Coronavirus

Gericht: NRW-Justiz plant Video-Prozesse wegen Corona-Krise

Videokameras stehen im Landgericht in einem Gerichtssaal. Die Justiz plant in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen.

Videokameras stehen im Landgericht in einem Gerichtssaal. Die Justiz plant in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf.  Für ein Urteil ohne Ansteckung plant die Justiz in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen. Nur Zuschauer können nicht mehr dabei sein.

Urteilen ohne anzustecken: Die Justiz plant in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen. In Zivilsachen sei dies grundsätzlich möglich, sagte Landgerichtssprecherin Elisabeth Stöve am Dienstag.

Dazu hat das Gericht nun eine Videokonferenzanlage in einem Gerichtssaal fest installiert. Sie war bislang für Vernehmungen von Zeugen benutzt worden, die sich im Ausland befanden.

Video-Gerichtssaal: Nur die Richter sind real anwesend

Durch die Corona-Krise waren fast alle Verhandlungen in Zivilprozessen ausgesetzt worden. Nur eilige Strafhaftsachen werden derzeit verhandelt.

Mit dem Video-Gerichtssaal soll Bewegung in die derzeit brachliegenden Zivilverfahren zurückkehren. Die Zivilprozessordnung erlaube dies bereits seit 2013.

Bei der Bild- und Tonübertragung sind nur die Richter im realen Gerichtssaal anwesend. Die Rechtsanwälte und ihre Mandanten können sich etwa aus den Kanzleien zuschalten. Zuschauer können allerdings nicht virtuell teilnehmen. Sie müssen den Weg in Sitzungssaal 2.111 des Düsseldorfer Landgerichts auf sich nehmen. (dpa)

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