Früchte

Endlich: Im Rheinland ist wieder Erdbeerzeit

Das Rheinland ist Erdbeerland: Die ersten heimischen Früchte sind da.

Das Rheinland ist Erdbeerland: Die ersten heimischen Früchte sind da.

Foto: dpa

Im Rheinland.   In rheinischen Gewächshäusern werden erste Früchte geerntet. Die Region ist bundesweit führend bei den frühen Erdbeeren, sagen die Landwirte.

Die Erdbeerzeit hat im Rheinland wieder begonnen: Die ersten heimischen Früchte aus Gewächshäusern sind reif. Das teilte der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer an diesem Mittwoch (24. April 2019) mit. In der nächsten Woche dürfte die erste Ernte aus dem Anbau unter Folientunneln folgen.

Mitte/Ende Mai könnten dann die Freiland-Erdbeeren folgen – wenn das Wetter mitspielt. „Wir hoffen, dass uns im Freiland nicht noch ein später Frost dazwischenfunkt“, sagte Peter Muß vom Provinzialverband im Gespräch mit der Redaktion. Rund 100 Erzeuger bauen in der Region Erdbeeren an, viele schon seit Jahrzehnten.

Die Gesamtanbaufläche für Erdbeeren in NRW liegt bei etwa 2500 Hektar und hat sich gegenüber dem Jahr 2010 kaum verändert. Allerdings ist der Anteil der Früh-Erdbeeren deutlich angestiegen. Während vor neun Jahren noch etwa 170 Hektar Erdbeeren in Tunneln und Gewächshäusern angebaut wurden, sind es nun zirka 470 Hektar Folientunnel und zirka 20 Hektar Gewächshäusern.

Vor Feuchtigkeit geschützt

„Das Rheinland ist bundesweit führend bei der Verfrühung von Erdbeeren“, sagt Fachmann Muß. In Gewächshäusern und unter Folie wird das Sonnenlicht eingefangen und die Wärme gespeichert. Zugleich werden die Früchte aber auch vor Feuchtigkeit und Pilzbefall geschützt. So könne man Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln einsparen, heißt es beim Provinzialverband. Früher, als der Anbau in Gewächshäusern und Folientunneln noch nicht so verbreitet war, gab es die ersten Erdbeeren erst Mitte/Ende Mai.

Heimische Erdbeeren gibt es laut Provinzialverband bis in den November oder gar Dezember hinein – „dann wieder aus dem Gewächshaus“, sagt Peter Muß. Die frühen Sorten jetzt heißen zum Beispiel Clery, Darselect oder Elsanta. Weil der Aufwand im Gewächshaus vergleichsweise groß ist, sind die Früchte derzeit noch teurer als sonst. Mit wachsendem Angebot dürften die Preise aber in den nächsten Wochen fallen.

Keine langen Transportwege

Was macht eine gute Erdbeere aus? „Ganz klar: der Geschmack, eine gewisse Festigkeit“, sagt der Fachmann vom Provinzialverband. Weil es keine langen Transportwege gibt, sieht Peter Muß die heimischen Früchte klar im Vorteil.

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