Polizei

Diebe stehlen Briefe eines toten Vaters an seine Kinder

Foto: dpa

Neuss.   Die Diebe waren auf Geld aus. Doch sie nahmen auch Briefe mit, die ein sterbender Vater an seine Kinder schrieb. Sie sollen sie mit 18 lesen.

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Einbrecher haben in Neuss einen Tresor gestohlen, in dem auch unersetzliche Erinnerungen an einen toten Familienvater aufbewahrt wurden. „Darin waren mehrere ungelesene Briefe meines Mannes an unsere Kinder, die sie zu ihrem 18. Geburtstag erhalten sollten“, berichtete die Witwe. Ihr Mann habe, als er wusste, dass er nicht mehr leben wird, als Andenken auch ein Buch („Papa, erzähl mal“) über sich und sein Leben für seine kleinen Kinder geschrieben. Dies sei ebenfalls mit dem Tresor verschwunden.

Die Kinder, inzwischen sieben und zehn Jahre alt, hätten ihren Vater kaum gesund erlebt. 2017 starb der Vater nach sieben Operationen und zahlreichen Chemotherapien an Darmkrebs. Er wurde nur 45 Jahre alt. „Diese ganzen Andenken sind unwiederbringlich verloren, wenn sie nicht jemand findet oder zurückgibt“, sagte die 37-Jährige.

Appell an die Tresordiebe

Auch das Tagebuch, das der Mann während der Krankheit führte, lag im Tresor. Als er nicht mehr in der Lage war, selbst den Stift zu führen, schrieb seine Frau für ihn die letzten 70 Seiten.

Dass in dem Tresor auch Schmuck und Erbstücke der Familie gewesen seien, sei vergleichsweise leicht zu verschmerzen. „Dass ich meine Ringe nicht wiederbekomme, ist mir klar.“ Die Witwe hofft nun, dass vielleicht die Panzerknacker ihr Gewissen entdecken oder jemand die gestohlenen Briefe vielleicht in einer Mülltonne findet. (dpa/NRZ)

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