Reiseführer NRW

Reiseführer über den Niederrhein kommt auf den Hund

Rund um die Nette-Seen geht es immer dem weißen W auf blauem Grund nach. Und manchmal müssen Hunde angeleint werden.

Foto: Privat

Rund um die Nette-Seen geht es immer dem weißen W auf blauem Grund nach. Und manchmal müssen Hunde angeleint werden. Foto: Privat

Am Niederrhein.   In dem neuen Buch werden 16 Routen in Nordrhein-Westfalen vorgestellt, eigens für Frauchen oder Herrchen mit Hund – eine rund um die Nette-Seen.

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Der Naturpark Schwalm-Nette, der am linken Ufer des Niederrheins nahe der Grenze zu den Niederlanden liegt, gehört zu den reizvollsten Regionen Nordrhein-Westfalens und ist ein perfektes Ausflugsziel für Naturliebhaber.

Auf einer Wanderung rund um die Nette-Seen durchstreifen Mensch und Hund eine wunderschöne Seenlandschaft, erspähen zahlreiche Wasservögel, entdecken einen Naturschutzhof und kehren in einer alten Mühle ein. Als Zugabe gibt’s typisch niederrheinische Landschaft ringsumher.

Premiumwanderweg in der Wasser.Wander.Welt

Um die Seen und die Landschaft ringsum zu entdecken, begeben wir uns mit Elena und ihrer lauffreudigen Hündin Smilla auf den 11,6Kilometer langen Premiumwanderweg „Wasser.Wander.Welt Nette-Seen“.

Er umrundet den Großen und den Kleinen De Wittsee, den Ferkensbruch und den Windmühlenbruch. Die Wanderung verläuft teils durch ein Naturschutzgebiet, wo strenge Anleinpflicht besteht.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz an der Leuther Mühle, einer rund 300 Jahre alten ehemaligen Korn-Ölmühle, die heute als Seminarhaus dient. Nachdem wir die Straße überquert haben, treffen wir auf den Einstieg zu einem Pfad, der uns direkt zum Flüsschen Nette führt. Die Wiesen zur Rechten und das Flüsschen zur Linken spazieren wir weiter, um kurz darauf in einer bezaubernden Wasserwelt zu landen.

Hunde anleinen, bitte!

Hinter einem dichten Schilfgürtel erscheint ein See, auf dem sich eine Vielzahl Vögel tummelt. Wir entdecken einen hölzernen Turm mit Aussichtskanzel. Es handelt sich um den Aussichtsturm des sogenannten Rohrdommelprojekts.

Nun stoßen wir auf das Signet unseres Wanderwegs, ein weißes W auf blauem Grund, und entscheiden uns, den Rundweg im Uhrzeigersinn zu gehen. Das führt uns zwar zunächst weg von der Wasserwelt, aber dafür können wir am Großen De Wittsee zum Schluss noch etwas ausspannen und die Seeatmosphäre genießen.

Naturschutzhof, ein bäuerliches Kleinod

Über eine Brücke kreuzen wir die Nette, folgen dem Schild mit dem weißen W und wandern durch ein kleines Waldstück, das uns in eine offene Feld- und Wiesenlandschaft entlässt. Obwohl nicht so spektakulär wie die Seen, ist die Landschaft doch ausgesprochen reizvoll, und entlang einer Allee erreichen wir nach einem knappen Kilometer den NABU-Naturschutzhof, ein Kleinod der bäuerlichen Kultur. Der Hof existiert seit 1985 und wird weitestgehend im Ehrenamt von Mitgliedern des Naturschutzbunds Deutschland bewirtschaftet. Hunde dürfen angeleint mit auf das Gelände.

Wir setzen unseren Rundweg fort, der uns gleich vor dem nächsten Hof nach links in Richtung Felder führt. Der Wegweiser fehlt leider an der Abbiegung, deshalb müssen wir hier etwas aufpassen.

Schnurstracks geht’s über die Felder auf den Ort Lobberich zu. Smilla genießt den Lauf über den breiten Feldweg, der zwar etwas profan wirkt, aber dafür viel freie Sicht in die Ferne bietet, wo immer mal wieder ein Kirchturm zu sehen ist. Wir umrunden den Ort Sassenfeld und nähern uns dann bald dem Ferkensbruch und damit wieder der Seenlandschaft.

Auf dem Gassiweg zum Biergarten

Der Weg durch den unter Naturschutz stehenden Ferkensbruch ist sehr idyllisch und führt durch eine prächtige Lindenallee vorbei an einer Fischtreppe und einem Stauwehr weiter durch die reizvolle Bruchlandschaft. Bald nähern wir uns erneut Lobberich und dem Windmühlenbruch.

Smilla nutzt eine kleine Pause für Sozialkontakte, denn der eine oder andere Artgenosse begegnet uns hier. Recht nah an Lobberich gelegen, wird dieser Streckenabschnitt von einheimischen Hundehaltern gern für den täglichen Gassiweg genutzt.

Kurz zuvor bietet sich eine Einkehrmöglichkeit im Gasthaus „Lüthemühle“ mit seinem schönen Biergarten. Die Hälfte der Strecke haben wir geschafft und nun geht es zurück in Richtung Norden...

Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten. Ich empfehle: Nachlaufen!

>> WEITERE INFORMATIONEN:

Kerstin Goldbach / Kirsten Schönenborn, Vier Pfoten auf Tour.

16 abwechslungsreiche Ausflüge mit Hund in NRW, 192 Seiten (mit Karte zu jeder Tour), J.P. Bachem Verlag, Köln, 14,95 Euro, im Handel erhältlich (auch als eBook).

Das Buch ist in Zusammenarbeit mit der WDR-Fernsehredaktion „Tiere suchen ein Zuhause“ entstanden.

Neben der Tour rund um die Nette-Seen führen die Autorinnen in den Wildpark Schmidt in die Eifel, machen eine Stippvisite im Neanderthal-Museum, wagen sich in ein Kanu auf der Weser, besuchen die Sparrenburg im Teutoburger Wald...

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