Fahrradverkehr

Fahrrad-Club ADFC wirbt für kommunale „Radentscheide“ in NRW

Sieht aus, als wenn man dem Radverkehr den roten Teppich ausrollen wollte - darum geht es hier nicht: Geschützte Radwege sind eine Möglichkeit, Radfahrern mehr Raum und vor allem Sicherheit zu geben. Aktive des Radentscheids Bielefeld werben dafür.

Sieht aus, als wenn man dem Radverkehr den roten Teppich ausrollen wollte - darum geht es hier nicht: Geschützte Radwege sind eine Möglichkeit, Radfahrern mehr Raum und vor allem Sicherheit zu geben. Aktive des Radentscheids Bielefeld werben dafür.

Foto: Klaus Feurich / Radentscheid Bielefeld

An Rhein und Ruhr.  Radeln soll attraktiver und sicherer werden. „Je mehr Druck aus den Kommunen kommt, umso besser ist das“, so ADFC-Chef Thomas Semmelmann.

Damit der Radverkehr besser rollt: Nach der erfolgreichen Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ mit nrw-weit fast 207.000 Unterschriften will der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auch in Kommunen Druck machen. In Aachen werden bereits Unterschriften für einen „Radentscheid“ gesammelt, in Bielefeld laufen Vorbereitungen dafür. „Wir hoffen, dass sich noch mehr Kommunen auf den Weg machen“, sagte der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Semmelmann an diesem Montag (1. Juli 2019) im Gespräch mit der Redaktion.

Hinter den Aktivitäten in Aachen und Bielefeld stehen lokale Bündnisse. Es geht um mehr und bessere Radwege, um Stellflächen, allgemein mehr Platz für Fahrräder im städtischen Verkehrsraum, um sichere Kreuzungen und Einmündungen. Ziel der Unterschriftensammlungen ist es, dass sich der Stadtrat mit den Forderungen befasst und es gegebenenfalls zu einem Bürgerentscheid kommt.

Kommunen spielen bei der Radwegeförderung eine wichtige Rolle

Unter dem Motto „Aachen sattelt auf“ werden seit dem 11. Mai in der Heimatstadt von Ministerpräsident Laschet (CDU) bereits Unterschriften gesammelt – 18.114 kamen den Angaben zufolge schon in den ersten fünf Wochen zusammen. In Bielefeld stehen die Aktiven in den Startlöchern, machen ihr Anliegen schon mal auf Bürgerfesten und bei Parteien bekannt. Zuletzt wurde mit der Stadtverwaltung über die Kosten der politischen Forderungen gestritten.

„Je mehr stattfindet, je mehr Druck von den Kommunen kommt, desto besser ist es“, meinte Semmelmann. Der ADFC-Landesverband will seine Verbände vor Ort ermutigen, Bündnisse für weitere „Radentscheide“ zu schmieden, und ihnen dann auch beratend zur Seite stehen. „Die kommunale Ebene spielt bei Radwegeplanung und -förderung eine ganz wichtige Rolle“, erinnerte der ADFC-Chef.

Gespräch mit Landtagspräsident André Kuper

Und wie geht es auf Landesebene nach Einreichung der Unterschriften für „Aufbruch Fahrrad“ weiter? Die Initiatoren haben am 16. Juli ein Gespräch mit Landtagspräsident André Kuper (CDU). „Da wollen wir über unsere Forderungen sprechen, aber auch noch mal deutlich sagen, dass wir uns ein Fahrradgesetz wünschen“, sagte Semmelmann. Man erhoffe sich von dem Gespräch zudem Hinweise, in welcher Form die Anliegen von „Aufbruch Fahrrad“ im Landtag behandelt werden, ob das etwa in einem Ausschuss geschehe und ob es eine Anhörung geben werde.

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