Rhein-Hochwasser

Treibholz und Stämme haben Deiche wohl nicht beschädigt

Das Wasser war nicht das Problem, sondern Treibholz, das gegen die Deiche geschwemmt wurde, wie hier nahe Haffen.

Foto: Deichverband Bisllich-Landesgrenze

Das Wasser war nicht das Problem, sondern Treibholz, das gegen die Deiche geschwemmt wurde, wie hier nahe Haffen. Foto: Deichverband Bisllich-Landesgrenze

Emmerich/Kleve.   Die Deiche beidseits des Rheins sind wohl weitestgehend unbeschädigt. Dennoch gibt es weiterhin viel Arbeit mit Treibholz und Stämmen.

„Das war doch nichts“. Hans-Heinrich Beenen, Deichgräf des 38 Kilometer langen linksrheinischen Deichverbandes Kleve-Xanten, gibt Entwarnung. Schäden am Deich seien nirgends aufgetreten, von Xanten bis zur Rheinbrücke Emmerich hätten die Fluten nicht einmal den Deichfuß erreicht, „unterhalb der Brücke bis zur Grenze stand das Wasser gerade mal am Deich“, so der Deichgräf.

Dieses Hochwasser sei für die linke Rheinseite „eine Übung gewesen, mehr nicht“. Beenen: „Wir haben auch keine Ehrenamtlichen einsetzen müssen.“ Selbst das Ablaufen der Deiche, um eventuelle Schäden festzustellen, hätten die acht hauptamtlichen Mitarbeiter des Deichverbandes selbst erledigt.

Endgültige Beurteilung Anfang der Woche

Etwas vorsichtiger in der Beurteilung möglicher Probleme am Deich ist Holger Friedrich, Geschäftsführer des rechtsrheinischen Deichverbandes Bislich-Landesgrenze. „Wir wissen noch nicht, was das Treibholz, und besonders die bis zu fünf Meter langen Baumstämme angerichtet haben, die das Hochwasser bei uns zwischen Bislich und Haffen gegen den Deich geschwemmt hat“, sagt Holger Friedrich.

Anfang der Woche, wenn sich der Rhein wieder in sein Bett zurückgezogen habe, könne man Genaueres sagen. Vom Strom aus hatte man hier schon vor Tagen Baumstämme und Treibholz vom Deich weggezogen und zunächst in Häfen gebracht.

„Wie auf der gegenüberliegenden Seite werden wir das Treibholz erst einmal zersägen. Mit schwerem Gerät kommt man ja bei dem nassen Boden nicht nah genug an den Deich“, erklärt Friedrich.

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