Gastro-Serie

Mittwochs ist Niederrhein-Tag im Waldrestaurant Höfer

In unserer Gastro-Serie stellen wir niederrheinische Traditionsgasthäuser und Restaurants vor. Heute sind wir zu Gast bei Familie Höfer, im Waldrestaurant Höfer in Sonsbeck.

In unserer Gastro-Serie stellen wir niederrheinische Traditionsgasthäuser und Restaurants vor. Heute sind wir zu Gast bei Familie Höfer, im Waldrestaurant Höfer in Sonsbeck.

Foto: Thomas Momsen

Sonsbeck.  Lecker essen kann man am Niederrhein – nicht nur Kappes und Eintöpfe. In dieser Serien-Folge besuchen wir das Waldrestaurant Höfer in Sonsbeck.

Der Name passt – das Waldrestaurant Höfer liegt tatsächlich im Wald. Spazierwege direkt vor der Haustüre, kein Straßenlärm, pure Natur.

Und Pferde – wenn Trainingszeit ist auf der Koppel vorm Haus oder in der Turnierhalle des örtlichen Reitervereins – da kann man vom Restaurant aus hineinlünkern durch die große Glasfront.

Nie eine Frage, in den Betrieb einzusteigen

Seit 44 Jahren ist Familie Höfer hier zu Hause, seit zwei Jahren ist Friederike (34) die Chefin. Die Eltern Iris und Heinz-Gerd haben das Restaurant aufgebaut, und für Friederike war es nie eine Frage, einmal in den Betrieb einzusteigen.

Restaurant-Fachfrau und Köchin hat sie gelernt, Ehemann Julian ist Landwirt und packt nach Feierabend auch mit an – die vier Kinder (9,7, 3 und 1 Jahr alt) sorgen ohnehin dafür, dass es nie langweilig wird.

Restaurant wurde modernisiert: Viel Holz, Licht und Gemütlichkeit

Mutter Iris hilft mit, Schwester Elena auch, und gemeinsam hat Familie Höfer auch den Tod von Papa Heinz-Gerd in 2018 getragen.

Im Sommer 2019 ist das Traditionshaus nun komplett umgebaut und modernisiert worden – viel Holz, Licht und skandinavische Gemütlichkeit haben Einzug gehalten. „Landhauschic“ nennt Friederike Höfer den neuen Style – das passt.

Die Küche bringt den Niederrhein auf die Teller und zaubert den Rest der Welt dazu. „Und ich kann mich auf 15 tolle Mitarbeiter verlassen“, so die Chefin.

Man kann lokale Klassiker wie Möhrendurcheinander mit gebratener Blutwurst genießen – man kann aber auch Lammhüfte auf Ratatouille mit Rosmarinpolenta entdecken. Zum Beispiel.

Zeit für Wild im Waldrestaurant Höfer

Und, natürlich, Wild. Das kommt – wie so vieles im Waldrestaurant – nahezu von „nebenan“ - Friederike Höfer arbeitet eng mit Bauern, Jägern und Lieferanten vom Niederrhein zusammen. Da kann man sich den Wildburger auf der Zunge zergehen lassen. Oder das Wildpfännchen mit Schupfnudelnund gebratenem Spitzkohl. Und weil der Niederrheiner an sich ja gern auch süß mag – unser Tipp: die Grafschafter Quarkspeise mit Beerengrütze und Pumpernickel.

Durch das Jahr hindurch gibt es immer wieder kulinarische Überraschungen – Flammlachsgrillen im Sommer etwa, oder Reibekuchen-Events im Frühjahr...

An den Wochenenden wird selbstgemachter Blechkuchen angeboten – und, für alle, die nie abschalten können:
W-LAN gibt es neuerdings ganztägig.

Platz genug am Waldesrand ist da für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder auch Tagungen. Und draußen gibt es jede Menge Natur, einen Kräutergarten und einen Kinderspielplatz. Was in der Küche verarbeitet wird, kommt überwiegend aus der Region – und ist in der Speisenkarte ausgewiesen.

Das ganze Jahr hindurch werden Themenbuffets angeboten, da kann man auf Entdeckungsreise gehen.

Hier gibt es die Infos zum Waldrestaurant Höfer:

  • Waldrestaurant Höfer: Graf Haeseler Weg 7, 47665 Sonsbeck, 0 28 38-24 42, mit niederrheinischem Charme und feinen Überraschungen.
  • „Altes Restaurant“ bis zu 120 Personen, plus Kaminzimmer, Oberstübchen, Balkon, Biergarten. Für Empfänge: Platz in Garten und Park für 250 Personen.
  • Geöffnet: mi-fr: 11-14.30 Uhr und 17.30 - 23 Uhr; sa + so 11-23 Uhr durchgehend warme Küche. Ruhetage: Montag und Dienstag.
  • Das ganze Jahr hindurch Themenbuffets, regelmäßig auch mit kleinen Kulturprogrammen, bei denen man lecker essen kann und gleichzeitig unterhalten wird. Mittwochs ist immer ein besonderer Niederrhein-Tag, von 11-14.30 und 17.30-21 Uhr.
  • Hier gibt es die Infos zum Waldrestaurant Höfer.

Rezept „Wildgulasch“ aus dem Waldrestaurant Höfer:

  • Die Zutaten: 125g Schalotten – 250g Champignons– 50g geräucherter durchwachsener Speck – 5 Wacholderbeeren– 30g Butterschmalz – 800g Reh- oder Hirschgulasch (aus dem Blatt) – Salz und Pfeffer, 1 EL Tomatenmark– 500 ml klare Brühe– 150 ml trockener Rotwein– 1-2 Lorbeerblätter, 2 Gewürznelken– 75g Preiselbeeren, Quittengelee nach Belieben.
  • Die Zubereitung: Schalotten schälen, halbieren. Pilze putzen, halbieren. Speck fein würfeln. Wacholderbeeren grob zerstoßen. Fleisch trocken tupfen. Butterschmalz im großen Bräter erhitzen. Speck auslassen, herausnehmen. Fleisch darin portionsweise kräftig anbraten, herausnehmen. Pilze und Schalotten im Speckfett anbraten. Fleisch und Speck wieder zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark einrühren und anschwitzen. Mit Brühe und Rotwein ablöschen, aufkochen. Lorbeer, Nelken, Wacholder und die Hälfte der Preiselbeeren zugeben. Zugedeckt 1-1,5 Stunden schmoren. Wenn nötig, noch etwas abbinden, ansonsten mit Gelee, Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu schmecken gebackene oder pochierten Birnen köstlich.

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