Bürgermeisterwahl

In Isselburg ist an diesem Sonntag Bürgermeisterwahl

Diesen Sonntag sind über 9000 zur Wahl aufgerufen. Sie müssen sich zwischen den drei Kandidaten Olaf Roßmüller, Johannes Epping und Michael Carbanje entscheiden.

Foto: Peter Endig

Diesen Sonntag sind über 9000 zur Wahl aufgerufen. Sie müssen sich zwischen den drei Kandidaten Olaf Roßmüller, Johannes Epping und Michael Carbanje entscheiden. Foto: Peter Endig

Isselburg.   Jetzt geht es an die Wahlurne. 9031 Isselburger sind am Sonntag zur Wahl eines neuen Bürgermeisters aufgerufen. Drei Kandidaten treten an.

Jetzt geht es an die Wahlurne. 9031 Isselburger sind an diesem Sonntag, 14. Januar, zur Wahl eines neuen Bürgermeisters aufgerufen. Damit alles nach Plan in den Wahllokalen läuft, sind 56 Wahlhelfer im Einsatz. Immerhin. „Über 600 Isselburger haben bereits eine Briefwahl beantragt“, erklärt Frank Mejan vom Wahlamt der Stadt Isselburg.

Auch bei dieser Wahl wird wieder in sieben verschiedenen Wahlbezirken gewählt. Bei den Wahllokalen ändert sich auch bei der Bürgermeisterwahl nichts: So befinden sich in der Katholischen Grundschule Anholt an der Schneidkuhle die Wahlbezirke Anholt I und II. Die Vehlinger wählen im Bürgerhaus an der Anholter Straße. Auch der Hauptstandort der Isselschule an der Drengfurter Straße ist Sitz zweier Wahlbezirke, Isselburg I und II. In Heelden ist das Wahllokal das Vereinsheim des 1. FC Heelden an der Herkener Straße. Die Werther und Herzebocholter wählen im Teilstandort der Isselschule am Pendeweg.

Alle Wahllokale sind barrierefrei zugänglich. Geöffnet haben die Wahllokale wieder in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Besonders spannend wird sein, wie die Bürgermeisterkandidaten abgeschnitten haben.

Erst zur Wahl, dann zur Party

Die Bürger sind daher nach der Wahl auch zur Wahlparty eingeladen. Der noch amtierende Bürgermeister der Stadt Isselburg, Rudi Geukes, lädt die Isselburger zur Wahlparty ein. Diese findet am Sonntag im PZ der Verbundschule am Stromberg statt. Kommen kann jeder. Die Türen sind hier bereits um 17.30 Uhr geöffnet. Hier werden sicher auch die Bürgermeisterkandidaten anwesend sein und mitverfolgen, wie die einzelnen Bezirke gewählt haben. Die Ergebnisse werden im PZ nämlich nach der Auszählung gleich veröffentlicht. Etwa gegen 19 Uhr ist mit dem Gesamtergebnis zu rechnen.

Entscheidend wird am Wahlsonntag eines sein: Kann ein Kandidat mehr als 50 Prozent der abgegeben Stimmen auf sich vereinen. Ist dies nämlich nicht der Fall kommt es am Sonntag, 28. Januar, zu einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Im Falle der Isselburger Bürgermeisterwahl würde so ein Kandidat aus dem Rennen ausscheiden.

Kandidat: Olaf Roßmüller

Olaf Roßmüller (43), Industriekaufmann, verheiratet, drei Kinder. 1988: JU-Eintritt Seit 2009 CDU-Ratsmitglied.

Wahlslogan: „Anpacken statt Verwalten“

Darum will ich Bürgermeister werden:

Weil ich sicher bin, dass wir noch mehr aus Isselburg machen können, und ich diesen Prozess entscheidend lenken und organisieren möchte; und da die nächste Periode mit sieben Jahren außergewöhnlich lang ist, habe ich auch die entsprechende Zeit, tatsächlich etwas bewegen zu können.

Dafür will ich mich einsetzen:

Verständigung über und Beginn der Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen; Umsetzung der Erweiterung des Gewebegebietes Heelden; Verbesserung der Infrastruktur; Optimierung des Services der Verwaltung für Isselburgs Bürger; Etablierung einer weiterführenden Schule in Isselburg; weitere Konsolidierung der Finanzen.

Die erste Amtshandlung:

Innerhalb der Verwaltung die Mitarbeiter und Abläufe kennenlernen. Und außerhalb der Verwaltung: Klärung der noch offenen Fragen rund um den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses. Zudem mit allen Beteiligten über das Thema Hochwasserschutz entlang der Issel sprechen; Bürgersprechstunden in den Ortsteilen einrichten und Gespräche mit Vereinen und Verbänden über die zukünftige Entwicklung führen.

Kandidat: Johannes Epping

Johannes Wilhelm Epping (52), Bäcker und verheiratet. Seit 2013 ist Mitglied der FDP und seit 2014 politisch aktiv.

Wahlslogan: „Schauen wir nicht länger zu“

Darum will ich Bürgermeister werden:

Ich sehe in Isselburg sehr viel Potenzial, das nicht abgerufen wird. Ob das an fehlender Fantasie, mangelndem Mut oder an Überzeugungskraft liegt, möchte ich nicht beurteilen. Mein Bestreben ist es ein Bürgermeister mit eigener Meinung zu sein und dafür Mehrheiten zu bilden. Nur gemeinsam mit dem Rat der Stadt, Verwaltung und dem Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger kann das auch umgesetzt werden.

Dafür will ich mich einsetzen:

Da gibt es so viele Punkte. Je mehr man aufzählt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man den Zuspruch der Wähler bekommt. In der vergangenen Woche führte ich Gespräche mit Hausärzten. Für kommende Woche habe ich bereits Gespräche bezüglich der Thematik Hochwasserschutz geplant. Die Schulentwicklung ist mir ein großes Anliegen und auch, dass es in Isselburg günstigen Wohnraum in gepflegter Umgebung gibt.

Die erste Amtshandlung:

Das habe ich schon bekannt gegeben. Die gelben Säcke sollen auch wieder im Einzelhandel erhältlich sein. Und dann wird nach Alternativen gesucht. Es soll günstig bleiben und nicht zu neuen Problemen führen.

Kandidat: Michael Carbanje

Michael Carbanje (45), Verwaltungsfachwirt, in einer Beziehung, zwei Kinder, parteilos aber politisch sehr interessiert.

Wahlslogan: „Mit Erfahrung. Für Isselburg.“

Darum will ich Bürgermeister werden:

Weil ich diese Stadt liebe und mir sehr viel an Isselburg und ihrer Entwicklung liegt. Hier ist meine Heimat. Hier bin ich geerdet. Unsere Stadt liegt mir einfach am Herzen. Ich möchte die Zukunft unserer Stadt mitgestalten und bei der Weichenstellung mitwirken.

Dafür will ich mich einsetzen:

Als Bürgermeister stehe ich für Leistung, Bürgernähe und ein kooperatives Miteinander, sowohl mit unseren Bürgern, allen gewählten Vertretern des Rates als auch mit allen anderen, die sich für unsere Stadt verantwortlich fühlen. Ich setze auf einen ständigen Dialog und Transparenz, um für unsere Stadt die besten Lösungen zu finden. Augenmerk bei den Sachthemen werde ich auf den Hochwasserschutz, die Digitalisierung der noch unterversorgten Außenbereiche sowie auf schulische und vorschulische Belange legen.

Meine erste Amtshandlung:

Da ich mich den Mitarbeitern der Stadtverwaltung nicht mehr vorstellen muss, kann ich unmittelbar mit der Arbeit als Bürgermeister beginnen. Als erste Amtshandlung werde ich eine Vorstandssitzung anberaumen, in der ich auch meine konkreten Vorstellungen den Vorstandsmitgliedern mitteilen werde.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik