechs bis acht Grad und hat einen Alkoholgehalt von 4,9 Prozent. Neben dem König Pilsener Alkoholfrei und Radler, produziert die Brauerei außerdem auch das mildere König Rotbier und das ungefilterte Zwickl-Kellerbier Th. König.

Öffnungszeiten des König Pilsener Wirtshauses, Am Innenhafen 8-10 in Duisburg: Täglich von 10 bis 24 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche König Pilsener (inklusive Flaschenpfand): 0,76 Euro.

Königshof aus Krefeld

Die Brauerei Königshof fand 2003 ihren Standort auf dem ehemaligen Gelände der Brauerei Rhenania – bekannt für das bundesweit bekannte Biermischgetränk Krefelder. Zunächst produzierte die Brauerei hier lediglich für verschiedene Biermarken, 2009 aber folgte sie schließlich dem Wunsch vieler Krefelder und brachte mit Original Königshofer als Pils und Alt die erste eigene Biermarke auf den regionalen Markt.

Das Alt ist eine milde Variante des niederrheinischen Altbieres, das sich durch nussige und malzige Noten auszeichnet. Das feinwürzige Pils gibt es außerdem noch als naturtrübe Radler-Variante. Neben der Premiummarke verkauft die Brauerei seit 2008 zusätzlich noch günstigere Biere unter dem Namen Brauerei Königshof.

Kontakt zur Brauerei, Obergath 90 in Krefeld, über die Website.

Preis für eine 0,5-Liter-Flasche Brauerei Königshof Alt (inklusive Flaschenpfand): 0,57 Euro.

Kürzer aus Düsseldorf

Alt kann auch jung sein – zumindest, wenn es um die Tradition des Bierbrauens geht. Denn während die meisten der Branche mit ihrem teils jahrhundertelangen Bestehen werben, versteht sich Kürzer als die jüngste Altbierbrauerei in der Altstadt. Eigentümer Hans-Peter Schwemin setzt seit 2010 auf die moderne Interpretation von alter Brauhaustradition. Zum Konzept gehört dabei auch, dass Besucher dem Braumeister bei der Arbeit zusehen können.

Das fein-malzige Alt gibt es mittlerweile in verschiedenen Lokalen im gesamten Stadtgebiet, aber natürlich auch bei Kürzer selbst auf der Kurzen Straße.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Kurze Straße 20 in Düsseldorf: Täglich von mittags bis nachts.

Preis für eine 0,5-Flasche Kürzer Alt: 1,65 Euro.

Mölmsch aus Mülheim

Fünf Jungs mit Unternehmergeist wollten ihrer Heimatstadt das Bier zurückgeben und planten das große Comeback vom traditionellen Mölmsch. 2009 war es schließlich so weit und das Helle Obergärige lebte in Mülheim wieder auf.

Das Echt Mölmsch steht für Mülheimer Braukultur, die durch eine neue Rezeptur und einen fruchtig-milden Geschmack in der heutigen Zeit angekommen ist. Wie dagegen das Pilsener schmecken sollte, überließen die Brauer ihren Kunden. Bei der Verkostungsaktion im Jahr 2012 kam schließlich ein malzig-herbes Pils heraus.

Öffnungszeiten des Getränkefachhandels Mölmsch, Lahnstraße 30a in Mülheim: Montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Echt Mölmsch: 0,63 Euro.

Mücke aus Essen

Einst hieß Mücke das letzte Grubenpferd auf Zeche Zollverein, heute heißt Mücke ein in Heimarbeit kreiertes Craft Bier aus Essen. „Et war Zeit für wat Neues, wat Anderes. Also ham’ wa’ gemacht. Punkt“, erklären Dennis Pfahl und Michael Kesseböhmer. Und so interpretieren sie verschiedene Bierstile neu, um das beliebte Getränk wieder interessant zu machen.

Dauerhaft zum Sortiment gehören das für das Ruhrgebiet klassische Ruhr Export, das leicht scharfe Ingwer Pale Ale und das naturtrübe Single Hop Comet. Das fruchtig-spritzige Himbeer Gose oder das süffige 168-Bio-Weizenbier sind dagegen nur zeitweise erhältlich.

Einen Überblick über Shops, die Mücke Biere anbieten, bietet eine Karte.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Mücke Ruhr Export (inklusive Flaschenpfand): 2,07 Euro.

Ruhrpottbrew aus Oberhausen

Der Pott hat einige Hausbrauereien zu bieten, den Pottwal hat sich aber nur eine fürs Logo zu eigen gemacht: die Ruhrpottbrewery. Tobias Palmer hat bereits in China, Russland, Indien oder Russland in kleinen Brauereien gearbeitet und dabei Erfahrungen gesammelt, die er für seine jetzige Arbeit nutzen kann. Neben seinem Selbstgebrauten finden sich im Brauereishop aber auch weitere Biere aus aller Welt.

Nebeneinander aufgereiht bilden die insgesamt sechs Ruhrpottbrew-Sorten ein buntes Farbspektrum. Aber auch geschmacklich ist bei dem Angebot von Pale Ale über Honey Pepper Ale bis hin zu Creamy Brownie für jeden Liebhaber etwas dabei. Im Pilsener mit einem Alkoholgehalt von 5,2 Prozent landen insgesamt drei Hopfensorten, die am Ende für komplexe Aromen sorgen.

Öffnungszeiten des Brauereishops, Postweg 29 in Oberhausen: Dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, nur donnerstags von 13 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr.

Schlüffken aus Krefeld

Lange haben die Geschwister Anne und Johannes Furth an ihrer Brauerei am Nordbahnhof gebaut, 2018 schließlich konnten sie Schlüffken eröffnen. „Wir fangen zwar ganz klein an, aber dafür direkt mit einer großen Flasche“, heißt es auf ihrer neuen Website.

Und tatsächlich gibt es ihr eher herbes Alt nur in Ein-Liter-Flaschen, ebenso ihr erst einige Zeit später entwickelte Pils. Probieren können Bierliebhaber beide Sorten in der Gaststätte Nordbahnhof.

Öffnungszeiten des Nordbahnhofs, Preußenring 130 in Krefeld: Montags bis donnerstags von 11.20 bis 14.30 Uhr und 17 bis 23 Uhr, freitags von 11.30 bis 14.30 Uhr und 17 bis 24, samstags von 11 bis 14.30 Uhr sowie sonntags von 11 bis 22.30 Uhr.

Preis für eine Ein-Liter-Flasche Alt: 4,80 Euro.

Schumacher aus Düsseldorf

Als Matthias Schumacher im Jahr 1838 die Brauerei „Im Sonnenaufgang“ in der Altstadt kaufte, setzte er seinen Gästen Bier gebraut aus Hopfen, Malz und klarem Brunnenwasser vor. Mit Erfolg. So vergrößerten die nachfolgenden Generationen seine mittlerweile in die Oststraße umgezogene Brauerei und kauften die Gaststätte „Im Goldenen Kessel.“ Obwohl beide Standorte im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, floss bereits kurz nach Kriegsende in der Brauerei wieder Flüssigbrot.

Auch heute noch produziert die Brauerei nach alter Tradition das würzige Vollbier Alt mit 4,6 Prozent Alkoholgehalt. Das bernsteinfarbene Altbier mit kräftigem Schaum können Genießer das ganze Jahr über aus Ein-Liter-Bügelflaschen, verschiedenen Fässern sowie seit Mai 2019 aus 0,33-Liter-Mehrwegflaschen trinken. Und weil Braumeister schon früher ihr besonders gelungenes Bier „op de Latt“ legten und nur an ausgesuchten Tagen ausschenkten, bietet die Brauerei ihr spezielles Latzenbier ebenfalls nur drei Mal im Jahr an. Jeweils am dritten Donnerstag im März, September und November gibt es das mit mehr gutem Malz gebraute und damit auch stärkere Getränk.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Oststraße 123 in Düsseldorf: 10 bis 24 Uhr. Öffnungszeiten der Gaststätte Im Goldenen Kessel, Bolkerstraße 44 in Düsseldorf: Sonntags bis donnerstags von 10 bis 24 Uhr sowie freitags und samstags von 10 bis 1 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Schumacher Alt (inklusive Flaschenpfand): 1,20 Euro.

Stauder aus Essen

Der aus Bayern stammende Theodor Stauder begann 1867 in dem damals noch ländlichen Essen mit der untergärigen Brauweise und setzte damit den Grundstein für die Stauder-Tradition. Mittlerweile leitet die Familie das Unternehmen in sechster Generation und konnte mit ihrem Bier sogar Batman-Schauspieler Christian Bale begeistern. Für echte Fans gibt es übrigens einen eigenen Stauder-Song...

Neben dem klassischen Pils gehören unter anderem auch das Radler, Ruhrtyp Hell und Borbecker Dampfbier zum Brauereisortiment. Nachdem im Jubiläumsjahr 2017 außerdem das naturtrübe Jacob auf den Markt gekommen ist, gibt es seit 2018 auch das Bierchen mit frischen Fruchtnoten.

Öffnungszeiten des Brauereishops, Stauderstraße 88 in Essen: Montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 12 bis 16 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche (inklusive Flaschenpfand): 0,70 Euro.

Uerige aus Düsseldorf

Auch schlecht gelaunte Menschen können gute Ideen haben. Das hat Wilhelm Cürten bereits 1862 bewiesen, als er trotz seines „uerigen“ (Düsseldorfer Platt für „schlecht gelaunten“) Wesens eine Hausbrauerei mitten in der Altstadt gründete. Über 150 Jahre später tummeln sich noch immer zahlreiche Bierliebhaber im oder vor dem Patrizierhaus, um „das leckere Dröppke“ zu genießen.

Die Spezialität der Brauerei ist das Alt. Das nach eigenen Aussagen an Bitterstoffen reichste Bier Deutschlands hat einen Alkoholgehalt von 4,7 Prozent und schmeckt trotz oder wegen der Bitterstoffe aromatisch. Daneben hat die Brauerei noch das für den amerikanischen Markt gebraute Starkbier DoppelSticke und das eher für sommerliche Tage entwickelte Weizen im Angebot. Abgesehen von den Klassikern probiert sich die Brauerei aber auch immer wieder an neuen Kreationen aus – so ist beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Dänen Mikkel Borg Bjergsø die neue Altbiersorte Gnavne Gamle Men mit einem süßlichen, nussigen Malzaroma entstanden.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Berger Straße 1 in Düsseldorf: Täglich von 10 bis 24 Uhr.

Preis für eine Ein-Liter-Flasche Ueriger Alt (inklusive Flaschenpfand): 2,45 Euro.

Walter Bräu aus Wesel

Als Walter Hüsges im Keller eines Reihenhauses mit seinem Hobby startete, ahnte er noch nicht, dass er damit einmal Geld verdienen würde. Doch weil sein selbst gebrautes Bier zahlreiche Abnehmer fand, eröffnete er 2007 schließlich eine eigene Hausbrauerei. Mittlerweile können Genießer das Bier jederzeit in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre oder im Biergarten zu sich nehmen – allerdings nach vorheriger Anmeldung.

Zum ständigen Sortiment der Hausbrauerei gehören acht Biere, darunter auch das Landbier, India Pale Ale oder Rotbier. Eine Besonderheit stellt zudem das Hildegard Bier aus Dinkel dar. Nur in der jeweiligen Saison gibt es das Maibock, Erntebräu und Winterbier.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Perricher Weg 54c in Wesel: Mittwochs bis samstags von 9 bis 17 Uhr. Erhältlich sind die Biere aber auch jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr auf dem Feierabendmarkt in Wesel.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Walters Landbier: 1,80 Euro.

Webster aus Duisburg

Sein Onkel machte es vor und Rainer Hörger tat es ihm gleich – zunächst einmal aber beschränkte sich sein Bierbrauen auf zahlreiche Selbstversuche. Mit seinen beiden Mitstreitern, Marc Weber und Jutta Rozanski, eröffnete er schließlich Anfang 1992 mit Webster die erste Duisburger Hausbrauerei in den Räumen des ehemaligen Kolpinghauses am Dellplatz.

Seit dem ersten Tag schenkt die Brauerei die unfiltrierten Klassiker Blond und Braun aus. Einige kreative Spezialitäten gibt es dagegen nur saisonal – darunter das fruchtig-süße Pale Ale im Sommer, das süffige Festbier zum Oktoberfest oder der würzige Nikolausbock für die kalte Jahreszeit.

Öffnungszeiten der Hausbrauerei, Dellplatz 14 in Duisburg: Montags bis donnerstags von 12 bis 24 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 1 Uhr, sonntags von 10.30 Uhr bis 10.30 Uhr.

Preis für ein 0,3-Liter-Glas Blond oder Braun: 3 Euro.

Brauhaus Jäger aus Xanten

Der Xantener Winfried Jäger ist gelernter Brauer, hat in der König Brauerei in Duisburg gelernt, mittlerweile ist er bei Hövelmann in Duisburg angestellt. In seiner Freizeit braut Jäger sein eigenes Bier. Das Xantener Landbier gibt es seit 2010 – gebraut nach dem Reinheitsgebot. In die 1-Liter-Bügelflasche kommt es naturbelassen und unfiltriert, das ist Jäger wichtig. Seine Leidenschaft für Bier hat Jäger auch an seine Tochter vererbt. Sie ist Brauerin geworden. Gemeinsam arbeiten sie gerade daran, ihre eigene Brauerei zu eröffnen. Bislang wird das Bier von Vater und Tochter nämlich in verschiedenen Brauereien in der Region gebraut.

Das Landbier ist aber nicht die einzige Sorte, die aus Xanten kommt. Insgesamt sieben verschiedene Stile hat Jäger im Programm, darunter Pils, Honigbier und Scottish Ale. Seine Bockbierkreationen gibt es saisonal zu Nikolaus, zur Fastenzeit und zum Mai. Je nach Verkaufsort werden die Biere mit eigenem Namen und Etikett vertrieben – als Emmericher Landbier, Klever Pils oder Kevelaerer Gold.

Kaufen kann man die Biere in verschiedenen Getränkemärkten zwischen Emmerich und Duisburg/Oberhausen. Eine Übersicht findet sich hier.

Preis für die 1-Liter-Bügelflasche: 3,49 Euro, hinzu kommen 2 Euro Pfand.

Zum Schlüssel aus Düsseldorf

Es ist noch nicht allzu lange her, da durften nur Bäcker mit Hefe arbeiten und flüssiges Brot herstellen. So verwundert es kaum, dass auch Jakob Schwenger 1850 eine Bäckerei und Brauerei in der Nähe des Stadttors eröffnete. Und weil es einst Brauch war, dass der Schlüssel für ebenjenes Stadttor in der benachbarten Gaststätte aufbewahrt wurde, war der Name „Zum Schlüssel“ schnell gefunden.

Die Brauerei stellt mit eigener Hefe das Altbier Original Schlüssel her, das einen Stammwürzegehalt von 12,5 Prozent hat. Der besonders milde und ausgewogene Geschmack überzeugte auch die Jury des European Beer Stars, die das Bier 2012 und 2014 jeweils mit einer Goldmedaille auszeichnete.

Öffnungszeiten des Stammhauses, Bolkerstraße 41 bis 47 in Düsseldorf: Sonntags bis donnerstags von 10 bis 24 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 1 Uhr.

Preis für eine 0,33-Liter-Flasche Original Schlüssel (inklusive Flaschenpfand): 1,35 Euro.

  • Hinweis: Unser Bieratlas hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Wenn Sie weitere kleine Brauereien aus der Region kennen, schreiben Sie uns eine Mail an hod@nrz.de
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