Lichtermarkt

Wie der Lichtermarkt im Landschaftspark vorbereitet wird

Festlicher Zauber – eine etwas andere Kulisse für einen besonderen, adventlichen Kunsthandwerkermarkt.

Festlicher Zauber – eine etwas andere Kulisse für einen besonderen, adventlichen Kunsthandwerkermarkt.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.  Größeres Gastronomie-Angebot und mehr Parkplätze: Beim Lichtermarkt gibt es einige Änderungen. Die Veranstalter versprechen eine hohe Qualität.

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Sie scheinen die Ruhe selbst zu sein. Obwohl die hektische Phase so langsam beginnt. Weniger als drei Wochen sind es bis zum Start des Lichtermarkts im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Ralf Winkels, Parkleiter, und Georg Stahlschmidt, Projektmanager der Veranstaltung, stecken mitten in den letzten Zügen der Vorbereitungen – bevor wieder tausende Besucher auf das Gelände des stillgelegten Hüttenwerks strömen. Die Planung des Marktes beschäftigt die Beiden allerdings schon länger. „Einen Tag nach der Veranstaltung beginnt schon die Vorbereitung für das nächste Jahr“, verrät Winkels und lehnt sich in seinem Stuhl in der Verwaltungszentrale des Landschaftsparks zurück. Zum fünften Mal findet der Lichtermarkt statt. Dabei übernimmt der Landschaftspark zum zweiten Mal die Organisation der Veranstaltung.

„Wir verbinden den Markt mit einem gewissen Anspruch an Qualität“, sagt Winkels. Einiges laufe anders als bei den klassischen Weihnachtsmärkten in den Innenstädten, „wir sind ein adventlicher Kunsthandwerkermarkt“. Eine besondere Akquise der Händler sei daher erforderlich. „Wir schauen uns auch andere Märkte im Umfeld an, die eine hohe Qualität bieten und sprechen dort vereinzelt Aussteller an“, erklärt der Parkleiter.

107 Aussteller sind dabei

Händler können sich von Januar bis Ende April für einen Platz auf dem Lichtermarkt bewerben.

„Die Kandidatenanzahl übersteigt unser Platzangebot dabei deutlich“, sagt Projektmanager Stahlschmidt. Am Ende haben für dieses Jahr 107 Aussteller den Zuschlag erhalten.

Doch wie wird entschieden wer kommen darf und wer nicht? „Wir ordnen erst einmal die einzelnen Bereiche, also beispielsweise Textilien, Schmuck oder Holzarbeiten“, sagt Stahlschmidt. Unterschieden werde dann auch zwischen alten und neuen Bewerbern, „wenn die Qualität steigen soll, geht es nicht anders“. In diesem Jahr sind daher ein Drittel der Bewerber zum ersten Mal auf dem Lichtermarkt zu Gast. Ein Gremium des Veranstaltungsteams hat das festgelegt.

Das gastronomische Angebot wurde erweitert

Es entscheide im Mai, welche Aussteller kommen dürfen. Bei der weiteren Planung des Lichtermarktes spiele das Feedback der Besucher und Händler zu der vergangenen Veranstaltung eine große Rolle. „Ein Wunsch war zum Beispiel, dass es mehr Gastronomie-Angebote geben sollte“, sagt Parkleiter Winkels. Das setzen die Veranstalter für dieses Jahr um.

Eine weitere Änderung im Vergleich zu der vergangenen Ausgabe betrifft die Parkplatzsituation vor Ort. „Wir haben einen weiteren großen Parkplatz geschaffen, von dem die Besucher mit Shuttlebussen über einen interessanten Weg zum Lichtermarkt gefahren werden“, verrät Winkels. Er hofft, dass diese Maßnahme den umliegenden Verkehr für die Anwohner entlastet.

Noch nicht verraten möchten die Veranstalter, wie genau das Rahmenprogramm zu dem Markt aussehen wird. Nur so viel sei gesagt: „Im Außenbereich wird es ein kleines musikalisches Programm geben“, so Projektmanager Stahlschmidt. Auch der Hauptsponsor, Schauinsland Reisen, plane eine Aktion. Das Highlight stehe für die beiden Veranstalter aber schon fest.

„Das ist der Lichtermarkt selbst. Er lebt nicht vom Programm, sondern vom Ambiente, den Ausstellern und dem Mix des Angebots“, sagt Stahlschmidt voller Überzeugung. Alle paar Meter sei etwas Neues zu entdecken, ein neuer Blickwinkel auf den Park oder die einzelnen Stände.

Im vergangenen Jahr kamen 25.000 Besucher

Diese werden erneut komplett in weiß gestaltet, um einen Kontrast zum industriellen Flair herzustellen. „Holzbuden würden in diesem wuchtigen Werk optisch verschwinden“, sagt Parkleiter Winkels. An den Ständen bieten die Aussteller wieder handwerklich gefertigte Produkte an. Nur Unikate, höchstens Kleinserien. „Industriell gefertigte Waren gibt es beim Lichtermarkt nicht“, sagt Stahlschmidt. Die beiden Veranstalter hoffen, dass in diesem Jahr noch mehr Besucher kommen als bei der vergangenen Ausgabe. 2018 waren es rund 25.000 Besucher. „Das hängt aber von vielen Faktoren ab, die Witterungsbedingungen sind nur einer davon. Ein Ziel ist es aber auch, die Bekanntheit des Marktes weiter zu steigern“, sagt Winkels. Dafür stecke das Team jede Menge Herzblut in die Organisation, damit alles reibungslos abläuft.

Und noch eine Besonderheit: Ballonkünstler wollen den Weltrekord knacke

Reiseveranstalter schauinsland-reisen ist nicht nur Namensgeber des Lichtermarktes, der vom 29. November bis 1. Dezember im Landschaftspark Duisburg-Nord stattfindet. Das Familienunternehmen will auch mit einer außergewöhnlichen Aktion für ein Highlight sorgen: Zehn internationale, professionelle Ballonkünstler werden mit Helfern aus über 20.000 Luftballons eine gigantische weihnachtliche Unterwasserwelt zaubern.

Mehr Infos zum Programm, Parken und Öffnungszeiten finden Sie hier

Der Höhepunkt: Das vermeintlich „größte Unterwassertier aus Luftballons“ – eine überdimensionale Weihnachtskrake. Über 10.000 weitere Ballons werden für diese Figur verbaut – der bestehende Weltrekord aus Singapur soll in den Schatten gestellt werden. Die Ballonfiguren (u.a. Palmen, eine Meerjungfrau und Meeresbewohner) sind zwischen zwei und 23,50 Meter groß. Jede Skulptur besteht in der Regel aus 500 bis 1.000 Einzelballons.

Die Vorbereitungen für die Ballonausstellung und den Weltrekordversuch beginnen am 26. November hinter verschlossenen Türen. Der Eintritt in die schauinsland-reisen Unterwasserwelt ist im Lichtermarkt-Ticket enthalten. Die Ausstellung wird zeitlich passend zum Weltrekordversuch am Freitag, 29. November, gegen 17.20 Uhr für Besucher geöffnet.

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