Kies

RVR plant vorerst keine weitere Abgrabungskonferenz

Streitfall Kies: Die nrw-weit bedeutendsten Vorkommen gibt es am Niederrhein. Kommunen und Anwohner haben Vorbehalte gegen neue Abgrabungen.

Streitfall Kies: Die nrw-weit bedeutendsten Vorkommen gibt es am Niederrhein. Kommunen und Anwohner haben Vorbehalte gegen neue Abgrabungen.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Kreis Wesel/Essen.  RVR-Planer wollen „möglichst konfliktarme Abgrabungsbereiche“ erarbeiten. Zunächst sollen die politischen Gremien darüber beraten.

Wie geht es weiter beim Thema Kiesabbau auf dem Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR)? Die RVR-Planer lassen sich derzeit nicht in die Karten schauen. Nach der ersten, eher mäßig fruchtbaren Abgrabungskonferenz am 8. Oktober in Wesel ist vorerst keine weitere in Sicht. Derzeit arbeite man daran, „geeignete, möglichst konfliktarme Abgrabungsbereiche zu ermitteln und auszuwählen“, hieß es an diesem Montag (2. November 2019) auf Nachfrage der CDU-Fraktion.

Sobald eine fachlich belastbare Flächenkulisse vorliege, sei es zunächst Sache der politischen Gremien des RVR, über Flächen zu beraten und gegebenenfalls Änderungsvorschläge einzubringen. „Erst danach wäre es sinnvoll zu entscheiden, in welchem weiteren Format ein Austausch über die Flächen für eine öffentliche Diskussion erfolgen soll“, hieß es. Ohnehin bereiten der Kreis Kleve und mehrere seiner Kommunen eine Klage vor.

Gespräche über Nachfolgenutzung

Redebedarf sehen die RVR-Planer, wenn es um die mittel- und langfristige Nachfolgenutzung der Abgrabungsräume geht Am Niederrhein ist man der immer neuen Baggerseen infolge des Kiesabbaus überdrüssig. Es biete sich an, Perspektiven für Nachfolgenutzungen „im Rahmen eines informellen Prozesses“ mit allen relevanten Akteuren zu ermitteln, heißt es etwas schwurbelig auf CDU-Anfrage. (dum)

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