Geocaching am Niederrhein

Unsere letzte Runde: Das war die Geocaching-Aktion der NRZ

Geocaching - die moderne Schatzsuche

Man kann es alleine, mit Freunden und mit der Familie machen. Meist reicht ein Handy oder ein einfaches Navigationsgerät für das Geocaching. Zu finden gibt es immer etwas.

Man kann es alleine, mit Freunden und mit der Familie machen. Meist reicht ein Handy oder ein einfaches Navigationsgerät für das Geocaching. Zu finden gibt es immer etwas.

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Moers.  Unsere Geocaching-Aktion ist nun beendet. Die Logbücher in Sonsbeck, Moers und Kalkar-Wissel sind gut gefüllt. Fazit: „Hat Spaß gemacht!“

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Da! Ein seltsames Vogelhäuschen an einem etwas versteckt stehenden Baum — das kommt mir ja doch ziemlich bekannt vor! Ich bin wieder als Geocacherin im Freizeitpark unterwegs, dieses Mal mit dem Erfinder unserer Sommer-Geocaching-Touren, Rüdiger Kohl.

„Rüdiger, bitte“, begrüßt er die Schatzsucher. „Unter Geocachern gibt es kein Siezen.“ Alles klar, so lässt sich auch viel besser ins Gespräch kommen – über ausgefallene Schatzsuchen in der Natur, das Basteln an eigenen Runden oder über lustige Missgeschicke beim Umherwandern. – Von letzteren kann vor allem ich mit Blick auf meine letzte Geocache-Erfahrung erzählen – ich habe das verflixte Finale einfach nicht finden können.

„Du hast aber nichts falsch gemacht“, beruhigt mich Rüdiger. „Das sind einfach Erfahrungsschätze, die man sammelt.“ Er selbst habe nach den ersten Caches auch „noch und nöcher gesucht.“

Gut zu wissen, dass auch ein Profi Problem haben kann... Aber es braucht nicht lange, bis sich ein echter Geocacher-Blick entwickelt. Genau hingucken, aufmerksam sein, entdecken.

Marlene ist zehn und hat das alles schon drauf. Mit Vater Tom ist Marlene auf unserer „Moereser Schatz-Rouite“ – bevor Rüdiger Kohl die einzelnen Caches (Versrtecke) nun wieder abbauen wird.

Verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast

Und so stehen wir nun gemeinsam zwischen hohen Bäumen und blicken auf den ersten Cache. Das Vogelhäuschen. „Wie kannst du das Vogelhäuschen wohl öffnen?“, fragt Rüdiger und deutet auf den Baum. Nach kurzer Überlegung öffnet Marlene den Deckel und zieht ein kleines Plastikröhrchen, den Petling, hervor. „Super, die Nummer eins hast du schon“, strahlt Rüdiger – im Röhrchen finden sich die Koordinaten für das nächste Versteck.

Heute aber montiert Rüdiger das Häuschen ab – unsere Sommer-Geocaching-Aktion war ja zeitlich befristet – da darf nix mehr im Wald liegen bleiben. Ein ungeschriebenes Gesetz unter Geocachern: Verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast, nicht buddeln, nix kaputt machen. Weder beim Suchen noch beim Bauen der Verstecke.

Werkzeug hat Rüdiger auf seinen Runden immer dabei. Pinzetten etwa, die helfen bei klitzekleinen Caches. Magnetheber können „gemeine“ Verstecke öffnen.

Manchmal tüftelt Rüdiger wochenlang im Bastelkeller, wenn er eine neue Runde plant. „Ich baue meistens das, was ich selbst gerne im Wald finden möchte.“ Hat er die Touren fertig und die Caches gebastelt und versteckt, stellt er sie auf einer Plattform im Internet online, ein ehrenamtlicher „Reviewer“ beurteilt sie. Anschließend können Geocacher raus in die Natur und die von ihm versteckten Schätze suchen.

Eine künstliche Blume im Wald? Da stimmt doch ‘was nicht!

Marlene steht mittlerweile vor einem Gebüsch. „Trau dich“, ermuntert Rüdiger. Vorsichtig schiebt sie sich zwischen Büschen hindurch und findet dann in Sekundenschnelle eine künstliche Blume, unter der sich das zweite Petling befindet.

Nach einem Highfive von Papa läuft Marlene schnell weiter bis zur Auemühle. Suchend umrundet sie einen Baum, tastet die Wurzeln ab und ist wieder erfolgreich. „Vorher hatte ich das woanders versteckt“, erzählt Rüdiger.

„Aber jemand hat das entweder aus Versehen oder absichtlich kaputt gemacht.“ Auch das letzte Cache hinter dem Streichelzoo hat nicht überlebt. Damit das nicht häufiger passiert, gibt er folgenden Rat: „Schnell wieder zurück auf den Weg.“ So bleibt das Versteck ein Geheimnis – für Unwissende und andere Geocacher.

Das Finale: Unter einer Baumscheibe liegt unsere knallgrüne „Schatzkiste“ mit Knuts Holzmünzen und dem Logbuch drin. „Wow“, staunt Rüdiger mit Blick auf das fast voll geschriebene Buch. Viele Geocacher haben unseren „Schatz“ gesucht – und gefunden. Rüdiger strahlt.

Unterwegs bei Wind und Wetter, Hagel und Hitze

liebe Schatzsucher vom Niederrhein – und selbst aus anderen Bundesländern haben sich Geocacher in unsere Logbücher eingetragen. Sonntag haben wir unsere drei Schatzkisten geborgen – unsere Sommer-Aktion ist damit zu Ende.

Wir sagen allen herzlichen Dank fürs Mitmachen, Anregen, Loben und die vielen Einträge in unsere Logbücher. Manche „Schatzsucher“ haben sich etwas verwirren lassen, andere waren schneller durch, manche dann im zweiten Anlauf. Und manchmal waren vielleicht auch ein bisschen zu verspielt...

„rickmanfan“ schreibt: „Lieben Dank für die Caches – vielleicht im nächsten Sommer wieder?“ Nunja, wir schau’n mal... – die ersten vorsichtigen Gespräche laufen.

"Toll gemacht“, lobt xBIGAx in Sonsbeck.

Und Betty freut sich auch: „Unser erster gefundener Cache – Top!“ – Das war in Wissel. Die Dünenlandschaft dort ist nicht ohne. „Brennend heißer Wüstensand“ stöhnen die „ALGE-Detektive“. Und „machfixja“ meint: „Harter Weg bis hierher, tausend Möglichkeiten gerechnet. Endlich gefunden!“

Unsere Schatzsucher haben weder Wind noch Wetter gescheut – super Einsatz. Simone Hildner hat uns gleich zwei Fotos – von der Tour in Sonsbeck und in Wissel gemailt: „Vielen Dank nochmal für eure Caches. (...) wie unterschiedlich das niederrheinische Wetter sein kann... Schönstes Wetter in Sonsbeck, in Wissel sieht man die Wolken, die kurz vor dem Hagelschauer in unsere Richtung zogen. – Es wäre super, wenn ihr die Aktion im nächsten Sommer wiederholen könntet.“

„Sonntag ging es bei strahlendem Sonnenschein auf nach Wissel zur

letzten Geocaching-Runde. Es war eine wirklich schöne Runde mit gut zu lösenden Aufgaben. Lediglich an der Uhr haben wir etwas gerätselt, da von den Lösungsvorschlägen keine zu 100% übereinstimmte. Aber das sollte uns nicht vom Finale abhalten – Da hatte Birgit dieses Mal den richtigen Riecher :-) – Danke für die drei netten Runden! Flo, Denise & Mira Steinmetz sowie Birgit Geke.

Danke sagen wir auch unserem Chef-Geocacher Rüdiger Kohl, der die Verstecke gebastelt hat – die Vogelhäuschen, die grünen Kisten, den lustigen Deckel mit der draufgeklebten Natur... In Wissel haben wir kleine Geschenke in unserer „Dose“ gefunden. DANKE!

Und nun sagen wir mal: Tschüs, bis bald im Wald!

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