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Essener Tafel: Mehr Anfragen nach Debatte um Ausländer-Aufnahmestopp

Jörg Sator, der Chef der Essener Tafel.

Jörg Sator, der Chef der Essener Tafel.

Foto: Jörg Schimmel

Essen.  Mit einem vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer hat die Essener Tafel im Frühjahr für Aufsehen gesorgt. Nun berichtet der Tafel-Chef von mehr Anfragen.

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Der Streit um den vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer im Frühjahr hat an der Essener Tafel für mehr Kundenanfragen gesorgt. "Die Tafel ist dadurch auch bekannter geworden", sagte Tafel-Chef Jörg Sartor am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor einem halben Jahr, am 10. Januar, hatte die Einrichtung zum ersten Mal Berechtigungsausweise nur an Bürger mit deutschem Ausweis vergeben. Die Essener Tafel hatte diesen Schritt mit einem sehr hohen Anteil an Ausländern unter ihren Kunden begründet. Die Anfang April wieder abgeschaffte Regelung löste bundesweit eine kontroverse Diskussion aus.

Chef der Essener Tafel hofft, dass Andrang im August abnimmt

Seit dem 11. April gelten neue Aufnahmeregeln: Bevorzugt werden Alleinerziehende, Schwerbehinderte, Familien mit minderjährigen Kindern sowie Senioren aufgenommen - unabhängig von ihrer Nationalität. Seit Mai ist der Andrang so groß, dass diese Regeln dauerhaft angewendet werden.

Pro Monat wollen laut Sartor etwa 200 bis 250 Kunden einen Berechtigungsausweis. Er schätzt, dass rund 40 Prozent davon keinen erhielten - etwa die Hälfte davon wegen der neuen Regelungen, die anderen wegen sonstiger fehlender Voraussetzungen. Der Tafel-Chef hofft, dass der Andrang im August abnimmt. (dpa)

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