Ermittlungen beendet

Mysteriöser Unfall auf B 227: DNA von Opfer gesichert

Die Unfallstelle auf der Bundesstraße 227 in Ratingen-Breitscheid bei Tageslicht. Zur Unfallzeit herrschte totale Dunkelheit.  

Die Unfallstelle auf der Bundesstraße 227 in Ratingen-Breitscheid bei Tageslicht. Zur Unfallzeit herrschte totale Dunkelheit.  

Foto: Polizei Mettmann

Ratingen/Oberhausen/Kalkar.  Polizei ist sicher: Oberhausenerin wurde auf der B 227 in Ratingen vom Lkw eines Mannes aus Kalkar erfasst. Die Ermittlungen sind abgeschlossen.

Nach einem mysteriösen Verkehrsunfall in Ratingen vermeldet die Kreispolizei Mettmann einen weiteren Ermittlungserfolg. Am Außenspiegel eines Kleinlasters, von dem eine 44-Jährige aus Oberhausen erfasst und lebensgefährlich verletzt worden sein soll, wurden inzwischen DNA-Spuren des Unfallopfers nachgewiesen. Das sei laut Polizei das Ergebnis der molekulargenetischen Untersuchung von am Unfallort gefundenen Fahrzeugteilen. Damit sei „der Nachweis erbracht, dass es am 14. Oktober 2019 zwischen dem Lkw und der Frau zu einem Kontakt gekommen ist.“

Für die Frau endete der Unfall tragisch: Sie wird nach Polizeiangaben weiter stationär ärztlich behandelt und könne keine Angaben zum Unfallgeschehen machen. Die Oberhausenerin hatte sich zuvor offenbar auf dem Weg zur Arbeit verlaufen. Die 44-Jährige war am Tag des Unfalls gegen 5.50 Uhr morgens auf der B 227 im Stadtteil Breitscheid von dem Lkw erfasst worden. Der Fahrer flüchtete. Bruchstücke des Lkw-Außenspiegels und des dazugehörigen Rahmens wurden bei der Unfallaufnahme an der Bundesstraße sichergestellt.

Zehn Tage nach dem Unfall teilte die Polizei mit, den Fahrer ermittelt zu haben: einen 56-Jährigen, der aus Kalkar kommt und einen in Mülheim zugelassenen Firmen-Lkw gefahren haben soll. Für das Fahrzeug war bereits am Tag des Unfalls ein neuer Außenspiegel im Zubehörhandel bestellt worden. In seiner ersten polizeilichen Anhörung habe der Mann bestritten, an einer Kollision mit der Fußgängerin beteiligt gewesen zu sein, sagt die Polizei. Die Ermittlungen der „EK Sondert“ sind mit diesem Nachweis nun endgültig abgeschlossen. Über das weitere Vorgehen in diesem Fall entscheidet nun die Staatsanwaltschaft.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben