Defekter Fahrstuhl

Schwerkranker Düsseldorfer kann wieder allein aus dem Haus

Markus Degen ist an ALS erkrankt und ist deshalb stark auf den Lift angewiesen.

Foto: OH

Markus Degen ist an ALS erkrankt und ist deshalb stark auf den Lift angewiesen. Foto: OH

Düsseldorf.   Der schwerkranke Markus Degen konnte wegen eines defekten Fahrstuhls seit Wochen nicht aus dem Haus. Nach einem NRZ-Bericht ist er nun repariert.

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Was für eine Erleichterung: Der 49-jährige Düsseldorfer Markus Degen, der wegen einer schweren Krankheit im Rollstuhl sitzt, kann nun endlich wieder selbstständig das Haus verlassen. „Der Fahrstuhl funktioniert seit heute wieder“, sagt Ehefrau Karin Degen glücklich.

Fahrstuhl war wegen Wasserschaden defekt gewesen

Denn seit Wochen war der Lift des Wohnhauses in Oberkassel wegen eines Wasserschadens kaputt gewesen – der todkranke Düsseldorfer hatte daraufhin einen Aufruf in sozialen Netzwerken gestartet, um Hilfe zu bekommen (die NRZ berichtete). Auf Anfrage unserer Redaktion kam dann Bewegung in die Sache bei der zuständigen Wohnbaugesellschaft Vonovia.

„Uns ist bewusst, dass der Ausfall für unsere Mieter sehr viele Umstände bedeutet. Daher wollen wir alles tun, um Herrn Degen so gut es geht zu unterstützen“, so Vonovia-Sprecher Max Gille, „unser zuständiger Kollege ist dazu in engem Austausch mit ihm und seiner Lebensgefährtin“. Die schwere Krankheit des Düsseldorfers sei dem Unternehmen nicht bewusst gewesen, heißt es.

Vonovia verspricht langfristige Besserung beim Lift

Degen, der wegen der Krankheit ALS auf einen Rollstuhl angewiesen ist, konnte das Haus bis vor kurzem nur mit einem Krankentransport verlassen. Der konnte allerdings nicht spontan kommen, sondern musste immer Tage im voraus gebucht werden, „was für uns immer mehr zur Belastung wurde, da wir ja auch mal spontan an die frische Luft wollten“, sagt Ehefrau Karin Degen. Ihr Mann, der wegen seiner Erkrankung nicht mehr lange zu leben hat, kann sich nun endlich von Bekannten verabschieden und nochmal seine liebsten Orte in Düsseldorf besuchen.

Bei Vonovia will man nach dem Vorfall nun genauer hinschauen: „Die Reparatur ist keine Flickenlösung, der Fahrstuhl wird dauerhaft funktionieren“, so Unternehmenssprecher Gille. In Zukunft wolle man zudem den Zustand des Lifts im Auge behalten. Karin Degen zeigt sich erleichtert: „Es ist toll, dass der Aufzug wieder funktioniert, aber es ist erschreckend, dass man dafür extra die Medien einschalten musste.“

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