Versuchter Totschlag

Mann nach Messer-Attacke in Düsseldorfer Altstadt gefasst

Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Foto: Patrick Schlos

Düsseldorf/Paderborn.   In Paderborn war ein 24-Jähriger bei einem Bekannten untergekommen. Er soll einen 25-Jährigen in Düsseldorf lebensgefährlich verletzt haben.

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Die Polizei hat in Paderborn einen 24-jährigen Asylbewerber aus dem Iran festgenommen. Der Mann steht im dringendem Tatverdacht, einen 25-jährigen Landsmann in der Halloween-Nacht auf der Ritterstraße in der Düsseldorfer Altstadt mit einem Messer zunächst lebensgefährlich verletzt zu haben. Nach der Attacke war der Angreifer geflüchtet. Die Tatwaffe konnte die Polizei in Tatort-Nähe sicher stellen. Das Opfer musste später in einem Krankenhaus notoperiert werden.

„Intensive Ermittlungen“ hätten nun auf die Spur des Verdächtigen geführt, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Der 24-Jährige war in Paderborn bei einem Bekannten untergekommen und stand möglicherweise kurz davor, sich endgültig abzusetzen. Das in einer Unterkunft in Düsseldorf lebende Opfer kannte entgegen einer ersten Aussage den mutmaßlichen Täter und auch seinen Namen. Auch das half der Polizei bei der Fahndung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

Motiv des Streits wohl im privaten Bereich zu finden

Die beiden Männer waren aus noch nicht restlos geklärter Ursache zunächst verbal aneinander geraten. Zeugen hatten beobachtet, wie die Männer in persischer Sprache stritten. Dann eskalierte die Auseinandersetzung. Das Motiv ist wahrscheinlich im privaten Bereich zu finden, sagte ein Polizeisprecher. Der 24-Jährige ist bislang nicht polizeibekannt, er war allerdings auch erst seit kurzer Zeit in Deutschland.

Beim Zugriff am Donnerstagabend war auch ein ziviler Einsatztrupp der Paderborner Polizei dabei. Der 24-Jährige leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. Der Verdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an. Das Opfer hat das Krankenhaus nach Angaben des Polizeisprechers inzwischen wieder verlassen können. (sk)

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