Altweiber-Bilanz

Sexualdelikte und Unfälle trüben Auftakt des Karnevals

In Köln waren am Donnerstag 1600 Polizisten im Einsatz.

In Köln waren am Donnerstag 1600 Polizisten im Einsatz.

Foto: dpa (Archiv)

Köln.  Polizei registriert zwei Vergewaltigungen in Köln. Zudem gab es tragische Unfälle. Erste Bilanz der Polizei zum Auftakt des Karnevals

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Zum Auftakt des Karnevals in Köln hat die Polizei mehrere Sexualdelikte registriert - darunter zwei Vergewaltigungen: Im ersten Fall gab eine 22-jährige Studentin an, bei einer privaten Feier mit mehreren Personen in einer Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Im zweiten Fall trafen Polizisten Freitag früh eine junge Frau mit schweren Gesichtsverletzungen auf der Straße an. Aufgrund ihrer Aussage konnten die Beamten kurz darauf einen Tatverdächtigen (22) in dessen Wohnung festnehmen. In beiden Fällen hat das Kriminalkommissariat 12 die weiteren Ermittlungen zu den Taten bereits übernommen.

In Brühl bei Köln ist ein 18-Jähriger an Weiberfastnacht zwischen zwei Waggons einer anfahrenden Straßenbahn geraten und überrollt worden. Er starb noch am Unfallort. Wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte, ereignete sich der Unfall am Donnerstag gegen 18 Uhr an der Haltestelle einer Straßenbahnlinie mit Fahrtrichtung Köln-Zentrum.

Der junge Mann war kostümiert und mit einer Gruppe von Freunden im Straßenkarneval unterwegs gewesen. Der Fahrer der Straßenbahn bemerkte den 18-Jährigen zwischen den Waggons erst, als er bereits angefahren war. Die anwesenden Freunde des Opfers wurden notfallseelsorgerisch betreut.

Dortmunder gerät an Altweiber in Köln unter eine Straßenbahn

Ansonsten sei der Karnevalsauftakt in NRW in den meisten Städten weitestgehend ruhig verlaufen. In Köln war die Polizei nach eigenen Angaben den Donnerstag über mit rund 1600 Polizisten im Einsatz, habe Streitereien geschlichtet und Platzverweise erteilt.

Am frühen Abend geriet zudem ein 21-jähriger Karnevalist aus Dortmund unter eine Straßenbahn und wurde schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Mann auf der Aachener Straße in Höhe des Aachener Weihers unmittelbar vor der Straßenbahnlinie 1 auf das Gleisbett gelaufen. Die Straßenbahn erfasste den jungen Mann trotz Gefahrenbremsung. Rettungskräfte befreiten den schwer Verletzten.

In Düsseldorf erlitt ein 20-jähriger Mann lebensgefährliche Verletzungen, als er vier Meter tief in die Düssel stürzte. Zeugen meldeten den Unfall im Bereich des Burgplatzes in der Düsseldorfer Altstadt am frühen Abend, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Düsseldorfer Polizei gab eine positive erste Einschätzung zum Altweibergeschehen ab. Neben den üblichen Handgreiflichkeiten sei der Karnevalsbeginn "in einem ruhigen Rahmen" verlaufen, teilte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mit. Die genauen Bilanzen und Einsatzzahlen wollen die Polizeistellen in Köln und Düsseldorf im Laufe des Tages veröffentlichen. (dpa)

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