Karikatur

Karikaturist Thomas Plaßmann zeichnet in Kevelaer

Na, was wird das wohl werden? Karikaturist Thomas Plaßmann bei der Arbeit. In Kevelaer lässt er sich dabei über die Schulter gucken.

Na, was wird das wohl werden? Karikaturist Thomas Plaßmann bei der Arbeit. In Kevelaer lässt er sich dabei über die Schulter gucken.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Kevelaer.   Der Mann zählt zu den bekanntesten tagespolitischen Karikaturisten Deutschlands: Thomas Plaßmann. Donnerstag, 27. Juni, ist er in Kevelaer.

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Der Mann zählt zu den bekanntesten Karikaturisten Deutschlands: Thomas Plaßmann. Am Donnerstag, 27. Juni, 19 Uhr, kommt er nach Kevelaer – als Friedensbotschafter. Eingeladen hat die in Kevelaer ansässige „Aktion pro Humanität“ im Rahmen ihrer Friedensaktionen 2019. Der Eintritt ist frei. Der Ort: Das Priesterhaus am Kapellenplatz.

Männleinmaler nennt der gebürtige Essener sich bescheiden – wenn das man nicht untertrieben ist. Der tagespolitische Karikaturist, Cartoonist und, okay, Männleinmaler, hält Politik, Kirche, Gesellschaft, großen und kleinen Leuten munter den Spiegel vor - mal humorig und witzig, mal bitterböse und gemein, immer – unterm Strich – liebevoll und mit Punktlandung.

Publikumspreis gewonnen

Zu Beginn des Jahres ist Thomas Plaßmann, der u.a. für die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung und die Neue Rhein Zeitung arbeitet, mit dem Publikumspreis der „Rückblende“ ausgezeichnet – wieder einmal. Die „Rückblende“ ist der wichtigste Wettbewerb für politische Karikatur und Fotografie und wird einmal jährlich in Berlin vergeben.

„Vom Leben gezeichnet – Ein Abend mit und über spitze Federn“ ist das Motto des kurzweiligen Abends in Kevelaer. Wir wird man Karikaturist, wann hat das mit dem Männleinmalen angefangen, wo kommen die Themen her, wie wachsen Ideen?

Thomas Plaßmann wird all diese Fragen beantworten und dabei, natürlich, zeichnen. Ein paar Löcher in den Bauch haben wir dem 58-Jährigen schon mal gefragt:

Können Zeichnungen die Welt verändern?

„Nun, Zeichnungen können Grundlage und Anregungen für Diskussionen und Gespräche werden. Wenn die Leute eine Karikatur anschauen und sofort im Thema sind, wenn es kratzt und piekt, dann ist es genau richtig. Aber so kühn zu glauben, dass ich mit meiner Arbeit die Welt verändern kann, bin ich nicht.“

Gibt es ein Lieblingsthema?

„Ganz sicher die sozialen Themen. Die bedeuten mir viel, weil sie dicht bei den Menschen sind. Mein Ansatz ist, gerade bei der politischen Karikatur: Wie wirkt sich das, was sich gerade in Berlin, Washington oder sonstwo auf der Welt abspielt, auf die Betroffenen aus?“

Es finden sich in Ihren Arbeiten immer wieder religiöse Themen.

„Ich bin katholisch groß geworden, ich war Messdiener, in der Jugendleitung, später Kommunionhelfer. Der Glaube spielt in meinem Leben eine große Rolle. Und Kirche bietet ja nun auch das ein oder andere Thema zum Karikieren an.

Ich glaube, es war Thomas von Aquin, der sich beim Herrgott für den Humor bedankt hat, den er den Menschen gegeben hat. Das sehe ich auch so – sonst wird man ja verrückt.“

Der Männleinmaler will also doch auch etwas bewirken!

„Nun ja, ich setze mich nicht hin und sage: Du machst jetzt die Welt ein Stückchen besser.

Aber natürlich ist es schön, wenn man mit einer Zeichnung zum Denken anregen, auf Missstände aufmerksam machen kann. Manchmal stellt man ja mit einer Karikatur auch nur eine Frage. Ich habe ja auch nicht zu jedem Thema eine Lösung parat. Und manchmal ist es auch einfach nur schön, wenn man ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.“

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