Feuerwehr

Düren: Explosion in „Drogen-Küche“ hebt Hausdach ab

Foto: Archiv/dpa

Düren.  Die Herstellung eines Drogenkonzentrats ist in einer Dachwohnung in Düren gründlich schief gegangen: Es kam zu einer schweren Explosion.

Am Freitagabend hat eine Explosion das Dachgeschoss eines Hauses im Dürener Stadtteil Birkesdorf erschüttert. Dabei entstand ein nicht unbeträchtlicher Sachschaden. Nur durch unglaubliches Glück blieben der Verursacher und weitere Hausbewohner unversehrt, teilte die Polizei am Samstagabend mit.

Gegen 21 Uhr misslang einem Dürener (42) in seiner Dachgeschosswohnung die Herstellung von Cannabiskonzentrat. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hantierte er im Badezimmer mit Hanf, einem Metallrohr und einer größeren Menge Feuerzeuggas. Die Polizei vermutet, dass der Mann BHO (Butan-Haschischöl) herstellen wollte – eine Prozedur, die in einschlägigen Magazinen wegen der Explosionsgefahr als riskant bezeichnet wird.

Mann wollte wohl Cannabiskonzentrat herstellen

Dabei sei es versehentlich zu einer Explosion gekommen, die das Dach des Hauses in Teilen förmlich abheben ließ. Zudem brannte es in der Wohnung an mehreren Stellen. Dachziegel wurden bis auf die andere Straßenseite geschleudert – es entstanden Risse und Gewerkebeschädigungen. Auch das Dach eines Nachbarhauses nahm Schaden.

Der mutmaßliche Verursacher und weitere Bewohner des Hauses wurden wie durch ein Wunder nicht verletzt. Die Brände konnten der Mann und anderen Anwesende noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen.

Dachkonstruktion muss noch begutachtet werden

Allerdings entstand ein größerer Schaden am Gebäude – und auch die Dachkonstruktion muss noch begutachtet werden.

Der bislang polizeilich nie in Erscheinung getretene Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Da er nach eigener Aussagen Drogen genommen hatte, wurde eine Blutentnahme angeordnet.

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