Unglück

Nach Absturz in Haltern: Todesopfer wohl junge Niederländer

Unglück zwischen Haltern und Dülmen: Beide Segelflieger wurden komplett zerstört – die Piloten hatten keine Chance.

Unglück zwischen Haltern und Dülmen: Beide Segelflieger wurden komplett zerstört – die Piloten hatten keine Chance.

Foto: Feuerwehr Dülmen

Haltern.  Nach dem Absturz zweier Segelflieger am Samstag in Haltern sind weitere Einzelheiten bekannt geworden, auch zu den Todesopfern.

Beim Absturz zweier Segelflugzeuge bei Haltern am Samstag sind wohl zwei junge Männer ums Leben gekommen. Bei den Piloten handele es sich vermutlich um zwei 26 und 29 Jahre alte Niederländer. Letzte Gewissheit solle eine DNA-Untersuchung bringen, sagte der Essener Staatsanwalt Shamgar Owuso-Ankomah am Montag. Die Obduktion der beiden Leichen und die DNA-Untersuchungen sind für diese Woche geplant.

Die beiden Flugzeuge seien in den Niederlanden auf zwei unterschiedlichen Flugplätzen gestartet, in Soesterberg und in Lemelerveld. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Piloten sich kannten. Die beiden Segelflugzeuge waren am Samstagnachmittag in der Nähe des Flugplatzes Borkenberge im Kreis Recklinghausen abgestürzt.

Flugunfalluntersuchung geht von Zusammenstoß in größerer Höhe aus

Die Retter fanden den ersten Toten in der Nähe der Absturzstelle. Die zweite Leiche lag etwas entfernt in einem Wald. Da anfangs nicht klar war, ob die beiden Piloten allein in ihren Segelflugzeugen gesessen hatten, suchten Helfer per Menschenkette, mit Spürhunden und aus dem Hubschrauber nach weiteren Opfern. Die gab es zum Glück nicht.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass die beiden Flieger während eines Streckenflugs nach einem Zusammenstoß „in größerer Höhe“ abgestürzt sind. In welche Höhe sie sich genau befanden, sei aber noch unklar. Die Untersuchungen vor Ort durch zwei BFU-Mitarbeiter waren am Sonntag abgeschlossen. „Jetzt werden die Spuren ausgewertet.“ Die Experten wollen unter anderem herausfinden, in welcher Lage die Flugzeuge zusammenstießen. Auch die Flugwege sollen mit Hilfe von Radaraufzeichnungen oder eventuell vorhandenen GPS-Aufzeichnungsgeräten rekonstruiert werden. (mit dpa)

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