Extra Drei

Woodstock mit richtig Krach

Wacken ist das Woodstock der Schwermetaller. Und es ist eins: laut. Zu laut. Deswegen beschwerte sich ein Festivalbesucher bei der Polizei.

An 361 Tagen im Jahr ist das Dorf Wacken ein ruhiges Fleckchen Norddeutschland mit viel Grün, massig Platz und günstigen Häusern im Neubaugebiet. Die Soundkulisse des Örtchens kommt normalerweise von Treckern, Mähdreschern und dem Muhen der Kühe. Aber alljährlich an einem langen Wochenende im August wird Wacken zum Woodstock der Metal-Szene. Ein Woodstock mit 120 Dezibel und 75 000 lautstark feiernden Schwermetallern, die Dorf und Campingplätze in friedlicher Absicht entern. Und wenn an diesen vier Tagen Größen wie Alice Cooper, Marilyn Manson, Creator und Megadeth über die Bühne scheppern, dann bebt nicht nur der abgemähte Acker, sondern halb Schleswig-Holstein.

In diesem Jahr hat sich ein Besucher ins norddeutsche Flachland verirrt, der von Wacken offenbar flüsternden Folkgesang und Besucher erwartete, die um Punkt 22 Uhr zu Bett gehen. Denn schon am ersten Abend beschwerte sich der Mann bei der Polizei über die laute Musik auf dem Campingplatz - kein Scherz. Er soll dabei verzweifelt gewirkt haben. Die Polizisten empfahlen ihm Ohrstöpsel. Wir raten zur sofortigen Abreise. Wacken ist echt nix für Weicheier.

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