Coronakrise

Keine Hochzeitsfeiern möglich: So plant das Hotel Voshövel

Die Geschwister Christopher und Katharina Klump führen das Landhotel Voshövel in Schermbeck. Durch die Coronakrise können viele Hochzeitsfeiern in ihrem Haus nicht stattfinden und müssen verschoben werden.

Die Geschwister Christopher und Katharina Klump führen das Landhotel Voshövel in Schermbeck. Durch die Coronakrise können viele Hochzeitsfeiern in ihrem Haus nicht stattfinden und müssen verschoben werden.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Schermbeck.  Hochzeitsfeiern? Leider nein. Das Landhotel Voshövel in Schermbeck ist derzeit wegen Corona geschlossen. So reagiert der Geschäftsführer.

Als Christopher Klump vor drei Wochen die Türen seines Landhotels Voshövel in Schermbeck schließen und seine rund 100 Mitarbeiter vorläufig nach Hause schicken musste, hat das nicht nur seine Hotel- und Tagungsgäste getroffen, sondern auch viele Paare, die ihre Hochzeit in dem Haus feiern wollten. „Voshövel war schon immer auch ein Hochzeitshotel“, sagt Klump. Doch gefeiert wird diesen April definitiv nicht. Und im Mai? „Da mache ich mir schon fast keine Hoffnungen mehr.“

Stattdessen ist Klump gerade zusammen mit den Paaren dabei, geplante Feiern zu verlegen – soweit das eben möglich ist. „Es ist nicht so einfach, mal eben eine Hochzeitsfeier für 100 Personen zu verschieben.“ Denn es ist nicht nur der Veranstaltungsort, sondern auch viele andere Dinge wie Essen, Musik, Dekoration und Hochzeitswagen oder Kutsche, die jetzt umgeplant werden müssen.

Ersatztermine im Spätsommer und Herbst

Nicht nur für die Paare ein Kraftakt, sondern für die ganze Branche: „Da hängt so viel dran und es geht um Existenzen.“ Was die Sache ein bisschen leichter mache: „Es sind alle gewillt, die Hochzeit durchzuführen. Wir sitzen alle in einem Boot.“ Und so gebe man sich bei Voshövel Mühe, Ersatztermine zu finden, vielleicht auf einen Donnerstag oder einen Sonntag im Spätsommer oder Herbst auszuweichen, weil da die Kapazitäten besser sind. Was vielen Heiratswilligen am Ende wichtig sei, so Klump: dass sie nicht im Stich gelassen werden. „Wir sind am Telefon auch ein bisschen Seelsorger.“

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