Bergbaukonzern RAG

Waren falsche Bergleute beim Eklat im Landtag dabei?

Tobias Blasius

Auf Einladung der AfD sind rund 100 Bergleute in Arbeitskleidung in den NRW-Landtag gekommen. Es kam zu lautstarken Protesten.

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Düsseldorf.  Beim Eklat um lautstark protestierende Bergleute im Düsseldorfer Landtag waren laut Bergbaukonzern RAG offenbar mehrere falsche Bergleute dabei.

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Der Eklat um lautstark protestierende Bergleute im Düsseldorfer Landtag könnte eine überraschende Wende nehmen: Laut Bergbaukonzern RAG waren unter den rund 100 Männern auf der Besuchertribüne offenbar mehrere falsche Bergleute. «Da waren einige dabei, die waren nicht von uns», sagte ein RAG-Sprecher am Samstag. Offenbar seien dort Männer in «Bergmannsklamotten geschlüpft», so der Sprecher. Die «Westfälischen Nachrichten» hatten zuvor darüber berichtet.

Fremde Gesichter auf Videos entdeckt

Dem RAG-Sprecher zufolge hatte sich der Betriebsrat Videomaterial der Proteste im Landtag angeschaut und festgestellt, dass mehrere fremde Gesichter unter den Bergleuten zu sehen waren. CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen teilte bei Twitter mit Bezug auf den Bericht der «Westfälischen Nachrichten» den Verdacht, dass die Marxistische Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) hinter den falschen Bergleuten stecken könnte.

MLPD weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher der MLPD wies diesen Vorwurf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von sich. Man sei zwar bisher bei allen Demos der Bergleute dabei gewesen, aber es habe sich niemand verkleidet unter die Bergleute gemischt. Die Gruppe war auf Einladung der AfD in den Landtag gekommen.

Lautstarker Prozess der Bergleute

In dem Plenum war es am Mittwochabend während der Debatte eines Antrags der AfD zu dem lautstarken Protest der Bergleute gekommen. Landtagspräsident Kuper (CDU) unterbrach die Sitzung. Vorangegangen war ein AfD-Solidarantrag für 200 gekündigte Bergleute, die bislang noch nicht vermittelt wurden. Landtagspräsident André Kuper verurteilte später die tumultartigen Proteste.

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