Versteigerung

Gemeinde ist erleichtert: Kirche für 99.000 Euro versteigert

Im Jahre 2005 wurde die Kirche entweiht und seit mehr als zehn Jahren versuchte die Gemeinde, das Gebäude zu verkaufen.

Im Jahre 2005 wurde die Kirche entweiht und seit mehr als zehn Jahren versuchte die Gemeinde, das Gebäude zu verkaufen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Köln/Altena.  Ein Mann aus Lüdenscheid hat die profanierte Kirche St. Paulus im sauerländischen Altena ersteigert. Er plant eine Umnutzung des Gebäudes.

Die profanierte Kirche St. Paulus im sauerländischen Altena hat einen neuen Besitzer. Ein Mann aus Lüdenscheid erwarb das seit 2005 entweihte, ehemalige Gotteshaus bei der Versteigerung am Samstag in Köln. Der Mindestpreis der Kirche aus der Matthäus-Gemeinde blieb dabei auch der Verkaufspreis: Für 99.000 Euro ging das Gebäudeensemble aus Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus auf 3000 Quadratmetern an den einzigen Bieter.

Der neue Besitzer plant offenbar, das Gebäude zur Wohnnutzung umzubauen. Sein Nutzungskonzept muss allerdings erst vom Bistum Essen abgesegnet werden, ehe der Verkauf amtlich ist. Eine Nutzung, die den kirchlichen Werten widerspricht, ist ausgeschlossen. Die Gemeinde versuchte seit mehr als zehn Jahren, die Kirche zu veräußern.

Bei Versteigerung gab es nur einen Bieter

Entsprechend erleichtert war die Geschäftsführerin der Gemeinde, Gabriele Müller-Seyfried. „Wir sind froh, weil wir jahrelang vergeblich den Versuch unternommen haben, die Kirche zu verkaufen“, sagt sie. Knapp 10.000 Euro steckte die Gemeinde jährlich in das Gelände, um es verkehrssicher zu halten. „Das war schon ein Kostenfaktor - und es wurde mit den Jahren nicht besser“, sagt sie.

Andererseits war da natürlich die Hoffnung, mehr für das 1925 erbaute Hauptgebäude erlösen zu können. „Man hat bei der Versteigerung gesehen, dass, wenn es einen zweiten Bieter gibt, der Preis ordentlich nach oben gehen kann. Der Käufer in diesem Fall wäre wohl auch bereit gewesen, mehr zu bieten.“

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