Spiel mit Gegensätzen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Berg en Dal.  Dem Bildhauer Josiah Onodome Onemu hat das Afrika Museum gleich einen ganzen Raum geschenkt - und gestaltet. Gedimmtes Licht, kleine und größere Skulpturen des afrikanischen Künstlers tauchen ein in Hell und Dunkel, wie in einem kleinen Irrgarten wird der Besucher an den Skulpturen entlang geleitet, mal muss man einen Weg zweimal gehen, mal muss man einen kleinen Umweg machen - und immer wieder eröffnet sich ein neuer Blick auf die Kunst.

In Nigeria ist Onemu geboren, er begann seine akademische Laufbahn in Lagos, setze sie in Den Haag und Wien fort, lebt heute in den Niederlanden.

Schon einmal, 1999, hat er im Afrika Museum ausgestellt. Und seine „Hommage aan Idolo“ steht auch heute wieder im Zentrum der Ausstellung, empfängt den Besucher gleich am Eingang des Raumes. Idolo ist seine Mutter, eine freundliche, strenge Frau, ein beeindruckendes und bewegendes Porträt in Büstenformat – verewigt in Aluminiumzement.

Josiah Onemu spielt mit dem Zusammenhang von Gegensätzen: Leid und Verzweiflung - Fruchtbarkeit; Hoffnung und Versprechen, Veränderung und Abschied. Er reduziert die großen Themen der Welt auf das Wesentliche, bildet fast erzählend ab. Kunst und Leben sind eng verbunden - damit reiht sich Onemu in die afrikanische Tradition ein. Und doch gelingt es ihm, alte und moderne afrikanische Kulturen zu verbinden - und westliche und afrikanische Kulturen aneinanderzurücken, miteinander zu verweben. Arbeiten aus Stein, Beton, Kunststoff...

Bis 3. November

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben