Erster Runder Tisch Salzbergbau

Kreis Wesel.   Auf Augenhöhe habe man gesprochen, sagt Wilhelm Fischer von der Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten, nach dem ersten Runden Tisch im Kreishaus zufrieden. Vertreter der Salzbergbauunternehmen, der Bürgerinitiativen, der betroffenen Kommunen Alpen, Rheinberg, Wesel und Xanten, der Bezirksregierung Arnsberg als Genehmigungsbehörde sowie der Kreistagsfraktionen hatten sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einen Tisch gesetzt.

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Auf Augenhöhe habe man gesprochen, sagt Wilhelm Fischer von der Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten, nach dem ersten Runden Tisch im Kreishaus zufrieden. Vertreter der Salzbergbauunternehmen, der Bürgerinitiativen, der betroffenen Kommunen Alpen, Rheinberg, Wesel und Xanten, der Bezirksregierung Arnsberg als Genehmigungsbehörde sowie der Kreistagsfraktionen hatten sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einen Tisch gesetzt.

Landrat Ansgar Müller nannte als Ziel der Veranstaltung, das bislang oft emotional diskutierte Thema zu versachlichen und das Wissen aller Beteiligten über die Zusammenhänge des Steinsalzbergbaus zu vertiefen. Offenbar ist das gelungen. „Es war ein offenes und gutes Miteinander“, sagt Fischer auf Anfrage und auch die Kreisverwaltung äußert sich zufrieden. Sascha Wagner (Die Linke) lobt den guten Auftakt, es sei aber vieles an der Oberfläche geblieben und müsse noch geklärt werden.

Ein Ergebnis des Tages: Es soll weitere solcher Runden geben. Darüber muss der Kreistag demnächst befinden, doch die Fortsetzung ist wahrscheinlich.

Ein Hauptthema: Die Bergbaugeschädigten fordern eine neutrale Schlichtungsstelle, die gemeldete Schäden beurteilen soll – bislang läuft das über die Salzbergbauunternehmen selbst. Und einige möchten auch, dass das so bleibt.

Gastredner Professor Dr. Heinz Konietzky von der Technischen Universität Freiberg, ein international anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Geotechnik, klärte über die Auswirkungen des unterirdischen Steinsalzabbaus auf die Oberfläche auf. Seine Einschätzung: Vielfältige Möglichkeiten des Monitorings machten die Auswirkungen des Salzabbaus berechen- und beherrschbar, so der Referent. Im Anschluss daran berichteten dann Vertreter der Salzbergbauunternehmen sowie der Bürgerinitiative der Bergbaugeschädigten über ihre Erfahrungen. In einer sachlichen Abschlussdiskussion klärten die Anwesenden inhaltliche Fragen und Anmerkungen. Inhaltlich gibt es noch einiges zu klären und Stoff für weitere Runden. Gebracht hat die Runde aus Sicht der Bergbaugeschädigten sicher etwas. Man spricht endlich miteinander.

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