Flixbus

Flixbus droht: Kein Halt mehr in Hagen und Olpe

Flixbus droht damit, auch Haltestellen in Südwestfalen nicht mehr anzusteuern.

Flixbus droht damit, auch Haltestellen in Südwestfalen nicht mehr anzusteuern.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Hagen/Olpe.  Im Streit um eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Fahrtickets droht Flixbus damit, Haltestellen in Hagen und Olpe – nicht mehr anzusteuern.

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Im Streit um eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Fernbustickets droht der Marktführer Flixbus mit drastischen Schritten. Das Münchner Unternehmen will vor das Bundesverfassungsgericht ziehen und auch Beschwerde bei der EU-Kommission einlegen. „Wir sind davon überzeugt, dass eine einseitige Mehrwertsteuersenkung für die Bahn, also ohne den umweltfreundlicheren Fernbus zu berücksichtigen, rechtlich nicht erlaubt ist“, sagte Flixbus-Gründer André Schwämmlein am Mittwoch.

Flixbus sieht Verstoß gegen EU-Grundsatz

Das Klimapaket der Bundesregierung sieht vor, dass die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrfahrkarten der Bahn ab 2020 von 19 auf sieben Prozent sinkt. Ein von Flixbus in Auftrag gegebenes Gutachten sieht darin einen Verstoß gegen den von der EU geforderten Grundsatz der steuerlichen Neutralität.

Flixbus droht zudem mit einer Reduzierung des Angebots um bis zu 30 Prozent, sollten ab 2020 allein Bahntickets günstiger werden. So könnten Verbindungen aus dem Ruhrgebiet und der Region Düsseldorf/Köln stark ausgedünnt werden, teilte das Unternehmen unserer Redaktion mit. Auch würden womöglich etliche NRW-Städte ihre Haltestellen verlieren: Bocholt, Borken, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, Hamminkeln, Herford, Herne, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Olpe, Recklinghausen, Remscheid, Rheda-Wiedenbrück, Soest und Wuppertal.

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