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Wo es an Rhein und Ruhr besondere Ausblicke gibt

Das sogenannte Geleucht auf der Halde Rheinpreußen; Von der Landmarke hat man einen guten Blick auf die Industrie, den Niederrhein und den rhein selbst.

Das sogenannte Geleucht auf der Halde Rheinpreußen; Von der Landmarke hat man einen guten Blick auf die Industrie, den Niederrhein und den rhein selbst.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

An Rhein und Ruhr.  Allzu viele Gipfel gibt es an Rhein und Ruhr nicht, sie sind auch nicht besonders hoch. Gerade im Winter hat man oft einen wunderbaren Blick.

Oben stehen, in die Weite schauen: Das hat seinen Charme. Vom 82 Meter hohen Eltenberg aus nach Kleve blicken, von den ebenfalls 80 Meter hohen Schaephuysener Höhen aus den Floriade-Turm in Venlo sehen, von der Halde Hoheward (152,5 Meter über NN) übers Ruhrgebiet blicken: Gerade an Rhein und Ruhr bleibt der Blick über die Landschaft etwas Besonderes, denn allzu viele Gipfel gibt es nicht - und gar so hoch sind sie dann auch nicht.

Trotzdem, sie zu erklimmen hat was. „Man lässt den Alltag hinter sich“, erklärt Wanderexperte Jürgen Weiß (aus Neukirchen-Vluyn im Gespräch mit der Redaktion an diesem Mittwoch (22. Januar 2020). Der 52-jährige Medizintechniker ist bei jedem Wetter viel unterwegs, gerade auch in der Region, in neukirchen-und hat in seinem Blog „Wanderwegewelt“ schon über 1050 Wege zusammengefasst. Gerade jetzt zu Jahresbeginn ist die Chance auf einen tollen Blick groß. Die Bäume sind noch ohne Laub und das häufig kühle und klare Wetter ermöglicht eine weite Sicht.

Der Dachverband Tourismus NRW hat ganz aktuell ein paar Empfehlungen zu besonderen Aussichtspunkten und Skywalks in NRW gegeben. (siehe Bildergalerie) Wanderexperte Jürgen Weiß nennt auf Nachfrage der Redaktion ein paar Empfehlungen für die Rhein-Ruhr-Region und betont, dass die Rangfolge keine persönliche Wertung sei.

Alsumer Berg in Duisburg: eine Halde (70 Meter über NN) im Norden der Stadt. Sie erinnert vom früheren Duisburger Stadtteil Alsum, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und dessen verbliebende Häuser später der Industrie weichen mussten. Der Ausblick oben bedient Klischees – auf der einen Seite der flache und grüne Niederrhein, auf der anderen das grauen Ruhrgebiet „Der Ausblick polarisiert“, sagt Weiß.

Halde Rheinpreußen bei Moers: Auf der 103 Meter über NN hohen Erhebung thront das Geleucht von Otto Piene, das an eine Grubenlampe erinnert. Die Halde ist - in Luftlinie - gar nicht weit weg vom auf der anderen Rheinseite gelegenen Alsumer Berg – „aber schon deutlich grüner“, sagt Weiß.

Schwanenburg in Kleve: „Klippe, Kliff’, Cloef, Kleve – alles ein Wortstamm, der erklärt warum man von der Schwanenburg so weit blicken kann“, sagt Wanderfreund Weiß. An der Schwanenburg gibt es einen geschichtsträchtigen Wanderweg (3,9 Kilometer lang), der zum Prinz-Moritz-Grabmal führt.

: „Nicht mehr Niederrhein und dennoch ein grandioser Ausblick gen Norden ins Grüne“, sagt Jürgen Weiß. Die imposante Stahlkonstruktion thront auf 120 Meter über NN hohen Halde an der Beckstraße - ganz klar Ruhrgebiet. Das sei vielleicht „nicht immer schön – aber spannend“

Hülser Berg in Krefeld: Mit 63 Metern über NN ist das die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Vom Johannesturm dort hat man einem fantastischen Rundumblick“, schwärmt Wanderexperte Weiß.

Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn. „Das ist mein Hausberg, in dessen Schatten ich wohne“, sagt Jürgen Weiß. Eine Himmelstreppe führt hinauf auf die 102 Meter hohe Bergehalde der früheren Zeche Niederberg. Oben steht das Hallenhaus.

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