Karl Kisters ist gestorben

KLEVE. Der Klever Unternehmer und Ehrenbürger Karl Kisters ist in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 84 Jahren gestorben. "Ein sehr großer Bürger der Stadt, er hat enorm viel bewirkt", sagte gestern Bürgermeister Theo Brauer tieftraurig.

Kisters gründete 1957 ein Maschinenbauunternehmen und war ein Pionier in der Verpackungsindustrie. 284 Menschen arbeiten heute in Kleve unter dem Namen Kisters, welches jetzt zur KHS-Gruppe gehört. "Er verstand seine Mitarbeiter als Humankapital, nicht als Kostenfaktor. Er hat erkannt, dass Bildung eines der höchsten Güter ist", so Brauer. "Er lebte für Kleve, er liebte diese Stadt."

Für sein großes soziales Engagement erwarb sich Kisters am Niederrhein hohes Ansehen. Er finanzierte für fünf Millionen Euro ein neues Kolpinghaus in Kleve, unterstützte den Forstgarten und seine Kisters-Stiftung - mit 10 Millionen Euro Kapital - macht sich seit vielen Jahren für die Aus- und Weiterbildung, sowie die Verbundausbildung bei Groß- und Kleinbetrieben verdient. "Der Mensch steht im Vordergrund" war seine Devise. Kisters, leidenschaftlicher Tüftler und Heimatfotograf, war Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. (HoyHo)

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