Für unsere Leser: Zoo-Safari

Nachwuchs bei den Gorillas im Krefelder Zoo

Da ist der kleine Tausendsassa, Bobóto . Mama Miliki ist immer noch der sicherste Ort...

Da ist der kleine Tausendsassa, Bobóto . Mama Miliki ist immer noch der sicherste Ort...

Foto: Vera Gorissen / Zoo Krefeld

Krefeld.  Im Zoo in Krefeld ist Nachwuchs angekommen. Bei den Eseln, bei den Trampeltieren und: bei den Gorillas. Bobóto ist jetzt ein halbes Jahr alt.

Es passiert einfach – man kann sich gar nicht dagegen wehren. Man vergleicht! Macht aber nix, weil: Es ist total faszinierend und unterhaltsam… denn: Wir sind uns ja doch so ähnlich – also wir Menschen und diese wunderbaren Geschöpfe unserer Entwicklungsgeschichte: Gorillas. Im Krefelder Zoo lebt eine kleine Gorilla-Familie, genauer: eine Westliche Flachland-Gorilla-Familie.

Und irgendwie kommt man nicht umhin, beim Gucken zu gucken, wie verhalten sie sich, was tun die, die auf vier Füßen laufen – anders als die, denen die Evolution zum aufrechten Gang verholfen hat...?

„Wir sind uns schon sehr ähnlich“, schmunzelt Petra Schwinn, Zoo-Sprecherin und Diplom-Biologin. „Das fängt ja schon mit der Schwangerschaft an: Werdende Gorilla-Mütter tragen ihr Kind 8,5 Monate.“

https://www.zookrefeld.de/

Und so wussten die Tierpfleger denn auch irgendwann ganz sicher, dass da Nachwuchs unterwegs ist bei den Primaten. Am 31. Dezember war es dann soweit: Bobóto ist auf die Welt gekommen, ein kleiner, quirliger, knopfäugiger Gorilla-Junge – schon jetzt der Star im Gorilla-Garten.

Ein imposanter Silberrücken

Der Papa ist ein imposanter Silberrücken, Kidogo, ein liebevolles Kraftpaket, 180 Kilo Muskeln. Und wenn man da nun so vor den großen Glasscheiben vor dem Wohnzimmer von Familie Gorilla steht und zuschaut, wie dort gespielt, gegessen, gestritten, gealbert und gedöst wird – ehrlich, das kommt einem irgendwie bekannt vor...

Nachwuchs lässt sich zur Zeit in vielen Gehegen im Zoo Krefeld entdecken, bei den Trampeltieren, den Eseln, den Guanakos. Bei Familie Gorilla bleiben die Besucher (egal ob jung oder älter) aber doch etwas länger stehen.

Die Besucher zücken ihre Handys

Bobóto also, der kleine Neue, ist nun ein halbes Jahr alt. Und hockt meistens noch in der Nähe seiner Frau Mama – sicher ist sicher. „Aber“, sagt Petra Schwinn, „der hat den Schalk im Nacken.“ Und es wird nicht mehr lange dauern, und der kleine Kerl wird sich auf seinen vier Pfoten durchs Gelände schaukeln – der klassische Knöchelgang löst bei den Menschaffen ja das Krabbeln ab. Eltern wissen: Nichts ist dann wieder so wie es mal war.

„Miliki ist eine wunderbare Mutter“, lobt Frau Schwinn, und wie zum Beweis knuddelt die Gorilla-Dame ihren kleinen Wonneproppen und setzt ihm einen dicken, feuchten Schmatz auf die Stirn.

Der Kleine schüttelt sich und verzieht das Gesicht -- die Besucher zücken ihre Handys und kommen vor lauter „Ist das süüüß“ gar nicht mehr zur Ruhe… –

Und dann sind da noch seine Brüder Pepe und Tambo – und irgendwie hat man das Gefühl, die Burschen hecken gerade etwas aus...

Im Zoo Krefeld können große und vor allem kleine NRZ-Leser am Sonntag, 14. Juli, bei der „NRZ Zoo-Safari“ wieder eine Menge entdecken, Spaß haben und die eine oder andere Überraschung erleben. Die Fragebögen dazu gibt es ab 9 Uhr und bis 17 Uhr im Zoo am NRZ-Stand am Eingang. Dort können die ausgefüllten Bögen auch wieder abgegeben werden.

Wer den Orang Utas, Gorillas und Schimpansen beim Mittagessen zuschauen will: Fütterungszeiten sind täglich um 12.30 Uhr und gegen 16.30 Uhr. Bei den Seelöwen und Pinguinen wird gegen 15 Uhr gegessen, im Regenwaldhaus wird der Tisch um 14.30 Uhr gedeckt. Infos: www.zookrefeld.de

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