Trinkerszene

Vorarbeit für Alkoholverbot in Duisburg kostete 47.600 Euro

Das Trinkverbot in der Duisburger Innenstadt trat im Mai 2017 in Kraft.

Das Trinkverbot in der Duisburger Innenstadt trat im Mai 2017 in Kraft.

Foto: dpa

Duisburg.   Die Stadt Duisburg hat im Vorfeld des Ratsbeschlusses über das Alkoholverbot in der Innenstadt ein Marktforschungsinstitut eingeschaltet.

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500 Bewohner der Innenstadt wurden telefonisch befragt, 80 bis 100 Besucher von Plätzen in der City wurden ebenfalls um ihre Einschätzung gebeten im Vorfeld des Ratsbeschlusses, das Trinken von Alkohol in der Innenstadt und außerhalb zugelassener Außengastronomie zu untersagen. Auch Mitarbeiter der Stadt, der Polizei, der DVG, des Vereins Gemeinsam gegen Kälte, der Gewerbetreibenden und Personen aus dem Kreis der Trinker-Szene wurden befragt. Dafür hat die Stadt 47.600 Euro bezahlt.

Belastbare Aussagen für weitere Ratsentscheidungen

Um „belastbare Aussagen für weitere Ratsentscheidungen sowie gegebenenfalls für gerichtliche Verfahren vorlegen zu können“, war es nach Angaben der Stadtverwaltung erforderlich, eine Evaluation auf wissenschaftlicher Basis durchführen zu lassen. Damit sei man auch einer Forderung des Bundesverfassungsgerichtes für das Erlassen solcher Verbote nachgekommen. SPD und CDU hatten 2016 gefordert, „Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und des Einkaufserlebnisses in der Innenstadt zu prüfen“.

Das Trinkverbot ist im Mai 2017 in Kraft getreten und wurde jüngst bis 2021 verlängert.

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