Van Gogh lebt

Animationsfilm „Loving Vincent“ in Kinos und im Museum

Zeichnerin Anna Kluza bei der Arbeit zum Animationsfilm „Loving Vincent“ über den weltberühmten Maler van Gogh.

Foto: Loving Vincent

Zeichnerin Anna Kluza bei der Arbeit zum Animationsfilm „Loving Vincent“ über den weltberühmten Maler van Gogh. Foto: Loving Vincent

Den Bosch.   Das Noordbrabants Museum in Den Bosch zeigt am 14. Oktober eine Premiere: Zur neuen Van-Gogh-Ausstellung gibt’s den Animationsfilm „Loving Vincent“.

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Es ist eine Premiere für das Noordbrabants Museum in Den Bosch – und für die Museumswelt, wenn am 14. Oktober die neue Van-Gogh-Ausstellung startet. Diese zeigt nämlich nicht die berühmten Sonnenblumen oder Kartoffelesser, sondern Bilder, Fotos und Videos aus dem Animationsfilm „Loving Vincent”, dem ersten komplett in Ölfarben animierten Film. Der Start des Films wird europaweit mit Spannung erwartet; die Ausstellung, welche Museum und Filmemacher gemeinsam gestalteten, zeigt seine spannende, künstlerisch hochwertige Entstehungsgeschichte.

Geliebter Vincent

Im Film „Loving Vincent“ geht Armand Roulin, der Sohn von Van Goghs Postboten, den Umständen von Van Goghs Tod auf die Spur. Etwa 100 bekannte Meisterwerke von Vincent van Gogh wurden von einem 125-köpfigen Team für den Film verarbeitet. Heraus kamen 1.400 Animationen im Stil von Van Gogh. Es kostete Regisseur Dorota Kobilea und Produzenten Hugh Welchman sechs Jahre, das aufwändige Projekt zu realisieren. Unter der Leitung Kobileas blieb das Künstlerteam dem ursprünglichen Stil des Künstlers so treu wie möglich. Van Gogh schrieb in seinem letzten Brief: “Wel, de waarheid is, dat we niet anders kunnen spreken dan door middel van onze schilderijen” (Übers.: “Nun ja, die Wahrheit ist, dass wir nicht anders sprechen können, als mithilfe unserer Werke”). Am 28. Dezember kommt der Film in die deutschen Kinos, in Den Bosch kann man bereits ab 14. Oktober Ausstellung und Film kombiniert besuchen.

Von Leinwand zu Leinwand

Die Ausstellung zeigt anhand von Gemälden, Fotos und Videos detailliert die Entstehung des gemalten Animationsfilms, von der Entwicklung des Szenarios bis hin zu faszinierenden Details des Schöpfungsprozesses. Etwa 100 Werke werden verteilt auf sechs Museumsräume zu sehen sein. Es wird ebenfalls verdeutlicht, wie das Künstlerteam Lösungen fand, wenn Szenen Abweichungen vom originalen Gemälde Van Goghs verlangten. Beispielsweise im immer wieder auftretendem Fall, dass Van Goghs Gemälde nicht das passende Maß der Kinoleinwand aufwiesen.

Ein besonderes Element der Ausstellung ist die ‚Painting Animation Work Station‘. Jede Woche von Donnerstag bis Sonntag wird hier ein Künstler, der auch am Film mitarbeitete, neue Animationen in Öl kreieren. Verarbeitet werden dabei Werke aus der Brabant-Periode von Vincent van Gogh. Die Ausstellung „Loving Vincent“ ist vom 14. Oktober 2017 bis zum 28. Januar 2018 zu sehen. Tickets, sowie Kombitickets für Ausstellung und Kinobesuch in Den Bosch (englische Sprache), sind auf der Webseite des Museums erhältlich. Die Kombitickets kosten 16,50 Euro.

Van Gogh im Noordbrabants Museum

Das Noordbrabants Museum zeigt als einziges Museum im Süden der Niederlande originale Werke von Vincent van Gogh (1853-1890). Aktuell befinden sich zehn Werke von Vincent van Gogh in der Dauerausstellung des Museums. Dazu gehören alle Werke, die Van Gogh in Nuenen malte, wo er den größten Teil seines Lebens in den Niederlanden als Künstler arbeitete. Durch die Organisation von Van-Gogh-bezogenen Ausstellungen und Aktivitäten spielt das Museum innerhalb von Brabant eine zentrale Rolle für das kulturelle Erbgut der Provinz. Neben Den Bosch gibt es noch vier weitere Orte in Brabant, an denen man auf den Spuren Van Goghs wandeln kann.

Das Noordbrabants Museum ist einer der Partner der Initiative „Kunst Holland“, die das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ins Leben gerufen hat. Dieser Initiative gehören 2017 außerdem das Rijksmuseum, Van Gogh Museum, Königliche Concertgebouw, Mauritshuis, Gemeentemuseum, Escher im Palast, Kröller-Müller-Museum und Groninger Museum an. Ziel ist es, den deutschen Nachbarn die hochkarätigen Kunstschätze und die interessanten Ausstellungsprogramme der Niederlande näherzubringen.

Weitere Informationen: www.holland.com/kunst;

http://www.hetnoordbrabantsmuseum.nl

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