Insolvenz

Insolvenz: Was Kunden von „iBuy“-Shops jetzt wissen müssen

Das Ladenlokal in der Hattinger Innenstadt war kurzzeitig geschlossen.

Das Ladenlokal in der Hattinger Innenstadt war kurzzeitig geschlossen.

Foto: OH

Bochum.   Die Handy-Ladenkette „iBuy“ ist von der Insolvenz des Mutterunternehmens W.E.S. Kommunikation betroffen. Alle Shops waren kurzzeitig geschlossen.

Die Bochumer Firma W.E.S. Kommunikation hat vorläufig Insolvenz angemeldet. Das betrifft auch die Kette „iBuy“, die in mehreren Städten der Region vertreten ist, darunter Essen, Dortmund und Gelsenkirchen. Das Amtsgericht Bochum hatte am 24. April das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

Auf Facebook teilte „iBuy“ seinen Nutzern die Insolvenz dann am 30. April mit. Dort bestätigte das Unternehmen die Gerüchte um die Mutterfirma W.E.S. Kommunikation. Das Unternehmen hat sich auf das Thema Mobilfunk spezialisiert, bietet Handys, Verträge und Reparaturarbeiten an und präsentiert sich auf der Firmen-Homepage selbst als „kompetenten Ansprechpartner“ im Ruhrgebiet.

Das ist jetzt wichtig für Kunden von „iBuy“

Doch was bedeutet das nun für die Kunden von „iBuy“? Zunächst hat die Firma eine Service-Hotline eingerichtet, an die sich jeder Kunde wenden kann, um weitere Informationen zu erhalten: 0208/ 883 85 108. Das geht auch über die E-Mail-Adresse: kundensupport@ibuy.de. Die Shops sollen vorerst geöffnet bleiben.

Wie die Insolvenzverwalterin Dorothee Madsen der Bochumer Kanzlei BRL erklärte, startet das Insolvenzverfahren voraussichtlich im Juni. Kunden, die im Vorfeld der Insolvenz Verträge mit W.E.S. geschlossen haben, die noch nicht vollständig erfüllt sind, können sich nach dem Start des Verfahrens mit ihren Forderungen an die Insolvenzverwalterin wenden. Die betroffenen Kunden werden noch angeschrieben. Die gute Nachricht: Laufende Handyverträge seien nicht von der Insolvenz betroffen.

Filialen von „iBuy“ mussten kurzzeitig schließen

Die Insolvenzverwalterin und das Unternehmen weisen darauf hin, dass alles versucht werde, um die Situation zu verbessern. Man verhandele derzeit mit verschiedenen Investoren, um den Erhalt des Unternehmens sichern zu können. „Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Wochen eine Lösung präsentieren können“, sagte Madsen.

Für Verwirrung sorgte die Hattinger „iBuy“-Filiale im Reshop Carré, da diese in der letzten Woche geschlossen war. Wie die Insolvenzverwalterin erklärte, mussten alle 15 Läden zeitweilig geschlossen werden, um eine Inventur durchzuführen. Auch der dort angeschlossene UPS-Servicepunkt war nicht zu erreichen und hat den Service vorerst eingestellt.

Filialen von „iBuy“ seit 2011 im Ruhrgebiet

Die Firma W.E.S. Kommunikation gründete sich 2002 und konnte sich schnell auf dem Markt etablieren. Bereits 2009 beschäftigte der Großhandel für Telekommunikationsprodukte rund 100 Mitarbeiter und wuchs weiter, zuletzt auf 160 Beschäftigte. Das Tochterunternehmen „iBuy“ ist seit 2011 an mehreren Standorten vertreten. Seit 2017 ist die Firma in Bochum ansässig.

Alle Filialen der Kette im Überblick:

  • Essen: Allee-Center, Altenessener Straße 411
    und Real-Einkaufscenter, Haedenkampstraße 21
  • Hagen: Innenstadt, Elberfelder Straße 19-21
    und Volme Galerie, Friedrich-Ebert-Platz 3
  • Neuss: Reinpark Center, Breslauer Straße 2-4
  • Bochum: Innenstadt, Kortumstraße 64
  • Hattingen: Reschop Carré, Reschop Carré 1
  • Gelsenkirchen: Fußgängerzone, Bahnhofstraße 66
  • Oberhausen: Bero Center, Concordiastraße 32
  • Wetter: Center Wetter, Carl-Bönnhoff-Straße 1
  • Soest: Innenstadt, Brüderstraße 15
  • Dortmund: Innenstadt, Kuckelke 4 und Ostenhellweg 19 sowie Real-Einkaufscenter, Schleefstraße 15 und Real-Einkaufscenter, Wulfshofstraße 8-8

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