Müllsünden

Kippe oder Kaugummi auf dem Boden: Das kann teuer werden

Bei einer Aufräum-Aktion in der Düsseldorfer Altstadt sammelten „Rhine Clean Up“-Helfer  im August in kurzer Zeit säckeweise Zigarettenstummel ein.

Bei einer Aufräum-Aktion in der Düsseldorfer Altstadt sammelten „Rhine Clean Up“-Helfer im August in kurzer Zeit säckeweise Zigarettenstummel ein.

Foto: Archiv

An Rhein und Ruhr.  Wer Hundekotbeutel ins Gebüsch wirft oder Kaugummi auf den Gehweg spuckt, muss in Wesel, Essen oder Dinslaken mit hohen Verwarngeldern rechnen.

Viele Städte in NRW haben in den vergangenen Wochen die Bußgelder für ausgespuckte Kaugummis, weggeschnippte Zigarettenkippen oder nicht beseitige Hundehaufen erhöht – andere planen drastische Erhöhungen.

In Rheinberg ist das Wegschnipsen einer Zigarettenkippe künftig doppelt so teuer – statt 25 Euro werden 50 Euro fällig. Vorausgesetzt, der Übeltäter wird erwischt. In Oberhausen schlägt die SPD gar vor, ein Verwarngeld von 100 Euro einzufordern. Damit orientiere sie sich am Buß- und Verwarngeldkatalog des Landes NRW.

Dortmund will die Bürger verstärkt aufklären

„Sicherheit und Sauberkeit sind zwei der wichtigsten Faktoren, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern“, sagt Norbert Dahmen, Recht- und Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund.

Kaugummi und Kippen falsch zu entsorgen wird dort neuerdings statt mit 15 mit 50 Euro geahndet. Hundehaufen liegen zu lassen, kostet statt 50 nun 75 Euro. Die Stadt Essen greift sogar noch härter durch. Dort kostet jedes dieser Delikte jetzt 100 Euro Strafe. Dortmund will die Bürger zudem verstärkt über Müllvermeidung aufklären.

In Wesel können 100 Euro fällig werden

Auch die Stadt Dinslaken plant eine Erhöhung der Verwarngelder. Für die Ratssitzung im Dezember wird eine Neufassung des Verwarngeldkataloges erarbeitet, „bei der die fälligen Gelder drastisch angehoben sein werden“, sagt ein Sprecher gegenüber der NRZ. Nach den aktuell geltenden Regeln sind die unterschiedlichen Abfallarten nicht unterteilt, Generell gilt in Dinslaken: Das Wegwerfen von Abfall kostet zehn Euro. Hundebesitzer, die den Hundekot nicht aufheben, werden beim ersten Mal mit 20 Euro verwarnt, im Wiederholungsfall werden sie mit 55 Euro zur Kasse gebeten. In Kleve kostet das Nichtentsorgen von Hundekot 35 Euro, das Vermüllen durch Kaugummis und Zigaretten zehn Euro.

In Wesel ist’s schon teurer: Für die „Verunreinigungen der Verkehrsflächen und Anlagen durch das Wegwerfen und Zurücklassen von Abfällen, wie z. B. Kaugummi und Zigarettenkippen“ werden 100 Euro fällig, Hundekot zu hinterlassen kostet 50 Euro.

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