Extra Drei

Das Kind als Kleinunternehmer

Eine Fünfjährige hat selbstgemachte Limonade verkauft - und bekam Ärger mit dem Ordnungsamt. Gemein. Aber nun ist die Ordnung wiederhergestellt.

Selbermachen ist heutzutage „in“. In den Hobbyabteilungen der Buchhandlungen stapeln sich Ratgeber zum Brotbacken, Schmuckherstellen und Möbel-Upcycling, zur Pralinenfertigung und Kräuterzucht. Selbst auf die Jüngsten hat dieser Do-it- yourself-Trend inzwischen übergegriffen.

Eine Fünfjährige hat vor einigen Tagen Limonade selbst hergestellt, was noch keine Meldung wäre, wenn sie sie nicht an einem Stand in der Nähe ihres Elternhauses in London für ein paar Cent an vorbeilaufende Besucher eines Musikfestivals verkauft hätte. Die Limonade schmeckte offenbar gut, die Besucher griffen gerne zu - bis vier strenge Bezirksbeamte dem Sprudelverkauf ein jähes Ende setzten und Kind und Vater wegen fehlender behördlicher Genehmigungen zu einem Bußgeld von 170 Euro verdonnerten. Der Vater, ein Wirtschaftsprofessor, machte die Geschichte öffentlich - was nicht nur eine Entschuldigung der Bezirksverwaltung, sondern auch unzählige Einladungen zu anderen Festivals zur Folge hatte. Jetzt mischt die Kleine wieder leckere Limonade.

Der Vater hat seine Beiträge in den sozialen Medien übrigens mit einem Ermutigungsaufruf an den pfiffigen Do-it-yourself-Nachwuchs der Welt verknüpft, den man in etwa so verstehen kann: Kinder, werdet Kleinunternehmer!

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik