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Zu Land, zu Wasser: Die schönsten Ausflüge im Kreis Wesel

Die größte Grubenlampe der Welt steht in Moers auf der Halde Rheinpreussen.

Die größte Grubenlampe der Welt steht in Moers auf der Halde Rheinpreussen.

Foto: André Hirtz / André Hirtz / Funke Foto Services

Kreis Wesel.  Der Kreis Wesel hat viele schöne Orte zu bieten, die sich lohnen, entdeckt zu werden. Hier finden Sie 13 Tipps für einen Ausflug in der Region.

Naturerlebnisse zu Land und auf dem Wasser, malerische Schlösser und ein ganz besonderer Weltrekord: Der Kreis Wesel hat viele schöne Orte zu bieten, die sich lohnen, entdeckt zu werden. Orte, von denen Sie vielleicht noch nie etwas gehört haben.

Wir haben 13 Ausflugstipps in der Region für Sie zusammengestellt. Von Dinslaken bis Wesel, von der Emschermündung zum Geleucht. Viel Spaß beim Stöbern!

Museum Voswinckelshof in Dinslaken

Noch bis zum 18. August lockt die Ausstellung „Das junge Rheinland“ – Die Sammlung Günter Krusch ins Museum Voswinckelshof. Aber nicht nur wegen der Sonderausstellungen lohnt sich ein Besuch des Museums, das in der Altstadt zu finden ist. In der Dauerausstellung wird auf folgende Schwerpunkte eingegangen: Stadtgründung und Mittelalter, Handwerk und Wirtschaftsgeschichte, Weimarer Republik und NS-Zeit, jüdisches Leben in Dinslaken, wichtige Handwerksberufe wie Hutmacherei und Bäckerei.

Das Museum befindet sich in dem letzten noch erhaltenen Adelssitz am Rand der Altstadt. Das Gebäude entstand Ende des 18. Jahrhunderts als Wohnsitz des Richters Johann Voswinckel und seiner Frau Susanne. Der Voswinckelshof wird seit 1955 teilweise, seit 1975 vollständig als Museum genutzt. Nach Sanierungsarbeiten und einer Erweiterung ist seit 2016 dort die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu sehen.

Von Natur umgeben: Der Hof Emschermündung

Als Ausgangspunkt oder Ziel für Radtouren oder Wanderungen eignet sich der Hof Emschermündung an der Straße Am Hagelkreuz 20. Vor sechs Jahren hat die Emschergenossenschaft den Hof renoviert und umgebaut. Die zentrale und günstige Lage an der Mündung der Emscher in den Rhein sowie in der Nähe zu wichtigen Radwegeverbindungen war ein Anlass, den Hof in neuer Weise zu beleben und für Besucher zu öffnen.

Die Einweihung des Hofs Emschermündung fand schließlich im September 2013 mit der symbolischen Pflanzung eines Obstbaumes vor dem Hofgebäude statt. Heute vereinigt der Hof Emschermündung unter seinem Dach verschiedene Partner. Gemeinsam gestalten und beleben sie den Hof zu einem Ort des informellen Lernens, Erlebens und Erfahrens ökologischer Zusammenhänge. Im März 2014 feierte das Café seine Eröffnung. Kuchen und Torten werden hier serviert, an den Wochenenden kann hier auch gefrühstückt werden.

Das Café im Hof Emschermündung ist montags und freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Die Dingdener Heide in Hamminkeln

Die Dingdener Heide ist vor allem für Naturliebhaber ein Paradies. Seit 1987 steht unter Naturschutz und hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich, die die Besucher auf einem Rundweg hautnah erleben können. Fünf sogenannte Zeitfenster geben einen Überblick über die Geschichte dieser Kulturlandschaft vom Mittelalter bis heute.

Es startet mit dem „Hudewald“ von 1320 bis 1540, als Laubbäume auf der Heide standen und die Bauern das Holz gemeinschaftlich schlugen. Im Zeitfenster „Heide“ von 1540 bis 1843 kann man beobachten, wie die Heide entstand, weil zu viel Holz und Humus entnommen wurden. Heute halten weidende Ziegen und Schafe sie in Form. Weiter geht es mit dem Zeitfenster „Kiefernforst“ von 1843 bis 1920, als die Gemeinschaftsflächen privatisiert wurden und die Eigentümer dort zunehmend Kiefern anpflanzten, die sich gut als Grubenholz verkaufen ließen.

Es folgt das Zeitfenster „Grünland“ von 1920 bis 1960, als ein Flächenbrand 40 Hektar Kiefernforst vernichtete und die Bauern nun ihre Flächen in Wiesen und Weideland umwandelten. Durch die intensive Tierhaltung wurde der Mais die vorherrschende Futterpflanze, auch in der Dingdener Heide.

Der Rundweg, der diese spannende Zeitreise erlebbar macht, startet am Wanderparkplatz Krechtinger Straße/Ecke Bußter Weg in Hamminkeln. Er ist etwa sechs Kilometer lang, aber nicht an allen Stellen barrierefrei. Weitere Infos gibt es auch unter www.dingdener-heide.com.

Gartroper Schloss in Hünxe

Für eine kleine Entdeckungsreise kann der Parkplatz Gahlener Straße am Wesel-Datteln-Kanal geeignet sein. Oder man verbindet den Spaziergang mit einer Runde durch Krudenburg. Jedenfalls gelangt man vom Parkplatz an den Kanal, auf einem gut ausgebauten Weg geht es in Richtung Gartrop-Bühl, auf beiden Uferseiten befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Einzelne Gebäude sind zu entdecken. Die Bühlerstege wird passiert, am Elsenweg liegt der Campingplatz Kleinsteinberg. Bis zur Brücke Scheperstraße, dort verlässt man den Kanal. Über die Scheperstraße wird das Schloss Gartrop angesteuert, vorbei am landwirtschaftlichen Betrieb Schwinum mit über 500 Milchkühen. Wenn rechts die Wohnhäuser zu sehen sind, hat man das Ziel fast erreicht. Um das Schloss zu erreichen, muss dann nur noch die Gahlener Straße überquert werden.

Schlossführungen, verbunden mit einem Dinner, werden jeden ersten Donnerstag im Monat angeboten. Hierfür ist eine vorherige Anmeldung (02858/917570) erforderlich. Die Schlossanlage besteht aus einem barocken Herrenhaus, einer Vorburg und zwei Torhäusern sowie einer Wassermühle, die von einem Garten mit weitläufigen Wassergräben umgeben sind. Die erste nachweisbare Anlage geht auf die Ritter von Gardapen zurück, die im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt worden sind.

Das Heimatmuseum Hünxe

Das Heimatmuseum „Alte Bergschule“ in Hünxe an der Friedrich-Endemann-Straße 4 wurde im Jahr 1992 anlässlich der 900-Jahr-Feier von Hünxe eingeweiht und ist seitdem für die Öffentlichkeit sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr oder auch nach Absprache geöffnet.

Mit viel Liebe zum Detail hat man hier Gegenstände aus der guten alten Zeit zusammengetragen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben hier die Ausstattung mit komplettiert. Der Klassenraum, in dem vom 1. bis zum 8. Schuljahr bis 1954 alle Schüler gemeinsam unterrichtet wurden, ist wie früher eingerichtet und mit vielen Dokumenten und Exponaten ausgestattet.

Nicht nur der Klassenraum macht das Museum „Alte Bergschule“ zum Anziehungspunkt für viele Schulklassen und Besucher von Nah und Fern, sondern auch die Kellerkammer (Schlafzimmer des Lehrers), die Wohnstube, die Dauerausstellung mit Bildern von August Oppenberg, die vielen Gegenstände aus Haushalt und Landwirtschaft, aus der Imkerei, aus einer Holzschuhwerkstatt, die prähistorischen Funde (Mammutschädel), die wechselnden Ausstellungen, sowie die alljährliche Weihnachtsausstellung und mehr.

Das Kloster Kamp in Kamp-Lintfort

Die wunderschönen Gärten des Kloster Kamps sollte jeder mal besucht haben. Das Kloster selber wurde um das Jahr 1150 erbaut, seit 1683 hat die Abteikirche ihr heutiges Erscheinungsbild. Das Kloster Kamp bietet viele Möglichkeiten. Zum einen kann man auf der Anlage vier verschiedenartige Gärten betrachten, gerade der schöne Terrassengarten lockt viele Besucher an. Ein Besuch in der Abteikirche ist ebenfalls möglich. Für historisch Interessierte bietet die Schatzkammer auch ein Museum, in der die Geschichte des Klosters zu verfolgen ist, auch sorgfältig ausgewählte Exponate können hier betrachtet werden.

Auch ein Museumsshop für ein nettes Souvenir befindet sich auf der Anlage sowie ein Café zum Ausruhen und Entspannen. Übrigens, hier zahlt jeder nur den Preis, den er für angemessen hält. Öffnungszeiten der Gärten sind täglich 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, die Kirche ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, das Café und der Shop von 13 bis 17 Uhr und das Museum Dienstag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr. Sonn- und feiertags ist die Anlage samt Museum und Geschäfte von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Die größte Grubenlampe der Welt in Moers

Die größte Grubenlampe der Welt steht in Moers auf der Halde Rheinpreußen. 30 Meter hoch ist das rote Geleucht, das Fahrer von der Autobahnbrücke der A42 sehen können, wenn sie aus Duisburg kommen.

Auf 103,5 Metern über Normalnull steht das von dem Künstler Otto Piene entworfene Kunstwerk und lädt dazu ein, sich das wundervolle Panorama von Duisburg anzuschauen. Das Geleucht steht vor allem für den intensiven Bergbau, der früher in der Region betrieben wurde. Die Aussichtsplattform ist zu den Öffnungszeiten kostenlos begehbar, und bietet einen fast 360-Grad-Ausblick über die Landschaft und Industrie in Duisburg und den Waldsee. Tagsüber ist es ein beliebtes Ziel für Fahrradfahrer, Spaziergänger oder Besucher, die einfach mal die Seele baumeln lassen wollen. Bei Einbruch der Dunkelheit hingegen wird die Grubenlampe nochmal zu einer ganz anderen Attraktion, wenn das Geleucht selber und der Hang der Halde in rotes Licht getaucht werden – ein Anblick, der wirklich sehenswert ist.

Erreichen kann man die Grubenlampe mit dem Auto, dem Bus, zu Fuß und dem Fahrrad über die Gutenbergstraße. Das Auto muss auf halber Höhe kostenfrei geparkt werden. Die Beleuchtung der Lampe ist von April bis Oktober bis 23 Uhr und von Oktober bis April bis 21 Uhr.

Moerser Schloss – Das älteste Gebäude der Grafenschaft

Seit Jahren ist das Moerser Schloss eines der bekanntesten Ausflugsziele in Moers. Nicht nur die Tatsache, dass es sich durch den schon im 12. Jahrhundert erbauten Tuffsteinturm um das älteste Gebäude der Grafenstadt handelt, macht es so interessant. Auch das Grafschafter Museum und das Schlosstheater sind hier beherbergt. Gerade das Museum bietet einen interessanten Einblick in die baugeschichtliche Entwicklung des Schlosses und das Leben der damaligen Burgherren und ihren Untergebenen. Durch mehrere Räume mit jeweils verschiedener Thematik werden die Besucher geführt und können original erhaltene Exponate bewundern.

Die breite und interessante Ausstellung der Historie des Schlosses macht es zu einem tollen Ausflugsziel für Gruppen- und Klassenausflüge, Familien oder interessierte Einzelpersonen. Für Leute, die weniger an dem Schloss und seiner Geschichte interessiert sind, bietet das dort beherbergte Schlosstheater ein ständig wechselndes Programm. Öffnungszeiten des Schlosses sind:
Dienstags bis freitags: 10 bis 18 Uhr; Samstags, sonntags und feiertags: 11 bis 18 Uhr. Die Preise belaufen sich auf: Familien: 4,50€; Erwachsene: 3€; Kinder ab 6 Jahre: 1€; Kinder bis 6 Jahre: frei; Besucher in Gruppen (ab 10 Personen): 2€. Gut zu wissen: jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn

Das „Hallenhaus“ auf der Halde Norddeutschland haben bestimmt schon viele Menschen erblickt, die regelmäßig auf der A57 unterwegs sind. Und was von unten schon interessant aussieht, wirkt von oben noch viel besser. Die mit 90 Hektar flächenmäßig größte Halde am Niederrhein bietet auf 102 Metern eine fantastische Rundum-Aussicht und die Möglichkeit, durch einen Panoramaweg die Umgebung besser kennzulernen. Gerade Ausdauersportler haben mit der Halde Norddeutschland ein optimales Terrain für sich gefunden.

Die 359 Stufen der Himmelstreppe und die drei mit verschiedenen Schweregraden gekennzeichneten Laufrouten bieten für Anfänger und Fortgeschrittene ein optimales Übungsgelände. Die Himmelstreppe, welche vom Parkplatz ganz unten direkt auf das Höhentop führt, bietet aber auch durch verschiedene Abschnitte den nicht so sportlichen Menschen die Möglichkeit eines schnellen Aufstiegs. Alternativ gibt es für Fußgänger und Radfahrer die Möglichkeit auch über Serpentinenwege die Halde auf gemütlicheren Weg zu erkunden.

Die Halde Norddeutschland ist das ganze Jahr kostenfrei besuchbar.

Natur-Erlebnispfad in Schermbeck

In NRW gibt es fast keine echte Wildnis mehr – nahezu alle Wälder sind vom Menschen beeinflusst. Doch wer den Wandel eines alten Buchen- und Eichenwaldes zur Wildnis beobachten möchte, ist beim Abenteuer „Neue Wildnis“ im Ortsteil Weselerwald richtig. Hier zeigt der Erlebnispfad Dämmerwald auf, wie der Wald wächst, wie Baumhöhlen entstehen, wie Äste brechen, Bäume sterben und Pilze sowie Tiere Totholz besiedeln und wie neues Leben entsteht. Der 2,6 Kilometer lange Pfad, der nahe des Wanderparkplatzes Teufelsstein beginnt, führt zu sechs „Fenstern“ am Wegesrand.

Diese zeigen den Wandel eines alten Buchen- und Eichenwaldes zur Wildnis von morgen, denn hier ruhen Axt und Säge – es wird kein Baum gepflanzt und keiner gefällt. Besucher erfahren auch viel über die Tierwelt der neuen Wildnis: Da sind die tollkühnen Kletterer – die Eichhörnchen, die im Blätterdach des Dämmerwaldes in ihrem Kobel wohnen. Auch den Schwarzspecht kann man hier antreffen. Der Startpunkt des Pfades liegt an der Malberger Straße, wenige hundert Meter östlich der Kreuzung mit der Marienthaler Straße.

Paddeln auf der Lippe

Die grünen Seiten des Niederrheins aus einer ungewohnten Perspektive an sich vorbei ziehen lassen. „Das ist Natur pur“, sagt Klaus von Mallinckrodt. Der Hünxer weiß, wie es geht: Er vermietet Kanadier und Rafting-Boote für Touren auf der Lippe. Vorbei an grünen Wiesen, Feldern, Bauernhöfen und dem einen oder anderen Zuschauer. Eisvögel, Nutrias, Haubentaucher oder Schwäne können die Paddler auf und am Fluss mit etwas Glück beobachten. Viel Landschaft und ein bisschen Einsamkeit.

Vier Touren hat der Krudenburger im Angebot. Die beliebteste Strecke startet in Schermbeck an der Maaßenstraße und endet unter der Brücke an der Dinslakener Straße, einen Steinwurf von Krudenburg entfernt. Zwei bis drei Stunden sind die Paddler auf dieser Strecke unterwegs.

Die längste Tour beginnt in Dorsten-Hervest, für die 23 Kilometer bis Krudenburg sollten die Kanuwanderer gut fünf Stunden einrechnen. Das hört sich viel an, doch die Touren sind längst nicht nur für sportliche Paddler geeignet. Familien, Schulklassen, Gruppen aller Art machen sich regelmäßig auf den Weg über den Fluss, der sich aus Sicht von Klaus von Mallinckrodt gut zum Paddeln eignet.

Denn die Lippe hat Strömung, aber nicht zu viel davon. „Irgendwann kommen alle an.“ Jeder kann sein Tempo fahren und das Kanu am Ende der Strecke abstellen. Nur ein paar Schritte sind es ins idyllische Dorf Krudenburg, das leider keine Gaststätte mehr, dafür am Wochenende aber die „Dudelbude“ hat. Die Bootsfahrer können am Endpunkt parken und werden von dort zum Startplatz gebracht. Schwimmwesten sind obligatorisch, doch im Gegensatz zu den Kanadiern können die 12er-Rafting-Boote nicht kentern, sagt der Krudenburger.

Eine Einweisung gibt’s für alle dazu. Die Touren gibt’s ab 25 Euro inklusive Transfer. Kontakt übers Internet unter www.paddelstation-krudenburg.de oder 0170/3466047.

Die Schleuse Friedrichsfeld in Voerde

Warum nicht mal eine Schleuse besichtigen? In Friedrichsfeld gibt es ein solches Bauwerk. Verbinden kann man das mit einem Spaziergang, der am Bahnhof Friedrichsfeld, Poststraße, beginnt. Folgende Wegbeschreibung ist auch auf der städtischen Internetseite zu finden:

Zunächst wird die Poststraße überquert. Hinter einem Bahnübergang erreicht man den Wesel-Datteln-Kanal. Man hält sich links und hinter dem Gelände des „Kanuclub Friedrichsfeld“ schwenkt der Weg über Schienen hinweg nach links. Am Ende der Straße seinen Spaziergang nach rechts auf dem Fußgängerweg fortsetzen. Entlang der Hauptstraße wandern, bis es wieder nach rechts in die „Alte Bühlstraße“ geht. Dann an der Zufahrt zum Gewerbegebiet vorbei und dem Hinweisschild zum „Wasser- und Schifffahrtsamt“ folgen.

Am Kanal geht es weiter bis unter der Brücke und bis zum Zaun am Schleusengelände. Links vom Zaun befindet sich ein Trampelpfad. An der ersten Möglichkeit links zur Straße und dort wieder nach rechts. Kurz darauf abermals rechts in die Schleusenstraße. Man erreicht den Parkplatz der Schleuse. Über diesen geht es zur Treppe und über die große Schleuse hinweg. Auf der anderen Seite kreuzt man noch die kleine Schleuse. Ab hier ist noch ein Abstecher zur Kanal-Mündung und zum Lippe-Hafen möglich.

Ansonsten geht es nun nach rechts. Dort, wo der Zaun endet, rechts halten. An der Umtragestelle vorbei geht es, auch dort wo die Straße nach links biegt, auf dem sandigen Weg am Kanalufer, weiter geradeaus. Abermals wird die „Spellener Brücke“ unterquert. Als nächstes passiert man die Reste einer Kanalbrücke, unterquert dann die „Voerder Brücke“ sowie die Eisenbahnbrücke. Danach geht es scharf links und auf der Brücke über den Kanal hinweg. Auf der anderen Seite geht es nun zurück zum Bahnhof.

Diersfordter Tiergatter: Wo der Hirschkäfer zu Hause ist

Frühmorgens, wenn die Natur erwacht, ist es am schönsten. Aber auch tagsüber und natürlich am Abend hat das Diersfordter Wildgatter seinen Reiz. Schon seit 1850 gibt es diesen Bereich, den die Diersfordter Schlossherren für die Jagd einrichten ließen. Seit 1903 existiert das Areal in verkleinerter Form, umfasst aber immer noch rund 350 Hektar.

Mit ein wenig Glück gibt es direkte Begegnungen mit den Bewohnern. Wildschwein, Mufflon, Rot- und Damhirsch sind hier zu Hause. Nicht zu vergessen der Hirschkäfer, dem gleich eine ganze Route gewidmet wurde, findet man hier doch die größte Ansammlung dieses Tiers in ganz Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommt der größte zusammenhängende bodensaure Eichenwald im Land. Heidemoore und Dünen bereichern die landschaftliche Vielfalt – Lebensräume für Moorfrosch, Sonnentau, Wollgras und vieles mehr.

Wer es mehr mit handfester Architektur hat, macht einen Abstecher zum Schloss Diersfordt, das sich in Privatbesitz befindet und für Feiern sowie zum Übernachten gebucht werden kann. Ein Kleinod ist die dazugehörige Schlosskirche, die gern für Trauungen genutzt wird, in der aber auch Gottesdienste und Konzerte stattfinden.

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