Reparaturcafés bilden neues Netzwerk

Moers.   Toaster, Kaffeemaschine, Fahrrad und andere defekte Gegenstände müssen nicht im Keller oder in der Garage verstauben, sondern können bei Reparaturinitiativen eigenhändig mit Hilfe ehrenamtlicher Fachleute repariert werden. Zum Beispiel gibt es in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring in Hülsdonk ein Reparaturcafé. Die Repair-Bewegung, eine Initiative, die von der Verbraucherzentrale NRW unterstützt wird, ist ein Schritt zur Nachhaltigkeit und weg von der Wegwerfgesellschaft. Statt ein neues Gerät anzuschaffen, soll versucht werden, das Problem zu beheben.

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Toaster, Kaffeemaschine, Fahrrad und andere defekte Gegenstände müssen nicht im Keller oder in der Garage verstauben, sondern können bei Reparaturinitiativen eigenhändig mit Hilfe ehrenamtlicher Fachleute repariert werden. Zum Beispiel gibt es in der Begegnungsstätte Haus am Schwanenring in Hülsdonk ein Reparaturcafé. Die Repair-Bewegung, eine Initiative, die von der Verbraucherzentrale NRW unterstützt wird, ist ein Schritt zur Nachhaltigkeit und weg von der Wegwerfgesellschaft. Statt ein neues Gerät anzuschaffen, soll versucht werden, das Problem zu beheben.

In Hülsdonk engagieren sich Ingenieure, Physiker, Optiker und viele weitere Helfer, so dass kaum ein Problem ungelöst bleibt. „Wir wollen Menschen motivieren, sich zu engagieren“, so Einrichtungsleiter Hinrich Kley-Olsen, der gemeinsam mit Heidi Böckle, Peter Tietmann und weiteren engagierten Helfern das Café Anfang 2017 ins Leben rief. „Es wird hier repariert und es gibt Kaffee und Kuchen“, so Tietmann, Städtebauingenieur und Vorsitzender des Fachausschusses der Begegnungsstätte. „Es ist Hilfe zur Selbsthilfe.“

Am Samstag ging es jedoch nicht darum, defekte Geräte zu reparieren, sondern es sollte ein Netzwerk geschaffen werden, das den Initiativen in NRW dazu dienen soll, sich auszutauschen und fortzubilden. Dazu hatte Kley-Olsen ehrenamtliche Fachleute aus der Region sowie Vertreter der Verbraucherzentrale eingeladen, die ihre Tätigkeit diskutierten, Tipps und Tricks austauschten und um eben dieses Netzwerk zu schaffen. Ziel ist, die Repair-Bewegung weiter auszubauen.

Cafés arbeiten sehr unterschiedlich

Ina Hammelmann vom Netzwerk Reparatur-Initiative leitete das Regionaltreffen. Im Stuhlkreis berieten sich die Teilnehmer über diverse Themen. Unter anderem ging es um die Fragen „Wo gibt es Probleme? Was reparieren wir und was reparieren wir nicht mehr?“

Nina Fuchs vom Projekt MehrWert kam auf Einladung von Hinrich Kley-Olsen nach Hülsdonk. Ihr Projekt unterstützt nachhaltige Projekte in NRW. Reparatur-Initiativen stehen dabei hoch im Kurs, deren Arbeitsweisen sind sehr verschieden. „Jedes Reparaturcafé arbeitet verschieden“, erklärte Fuchs.

Das Reparatur-Café im Haus am Schwanenring öffnet jeden dritten Mittwoch des Monats die Pforten der Werkstatt von 15 bis 18 Uhr und ermöglicht neben der Reparatur defekter technischer Geräte auch Schneiderarbeiten und Hilfe bei Schriftverkehr. Weitere Reparatur-Initiativen gibt es unter anderem im Quartiersbüro Rheinkamp, im SCI-Jugendsozialzentrum Barbaraschule und in der Evangelischen Kirchengemeinde Scherpenberg.

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