Hexen, Biester, Geister

Am Niederrhein.   „Es ist ein Geschenk, diesen Traumberuf ausüben zu dürfen“, schwärmt A.E. Eiserlo. Die Fantasy-Autorin aus Grefrath ist begeistert – und kann begeistern. Auch mit ihrem neuesten Gedanken-Galopp: „Hexen, Räuber, wilde Biester! Eine magische Nacht im Museum.“

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„Es ist ein Geschenk, diesen Traumberuf ausüben zu dürfen“, schwärmt A.E. Eiserlo. Die Fantasy-Autorin aus Grefrath ist begeistert – und kann begeistern. Auch mit ihrem neuesten Gedanken-Galopp: „Hexen, Räuber, wilde Biester! Eine magische Nacht im Museum.“

Ihr neues Buch ist ein ganz besonderes Werk. Darin erzählt die Autorin wieder einmal eine fantastische Geschichte, verbunden mit einer Portion Kultur und vor allem mit einem ganz engen Heimatbezug. Denn das Museum, in dem die Gestalten eine magische Nacht erleben – ist das Niederrheinische Freilichtmuseum des Kreises Viersen in Grefrath.

Doch von Anfang an: Alles begann damit, das A.E. Eiserlo auf dem Museumsgelände aus ihrem Erstlingswerk und dem Nachfolger vorlas: aus ihrer Fanrea-Reihe. Darin geht es, kurz gesagt, um Abenteuer in dem sagenumwobenen Land Fanrea.

Als sie daraus vorlas, hörte ihr auch der Museumspädagoge Kevin Gröwig zu – und man lernte sich kennen. Schnell entstand die Idee eines gemeinsamen Projektes. Eben eine fantastische Geschichte, die im Museum spielen soll.

Das Grundgerüst der drei Geschwister, die auf dem Gelände allerlei spannenden Wesen begegnen, war schnell geboren. Und auch das Ausschmücken mit Details fiel der Autorin nicht schwer. „Das Museum ist ein so toller und inspirierender Ort für mich. Ich musste mich nur einmal umsehen und die Ideen sprudelten nur so.“

Und so wurden kurzerhand etwa die Kaltblutpferde des Museums zu etwas übergewichtigen Einhörnern, die schon ein wenig betagteren Esel zu alten und klapprigen Centauren. Dreh- und Angelpunkt ist jedoch ein historischer Kamin, den es ebenfalls wirklich im Museum gibt, und der in der Geschichte zu einem Tor zu einer fantastischen Welt wird.

Unterstützung bekam A.E. Eiserlo bei ihrer Arbeit nicht nur von Kevin Gröwig, der die Geschichten mit den notwendigen kulturwissenschaftlichen Hintergründen unterfütterte. Auch die Illustratorin Silvia Kilders und Lektorin Ilka Sommer ließen ihre Ideen und Anregungen miteinfließen. „Die Arbeit in diesem Team hat wahnsinnig viel Spaß gemacht“, lobt A.E. Eiserlo.

Dabei herausgekommen ist ein spannendes Buch für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, das nicht nur eine fantastische Geschichte zu bieten hat, sondern auch Kulturgeschichte vermittelt. „Die Leser lernen quasi ganz nebenbei etwas, ohne es zu merken“, so Kevin Gröwig. Wer ganz bewusst noch einmal genauer nachschlagen möchte, findet weitere Informationen in einem Geschichtslexikon und einem Aberglaube-Lexikon, in dem vor allem die vorkommenden Fabelwesen erläutert werden.

Die Resonanz auf das Buch sei für sie bisher „ein absoluter Traum“, berichtet A.E. Eiserlo. Sie war bereits in mehreren Schulen, um die Geschichte vorzustellen. „Zu erleben, wie gefesselt die Kinder sind, macht mich sehr glücklich.“ Und dass das Buch auch bei Erwachsenen gut ankomme, sei ein zusätzliches Lob.

Wem „Hexen, Räuber, wilde Biester! Eine magische Nacht im Museum“ gefällt, der muss übrigens nicht traurig sein, wenn er das Ende der Geschichte erreicht hat. A.E. Eiserlo und Kevin Gröwig haben ihr Projekt verlängert. Es gibt mittlerweile Material zum Buch für Lehrer, damit das Buch als Schullektüre genutzt werden kann. Zudem werden im Museum spezielle Führungen zum Buch und Rallyes für Familien angeboten. „Die Rallyes sind kostenlos. Familien können sich an der Kasse das Material aushändigen lassen und dann auf eigene Faust aufmachen, um Fragen zu beantworten“, erklärt der Museumspädagoge.

Einen Großteil des Projektes finanzierte der Museumsverein Dorenburg. Der Vorsitzende Herbert Kättner war von Beginn an vollends begeistert. Und auch die Autorin ist dankbar dafür, „dass der Verein so mitgezogen hat.“

Derweil arbeitet A.E. Eiserlo schon am dritten Band ihrer Fanrea-Reihe. „Ich habe die Fans durch das Museumsprojekt lange warten lassen“, sagt sie und lacht. „Ich hoffe, das Buch wird noch in diesem Sommer fertig.“

Eine Fortführung der Zusammenarbeit mit Kevin Gröwig kann sich sie sich ebenfalls gut vorstellen. „Ja, wir liebäugeln beide damit“, sagt sie – möchte aber noch nicht zu viel verraten.

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