Einfach ins Geschäft kommen

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WIRTSCHAFTSTAG. Afrikanische Firmenchefs und Mittelständler tauschen sich aus. Motto: Aus Kontakten Kontrakte machen.

AM NIEDERRHEIN. Deutsches Know How und afrikanisches Unternehmertum - mit den beiden ist das noch so, wie mit den sprichwörtlichen Königskindern - sie können zusammen nicht kommen. Noch nicht, sagt der Wirtschaftsexperte Ibrahim Gueye, denn erstens sei Afrika keine wirtschaftliche Wüste sondern ein Kontinent, auf dem sich gut und gerne Geld verdienen lasse. Zweitens seien deutsch-afrikanische Wirtschafsbeziehungen und -partnerschaften dicke Chancen für beide Seiten und, fast noch wichtiger: Afrika ist ein Kontinent mit sicherlich vielen Problemen, aber mit nicht minder vielen Chancen auf eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft. Ein guter Grund, in Krefeld nun einen deutsch-afrikanischen Wirtschafstag auszurufen. Den ersten. Ibrahim Gueye, seit 20 Jahren Journalist beim Handelsblatt und u.a. Aufsichtsratsvorsitzender des Afrikanischen Dachverbandes NRW, weiß natürlich um die Gründe für (nicht nur) deutsche Investionszurückhaltung auf dem "schwarzen Kontinent". "Wir wollen Vertrauen schaffen, aufklären, informieren und beraten", so Gueye. Und hofft, dass Freitag, 22. August, viele niederrheinische Unternehmer und Mittelständler die Chance auf Informationen aus erster Hand nutzen. Gefördert wird der Tag durch die IHK Mittlerer Niederrhein und die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Renommierte Referenten sind eingeladen und afrikanische Geschäftsleute, die "unter Investitionsdruck stehen", so Gueye, und händeringend auf der Suche nach deutschem Fachwissen seien. In Krefeld präsentiert sich u.a. eine Druckfirma aus Kamerun, die einen Jahresumsatz von fünf Millionen Euro aufweist und neue Druckmaschinen braucht. Eine Firma aus Algerien hofft auf deutsche Bauunternehmer und will u.a. 1250 Kilometer Autobahn bauen, dreispurig. Und da ist noch die Lebensmittel verarbeitende Großfirma aus Ghana, die nach Möglichkeiten sucht, Tomaten zu konservieren - in Dosen, Tetra Paks oder Ähnlichem.

"Die Leute denken, die Chinesen sind überall in Afrika", sagt Ibrahim Gueye. "Das stimmt so nicht. Da machen inzwischen auch Brasilianer, Iraner, Inder gute Geschäfte. Nur die Deutschen tun sich noch schwer." Und dabei schätzten Afrikaner nach wie vor die Marke made in germany. Referenten und Gesprächspartner auf dem Wirtschaftstag bei der IHK Mittlerer Niederrhein, Krefeld, Nordwall 39, Großer Saal sind u.a. Staatssekretätin Karin Kortmann; Mario Ohoven, Bundesverband mittelständische Wirtschaft; Uwe Sehlbach, Vorstandsmitglied ThyssenKrupp; Prof. Fanuel Tjingaete, ehemals Leiter des Rechnungshofes von Namibia.

Eingebettet ist das Forum in eine deutsch-afrikanische Kulturwoche mit vielen Aktionen und einem Galaabend im Seidenweberhaus.

Infos: www.loa-nrw.de

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