Umwelt

Fridays for Future: Hunderte demonstrieren gegen Datteln 4

Fridays for Future: Was steckt hinter der Bewegung?

Fridays for Future ist eine internationale Klimabewegung, die überparteilich organisiert ist. So ist die Bewegung entstanden. Ein Überblick.

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Datteln.  Aktivisten von Fridays For Future demonstrieren am Freitag in Datteln gegen das Kohlekraftwerk. Am Mittag haben sich einige Hundert versammelt.

Umweltaktivisten haben sich ein neues Ziel für ihre Proteste gesucht: das Steinkohlekraftwerk in Datteln. Am Freitag hat die Klimabewegung Fridays for Future zu einer Demo dort aufgerufen. Die Polizei sprach am Freitagmittag von etwa 350 Teilnehmern. Diese wollen der Ankündigung zufolge von der Innenstadt zum Kraftwerk am Dortmund-Ems-Kanal ziehen.

„Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn vor unserer Haustür ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz gehen soll, das vollkommen den Empfehlungen der Kohlekommission widerspricht“, heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Das Kraftwerk soll entgegen der Empfehlung der Kohlekommission doch ans Netz gehen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) sind der Ansicht, dass es sinnvoller ist, ältere und schmutzigere Steinkohlekraftwerke früher abzuschalten. Der Energiekonzern Uniper will das Kraftwerk im Sommer endgültig ans Netz bringen. Derzeit läuft es zeitweise im Probebetrieb.

Der NRW-Sprecher der Umweltorganisation BUND, Dirk Jansen, nannte es eine „unglaubliche Provokation“, den Kohleausstieg mit dem Anschalten eines neuen Steinkohlekraftwerks zu beginnen. Datteln solle zum neuen Symbol der Klimabewegung werden. Der BUND hat wiederholt gegen das Kraftwerk geklagt. Einige Verfahren sind noch nicht entschieden. (dpa/red)

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