Schule

Pro & Contra: Schießunterricht schon für Grundschüler?

Die Schießsportvereine am Niederrhein haben ein Nachwuchsproblem. (Symbolbild)

Die Schießsportvereine am Niederrhein haben ein Nachwuchsproblem. (Symbolbild)

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

An Rhein und Ruhr.  Schützen wollen Laser-Schießen an Schulen bringen. Hilfe bei Konzentrationsschwäche oder erster Schritt in die Welt der Waffen? Ein Pro & Contra.

Die Schießsportvereine in der Region haben ein Nachwuchsproblem: Jugendliche dürfen bei Ihnen erst ab zwölf Jahren zum Gewehr greifen. Ein Alter, in dem viele Kinder bereits andere Sportarten für sich entdeckt haben – Fußball, Tanzen oder vielleicht Bogenschießen.

Der BSV Rheinhausen-Bergheim will das Problem demnächst anpacken und verstärkt Kinder ab sechs, spätestens aber ab neun oder zehn Jahren fürs Schießen mit dem Lasergewehr gewinnen. Vor allem auch Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS) nehmen die Schützen dabei in den Blick. Ein Siegener Schützenverein hat das Problem bereits angepackt und kooperiert mit einer ortsansässigen Schule. Bei einer AG lernten Schüler das Schießen mit der Lichtpunktwaffe (Laser).

Tolle Möglichkeit oder besorgniserregende Entwicklung?

Ist das Engagement der Schützenvereine also eine tolle neue Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, die künftig flächendeckend an Schulen in der Region eingeführt werden sollte? Unsere Autoren sind geteilter Meinung. Marcel Sroka spricht sich für den Schießunterricht an Schulen aus und sagt: „Kinder, die unter ADHS leiden, könnten von diesem Training profitieren, ebenso wie durch Halt und Zuwendung im Vereinsleben.“ Denise Ludwig hingegen kritisiert den Vorstoß der Schützenvereine. Sie versteht das Laser-Schießen als ersten Schritt in die Welt der „echten Waffen“.

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