Nabu ist noch vorsichtig

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Kranenburg. Der Naturschutzbund (Nabu) hält sich mit einer Bewertung des geplanten Windparks im Reichswald noch auffällig zurück. Welche Stellung der Nabu im Genehmigungsverfahren einnimmt, ist noch nicht eindeutig. Auch in der gestern erschienenen Nabu-Zeitschrift NiKK wird nicht abschließend eine Meinung geäußert. Allerdings teilt Autor Dietrich Cerff mit, dass man durchaus eine kritische Haltung gegen den Windpark einnehmen könne, da es auch weniger problematische Standorte im Kreis Kleve gebe. Cerff schreibt, dass sich der Lebensraum für Mensch und Tier verändern könnte: „So können Fledermausvorkommen und Bestände einiger Vogelarten erheblich geschädigt werden. Im Reichswald sind da vor allem Wespenbussard und Baumfalke zu nennen, die möglicherweise in der Nähe des Anlagenstandortes brüten.“

Werden Fledermäuse gestört?

Auch gebe es einige Fledermausarten, die aus dem alten Buchenwäldern am Geldenberg zur Nahrungssuche über den Reichswald fliegen. Hier seien die Wasserfledermaus oder der Klein-Abendsegler zu nennen, so Cerff. Der Ornithologe des Naturschutzbundes weist auch darauf hin, dass südlich des Reichswaldes ein großes Moorgebiet wiederhergestellt werde, das frühere Koningsven. „Diese Maßnahme auf niederländischem Gebiet macht die Region für weitere Vogelarten attraktiv, die empfindlich auf Windenergieanlagen reagieren, zum Beispiel die Rohrweihe.“

Der Nabu werde sich nach den artenschutzrechlichen Klärungen im Genehmigungsverfahren eine offizielle Meinung bilden.

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