Schwarzarbeit-Kontrolle

Zoll-Razzia: Viele Verstöße im Wach- und Sicherheitsgewerbe

Symbolbild. Mehrere Dutzend Zollbeamtinnen und -beamte haben in einer Großkontrolle Firmen der Wach- und Sicherheitsdienst-Branche auf Schwarzarbeit und Sozialleistungsmissbrauch kontrolliert.

Symbolbild. Mehrere Dutzend Zollbeamtinnen und -beamte haben in einer Großkontrolle Firmen der Wach- und Sicherheitsdienst-Branche auf Schwarzarbeit und Sozialleistungsmissbrauch kontrolliert.

Foto: Stefan Sauer / dpa

An Rhein und Ruhr.  Verdacht auf Schwarzarbeit: Mit einer Groß-Aktion hat der Zoll jetzt Wach- und Sicherheitsfirmen an Rhein und Ruhr auf den Zahn gefühlt.

Bei einer bundesweiten Schwerpunkt-Aktion ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll an Rhein und Ruhr auf zahlreiche Verdachtsfälle im Wach- und Sicherheitsgewerbe gestoßen. Vor allem ging es dabei um Verstöße gegen den Mindestlohn.

Kontrollen gab es in der vergangenen Woche in NRW unter anderem in Essen, Oberhausen und in den Kreisen Kleve und Wesel, teilte das Hauptzollamt Duisburg am Freitag mit. Rund 60 Bedienstete hätten die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten mehrer Wach- und Sicherheitsdienst-Unternehmen unter die Lupe genommen.

Schwarzarbeit-Kontrolle in 34 Unternehmen in der Region

Insgesamt seien 98 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt worden, berichtete das Hauptzollamt. In 34 Unternehmen seien Geschäftsunterlagen geprüft worden. Dabei stießen die Ermittler in bislang 48 Fällen auf den Verdacht von Verstößen gegen den Mindestlohn. In fünf Fällen gehen es um den Verdacht, dass Wach- und Sicherheitsdienst-Beschäftigten der Arbeitslohn vorenthalten oder veruntreut worden sei. In acht Fällen verfolgt der Zoll den Verdacht von Sozialleistungsmissbrauch, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung.

„Die weiteren Prüfungen dauern noch an“, sagte ein Sprecher. Solche Schwerpunktaktionen seien „ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung“, glaubt man beim Zoll. Bei einer ähnlichen Großaktion hatte das Hauptzollamt Köln vor wenigen Tagen in vietnamesischen wegen illegaler Beschäftigung ermittelt und 20 Objekte in Köln, Leverkusen, Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis durchsucht. 17 nicht gemeldete Mitarbeiter seien dabei entdeckt worden, ein Nagelstudio in Köln wurde von den Behörden dicht gemacht. (dae)

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