Medienbericht

IS-Anwerber soll Mädchen mit Nacktfotos erpresst haben

Die Polizei hat in Köln einen mutmaßlichen islamistischen Gefährder festgenommen. Einem Medienbericht zufolge, habe er versucht Mädchen mittels Erpressung für den „Islamischen Staat“ zu rekrutieren. (Symbolbild)

Die Polizei hat in Köln einen mutmaßlichen islamistischen Gefährder festgenommen. Einem Medienbericht zufolge, habe er versucht Mädchen mittels Erpressung für den „Islamischen Staat“ zu rekrutieren. (Symbolbild)

Foto: Oliver Berg / picture alliance / dpa

Köln.  Ein Mann soll Mädchen für den „Islamischen Staat“ gesucht und laut KStA mit Nacktfotos erpresst haben. Auch Minderjährige seien darunter gewesen.

Die Polizei hat in Köln am Donnerstagmorgen einen 18-Jährigen festgenommen, der für die Terrormiliz „Islamischen Staat“ (IS) Mitglieder angeworben haben soll. Die Polizei spricht von einem „islamistischen Gefährder“. Der 18-Jährige sei „dringend verdächtig, in mehreren Fällen um Mitglieder oder Unterstützer“ für den IS geworben zu haben.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, soll der Verdächtige junge Mädchen dazu aufgefordert haben, sich dem „IS“ anzuschließen. Im Namen der Terrorgruppe sollten sie Selbstmordanschläge verüben. Um Druck auf die Mädchen aufzubauen, soll er sie mit Nacktfotos erpresst haben.

Kölner Stadt-Anzeiger: Ermittler fanden Kinderpornografie auf Handy

Ermittler entdeckten auf dem Handy des deutschen Beschuldigten Dateien, die auf Kinderpornografie hindeuten, heißt es im Bericht des KStA. So hatte der Tatverdächtige zwölfjährige Schülerinnen derart beeinflusst, dass sie sexuelle Handlungen an sich vornahmen.

Die Bilder versandten sie auf sein Verlangen hin an seinen Account. Später soll der 18-jährige islamistische Gefährder die Opfer mit den kompromittierenden Dateien erpresst haben. So drohte er etwa damit, die Nacktfotos ins Netz zu stellen, sollten die Mädchen die Polizei einschalten.

Gegen den Teenager liegt ein Haftbefehl vor, wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Donnerstag mitteilte. Der Verdächtigte sollte noch am Donnerstag einem Haftrichter des Oberlandesgerichts Düsseldorf vorgeführt werden. (red/dpa)

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