Gesundheit

Die Grippe hat Essen besonders hart getroffen

Fieberthermometer, Medikamente und eine Tasse Tee stehen bereit. Die Patientin kann nur liegen. Die Symptome einer Grippe sind belastender als die einer gewöhnlichen Erkältung, sagen Ärzte.

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Fieberthermometer, Medikamente und eine Tasse Tee stehen bereit. Die Patientin kann nur liegen. Die Symptome einer Grippe sind belastender als die einer gewöhnlichen Erkältung, sagen Ärzte. Foto: dpa

Essen.   Die Zahl der Grippe-Erkrankten ist deutlich größer als in den vergangenen Jahren. Krankenhäuser sperren einzelne Stationen für Besucher.

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Essen hustet, hat Fieber und Gliederschmerzen. Die Grippe schlägt in dieser Saison besonders stark zu. Nicht nur in dieser Stadt, aber auch in dieser Stadt. Nach Worten von Dr. Rainer Kundt „ist die Zahl der Grippekranken deutlich höher als in den vergangenen Jahren“. Der Ärztliche Leiter des Gesundheitsamtes sagt aber auch, dass der Gipfel der Grippewelle nun offenbar überschritten sei. „Jetzt bekommen wir nur noch vereinzelte Meldungen aus den Krankenhäusern.“

Wie viele Essener sich insgesamt infiziert haben oder hatten, kann die Stadt zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Statistik werde erst später ausgewertet, so Kundt. Was er aber jetzt schon weiß: „Es hat auch Todesfälle gegeben.“ Außergewöhnlich sei das nicht. Besonders für ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen könne die Grippe gefährlich werden.

Auch Mitarbeiter in den Krankenhäusern betroffen

Die Essener Krankenhäuser sind teilweise an ihre Belastungsgrenze gestoßen. Die (Intensiv-) Stationen sind gut belegt, bei Risikopatienten wird genau überlegt, ob eine Operation wirklich sofort sein muss oder nicht bis zum Abklingen der Grippewelle Zeit hat. Am Uniklinikum wurde eine Etage vorsorglich für Besucher gesperrt, um die dort behandelten, schwer kranken Patienten nicht noch durch mögliche Erreger zusätzlich zu belasten. Grundsätzlich bemühen sich die Häuser, die Vernunft der Besucher anzusprechen – je weniger Menschen, desto geringer das Infektionsrisiko. Auch Ärzte und Pfleger werden oder wurden von der Viruserkrankung erwischt. „Es ist eine ungewöhnlich hohe Zahl an Grippefällen. Dies gilt sowohl für Mitarbeiter als auch für Patienten“, sagt beispielsweise Dorothee Renzel, Pressesprecherin des Elisabeth-Krankenhauses.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117

Spürbar ist der Grippealarm vor allem in den Notaufnahmen. Gesundheitsamt und Krankenhäuser appellieren an die Bürger, sich bei einem Grippe-Verdacht nicht zwangsläufig in die Krankenhaus-Notaufnahme zu begeben, sondern eine der Notdienstpraxen der niedergelassenen Ärzte aufzusuchen oder den Hausarzt. Notdienstpraxen gibt es am Alfried-Krupp-Krankenhaus, Alfried-Krupp-Straße 21 in Rüttenscheid und Hellweg 96 in Steele, am Philippusstift, Hülsmannstraße 17, und am Marienhospital, Hospitalstraße 24. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Nummer 116 117 zu erreichen.

Und wie kann man sich die Grippe vom Leib halten? Birgit Ross, Hygieneexpertin am Uniklinikum, rät: „Häufig und gründlich die Hände waschen, Händeschütteln vermeiden. Wer dann noch einen Meter Abstand zu anderen Menschen hält, ist auf der sicheren Seite.“

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