Stadtverwaltung

Stadt Düsseldorf setzt bei Park-Blumenbeeten den Rotstift an

Gärtnerinnen vor einem der Wechselflor-Beete im Nordpark. Die Stadt will künftig bei der Bepflanzung in den Parks Geld einsparen.

Foto: David Young/Stadt Düsseldorf

Gärtnerinnen vor einem der Wechselflor-Beete im Nordpark. Die Stadt will künftig bei der Bepflanzung in den Parks Geld einsparen. Foto: David Young/Stadt Düsseldorf

Düsseldorf.   Die Stadt will die Blumenbeete in den Parks weniger oft auffrischen. Das soll Geld sparen - und Stellen im Gartenamt. CDU gegen Spardiktat.

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Die Stadt Düsseldorf spart bei der Bepflanzung von Beeten in ihren Parks. Die Stadt schafft mehr als die Hälfte seiner Wechselflor-Beete ab. Das ärgert die CDU-Ratsfraktion. Am Dienstag stimmte sie im Fachausschuss für öffentliche Einrichtungen gegen das Spardiktat der Verwaltung.

An die Stelle von Wechselbeeten, die bislang zweimal im Jahr neu bepflanzt werden, sollen in den Grünanlagen und Parks ab 2019 größtenteils kostengünstigere Stauden, Bodendecker, Rasen, Farbsplitt oder Glaskies treten. „Die Gartenstadt hört auf zu blühen“, so der Vorwurf der Union.

Düsseldorf will doch eine Gartenstadt sein

Fraktionschef Rüdiger Gutt sieht die Verwaltung auf Abwegen: „Wechsel-Blumenbeete prägen das Bild vom grünen Düsseldorf maßgeblich mit. Sie in großer Zahl wegen ihres Pflegeaufwands zu beseitigen, beschädigt das Image unserer Gartenstadt.“ Hier werde blind an der falschen Stelle gespart. „Ein Armutszeugnis. Dieser schwerwiegende Eingriff geht zu Lasten der Lebensqualität und des Wohlfühlcharakters in der Landeshauptstadt.“

Besonders wendet sich Gutt gegen die künftige Staudenbepflanzung im Nordpark: „Dadurch verschwindet hier die beliebte und traditionsreiche Blumenpracht. Die Menschen werden sie schmerzlich vermissen.“

SPD, Grüne, FDP und Linke stimmten mehrheitlich für die Umstellung der Bepflanzung. Allerdings werden dadurch auch, so die städtische Grün-Dezernentin Helga Stulgies im Ausschuss, vier Stellen beim Gartenamt eingespart. Und: Im Zierblumen-Bereich werden die Stellen für Auszubildende von zwölf auf sechs reduziert.

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