Hambacher Forst

Reul will Baumhäuser im Hambacher Forst nicht tolerieren

Kein Freund von Baumhäusern: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Kein Freund von Baumhäusern: NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf.  Nach Abzug der Polizei im Hambacher Forst besetzen Protestler erneut den Wald. Reul will eine "systematische Besetzung aber nicht hinnehmen.

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NRW-Innenminister Herbert Reul will keine neuen Baumhäuser im Hambacher Forst dulden. «Die Polizei wird den Wald nicht den Besatzern überlassen», versicherte der CDU-Politiker in einem Interview mit dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Eine systematische Besetzung, wie es sie vor der Räumung gab, werden wir nicht hinnehmen», kündigte er an. Das bedeute aber nicht, dass man immer sofort eingreife: «Beim Kampf gegen die Clan-Kriminalität führen wir ja auch nicht jeden Tag eine Razzia durch.»

Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen mit Millionenaufwand 86 Baumhäuser im Hambacher Forst bei Köln abgebaut. Der Energiekonzern RWE wollte ab Oktober eigentlich einen Großteil des Waldes abholzen. Doch am vergangenen Freitag verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster einen vorläufigen Rodungsstopp.

Reul will Frage nach Preis nicht beantworten

Auf die Frage, ob man sich die Räumungsaktion nicht hätte sparen können, wenn man die Entscheidung abgewartet hätte, sagte Reul: «In dem Moment, in dem die Brandschutzmängel festgestellt wurden, musste gehandelt werden.» Die Landesregierung hatte den Abbau der Baumhäuser mit Verstößen gegen Brandschutzvorschriften gerechtfertigt. Reul weigerte sich, die Frage zu beantworten, was die Räumung gekostet hat: «Dazu kann und will ich auch nichts sagen. Wir dürfen Polizeieinsätze nicht mit Preisschildern versehen.» (dpa)

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