Brauchtum

Haldern Pop-Chef als „Botschafter vom Niederrhein“ geehrt

Sitzungspräsident Robert Terheiden (li.) und die Queeken-Vorsitzende Steffi Neu überreichten Stefan Reichmann den Bronzeorden und die entsprechende Urkunde. Foto:Queekespiere

Sitzungspräsident Robert Terheiden (li.) und die Queeken-Vorsitzende Steffi Neu überreichten Stefan Reichmann den Bronzeorden und die entsprechende Urkunde. Foto:Queekespiere

Haldern/Keppeln.   Haldern-Pop-Mitbegründer Stefan Reichmann wurde in Keppeln der Orden van et Möökeshüss verliehen. Wie aus Kult Brauchtum geworden sei.

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Zum 40. Mal hat die Karnevalsgesellschaft Queekespiere aus Keppeln ihren Orden van et Möökeshüss verliehen – und dabei in die Zukunft geblickt, wie die Vorsitzende Steffi Neu in ihrer Begrüßung sagte. Mit dem Orden, der traditionell für besondere Verdienste um Mundart und Brauchtum verliehen wird, ist in diesem Jahr Stefan Reichmann aus Haldern ausgezeichnet worden.

Laudator war „Rob“ Miesen

Reichmann gehört zu den Gründervätern des international beachteten Haldern Pop Festivals und organisiert es seit den Anfängen in den 1980er-Jahren. „Brauchtum muss gesät, gepflegt und geerntet werden“, betonte Steffi Neu, „und es verändert sich im Laufe der Jahre.“

Seit mehr als 30 Jahren würden Jahr für Jahr 7000 Menschen nach Haldern kommen, um an dem Festival teilzunehmen. Das Festival sei Kult geworden, und aus Kult sei Brauchtum geworden. „Die Menschen in Haldern identifizieren sich damit“, betonte die Vorsitzende der Keppelner Karnevalisten.

Überraschungsgast Fabrizio Cammarata

Laudator Robert „Rob“ Miesen, Ordensträger des vergangenen Jahres, machte die Bedeutung der Musik deutlich. „Das Haldern-Pop-Festival schweißt Generationen zusammen“, sagte er. Brauchtum sei variationsreich und der Niederrhein sei „immer eine kulturell vitale Region“. Reichmann sei durch sein Engagement zum „Botschafter vom Niederrhein, national und international“, geworden.

Reichmann selbst hatte einen Film mitgebracht, der mit viel Musik und eindrucksvollen Bildern ein Gefühl davon vermittelte, was das Festival in Haldern so besonders macht und welche Atmosphäre dort herrscht. Als Überraschungsgast stand zudem der sizilianische Sänger Fabrizio Cammarata auf der Bühne, der auf dem Weg zu seinem Konzert nach München einen Zwischenstopp im Queekendorf einlegte.

Ein Zusammenwirken vieler Menschen

Für sein Lied „Long Shadows“ gab es stehende Ovationen. Reichmann selbst gab zu, nicht gerne im Mittelpunkt auf der Bühne zu stehen, „das können andere Menschen besser“, sagte er lächelnd. In seinen Dankesworten betonte er, dass nur das Zusammenwirken vieler unterschiedlicher Menschen zu einem Festival wie dem Haldern Pop führe, „und das eigene Ego sollte genug Platz lassen für die Fähigkeiten der Anderen.“

Zu den ersten Gratulanten gehörten der Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff und Uedems stellvertretende Bürgermeisterin Maria Ingenerf. Musikalisch gestaltet wurde die Ordensverleihung durch den Musikverein König David unter Leitung von Rinie Nijenhof. Bei der Mundart-Messe, in der Pastor Alois van Doornick eine pointierte Predigt auf Platt hielt, hatte zuvor das Jugendorchester Wissel für einen festlichen Rahmen gesorgt.

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