Natur schützen und erklären

Einsatz von zwei Rangern an Krickenbecker Seen geplant

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Ein Naturparadies: die Krickenbecker Seen in Nettetal. Die Biologische Station dort betreut Schutzgebiete im Kreis Viersen, berät und führtn Artenschutzprojekte durch.

Ein Naturparadies: die Krickenbecker Seen in Nettetal. Die Biologische Station dort betreut Schutzgebiete im Kreis Viersen, berät und führtn Artenschutzprojekte durch.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Kreis Viersen.  Nach dem Besucherandrang im Corona-Jahr 2020 ist der Einsatz von zwei Rangern geplant. Sie sollen aufpassen, aber auch Naturtourismus fördern.

2020 war kein einfaches Jahr für die Biologische Station Krickenbecker Seen in Nettetal: Wegen Corona war das Besucherzentrum 17 Wochen dicht, entsprechend weniger Gäste kamen. Wegen Corona waren aber auch Freizeitmöglichkeiten insgesamt rar, entsprechend mehr Besucher drängten in die Naturschutzgebiete.

Beides zog Begleiterscheinungen mit sich, wie Dr. Ansgar Reichmann, der Leiter der Station, jetzt im Umweltausschuss des Stadtrates berichtete. Dass nur 17.000 Gäste ins Besucherzentrum kamen, hinterließ Spuren in den Finanzen - die Biologische Station schloss das Jahr mit einem Minus von 12.000 Euro ab. Zum Minus beigetragen haben aber auch erhöhte Landschaftspflegekosten infolge der extremen Hitze im vergangenen Jahr.

In Lockdown-Zeiten zog es viele Menschen in die Natur

Und die vielen Besucher draußen warfen teilweise ihren Abfall in die Landschaft, einige parkten wild, andere hatten ihre Hunde nicht angeleint - und wieder andere ließen Drohnen brummend im Tiefflug kreisen. Dass es die Menschen im Lockdown in die Natur gezogen hat, ist für Reichmann „nachvollziehbar“. Für Rücksichtslosigkeiten muss aber kein Verständnis haben; außerdem gilt es die Natur zu schützen.

Biologische Station und Kreis Viersen sind deshalb in Gesprächen über den Einsatz von zwei Rangern. Sie sollen als Beschäftigte des Kreises möglichst noch in diesem Sommer, auf alle Fälle noch in diesem Jahr ihren Dienst aufnehmen. „Ranger haben einerseits eine Kontrollfunktion, fördern andererseits den Naturtourismus“, sagte Reichmann.

Auch der Uhu wurde schon gesichtet

Die Tier- und Pflanzenwelt entwickelt sich weiter. Der Biber hat jetzt auch die Nette besiedelt und fühlt sich dort wohl. Erwartet wird die Rückkehr des Fischotters, erste Spuren von ihm wurden gefunden. Storch, Roter Milan und Schwarzmilan sind bereits heimisch. Erstmals brütete 2020 auch ein Blaukehlchen-Paar. Zudem gab es wiederholt Uhu-Sichtungen - u. a. mitten in Lobberich.

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