Sommer-Ferien-Aktion

Lehm, Maurer und ein Gris-Gris

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Foto: NRZ

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Berg en Dal.  Teil 3: Expedition nach Afrika, gleich vor der Haustüre. Im Afrika-Museum in Berg en Dal, gleich hinter der deutsch-niederländischen Grenze bei Kranenburg-Wyler, entsteht zurzeit ein neues, typisch afrikanisches Haus.

Der junge Mann mit der Wollmütze auf dem Kopf und dem dicken Pulli über den Schultern hat an alles gedacht: ein paar Kauri-Muscheln, ein bisschen Hirse und etwas, von dem man gar nicht wissen will, was genau es ist. Der Mann aus Djenné, Mali , grinst. „Gris-Gris“ sagt er dann nur und schwupp, verschwindet der afrikanische Talisman unter einem Lehmziegel.

So ist das in Afrika, wenn ein Haus gebaut wird: An jeder Ecke wird ein Talisman, ein Gris-Gris, vergraben. Der hält die bösen Geister ab und soll den Hausbewohnern Glück, Wohlstand und Gesundheit bescheren.

Im Afrika-Museum in Berg en Dal, gleich hinter der deutsch-niederländischen Grenze bei Kranenburg-Wyler, entsteht zurzeit ein neues, typisch afrikanisches Haus. Vier junge Maurer aus Mali sind angereist, um auf viermal vier Metern ein vier Meter hohes Haus zu mauern - aus Lehm. Und wer in diesen Tagen das Afrika Museum besucht, kann nicht nur zusehen, wie das Haus Stein um Stein wächst, er kann vielleicht sogar mithelfen. Lehmkleister stampfen, zum Beispiel.

Im Afrika Museum kann man das ganze Jahr über den großen Kontinent entdecken. Masken und Amulette, völkerkundliche Expeditionen, Kunsthandwerk und Magie - und im großen Außengelände kann man in original nachgebauten afrikanischen Häusern auf Entdeckungsreise gehen. Wie wäre es, etwa, mit einem Besuch bei den Dogon. Ein Volk aus Mali, das Häuser baut, die wie eine Festung aussehen.

Oder man krabbelt durch das Pygmäenlager der Baka (Kamerun) oder probiert mal aus, wie es sich anfühlt, auf Pfahlbauten zu wohnen, so, wie die Menschen in Toffinu (Benin) das tun.

Die Maurer aus Mali werden bis etwa 25. August an ihrem Haus arbeiten und beeindruckende Einblicke in die Kunst afrikanischer Architektur vermitteln. Über Generationen haben die metselaars, die Maurer, das Handwerk von ihren Vätern und Großvätern vermittelt bekommen. Mittwochs und sonntags können vier Besucher als Maurer-Lehrlinge mithelfen: Lehm stampfen, Ziegel setzen, Wände mit Lehm verschmieren (Workshop-Kosten: 89 Euro, inkl. Kaffee, Tee, Lunch). Zugucken macht (fast) genauso viel Spaß.

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